Gedicht zur Reformation an die Kirchen

Brennender Baum

Warum hinket ihr auf beiden Seiten?
Warum tut ihr das, was Gott missfällt?
Anstatt sich von seinem Wort zu leiten,
Tut ein jeder das, was ihm gefällt.

Hirten, Lehrer, Priester Pfarrer aller Landen
Wiedersprechen öffentlich dir, meinem Gott
Verachten, Herr dein Wort nur immerfort
Obwohl die Heilige Schrift sie nie verstanden

Blinde Blidenleiter auf Synoden
Verführet von der Professoren Stamm
Gewurzelt nur auf kargen Boden
Wenig Frucht bisher von ihnen kam.

Und dennoch nennen sie sich deine Kirche
Gott- und lieben nimmermehr dein Wort
Ihr Leben für dich- ein beißender Spott
Sie verachten das Leben und wählen den Tod.

Gedenken wollen sie an alte Zeiten
Doch sie handeln wie die Väter nicht
Das Volk, in dem Aufging ein großes Licht
Ließ sich verleiten und kommt nun ins gleiten.

Gott, welch ein Feuer muss den fallen,
Dass die Heidenchristenschar
An deinem Wort hat Wohlgefallen
Und zweifelt nicht an dem, was ewig Wahr.

Wie lange wird es denn noch dauern
Bis der letzte Baum vertrocknet und verbrannt?
Dass dein Segen kann in Schauern
Segnen die, die sich zu dir bekannt?

Wenn doch die ganze Welt zusammenliefe
Mit einer Stimm in Eintracht riefe
Das eine Wort nur immerfort:
Der Herr ist Gott, der Herr ist Gott

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4 Kommentare

  1. Ein kleines Gedicht über den Reformator:

    MARTIN LUTHER

    In Eisleben kam der Mann zur Welt,
    Der Roms Papstkirche in Frage stellt.
    In Thüringen erwarb er sein Wissen,
    Es wurde ihm nicht zum Ruhekissen.

    Wittenberg ist der Name dieser Stadt,
    Von der aus er die Welt verändert hat.
    Luther war dieser unbeugsame Mann,
    Mit dem ein neues Zeitalter begann.

    Die Heilige Schrift prägte sein Weltbild,
    Die Bibel war ihm Schwert und Schild.
    Aus dem Evangelium nahm er die Kraft,
    Es war ihm Weg zu Gott und Lebenssaft.

    Die legendären Fünfundneunzig Thesen
    Sind für die Menschen Weckruf gewesen.
    Weg von Heiligenkult und Ablasshandel
    Forderte er den kirchlichen Wandel.

    Weder Päpstliche Bulle, noch Reichsacht
    Haben Luther vom Wege abgebracht.
    Vor Fünfhundert Jahren publik gemacht,
    Ist mit den Ideen ein neuer Geist erwacht.

    Rainer Kirmse , Altenburg

    Herzliche Grüße aus Thüringen

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