Christliches Anspiel: Ein Zuhause für Virginia

Ein Zuhause für Virginia

Ein Anspiel, das in einer Goldgräbersiedlung mit harten ungepflegten Männern spielt, die durch das auftreten eines kleinen Mädchens zu anderen Menschen werden. Eine gute Geschichte um zu verdeutlichen, wie sich das Leben eines Menschen verändert, wenn Jesus in sein Leben kommt.

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Tom:               Was ist bloß in den alten Charlie gefahren? Er war ja schon immer ein wenig sonderlich, aber so habe ich ihn noch nie gesehen…

Joe:                 Halt dich nicht auf Du weißt, wo du den Hirten finden kannst, lauf schnell und hol´die Milch. Ich muss schnell zum Handelsposten und eine Milchflasche holen. Ich darf nicht wagen ohne eine zurückzukommen.

Sprecher:         Zwei Männer laufen durch die Straßen einer abgelegenen Bergarbeitersiedlung um ihren Auftrag zu erfüllen.

Die Männer die dort lebten waren schlimm heruntergekommen. Außer ein paar dreckigen Hütten und Wirtshäusern war kaum etwas zu finden. Roaring Camp war ein besonders berüchtigtes Minendorf in dem Alkohol, Mord und Todschlag und alle nur erdenklichen Laster zu finden waren. Der nächste Medizinische Hilfsposten war viele Kilometer entfernt, so wusste niemand, was jetzt geschehen sollte. Eines Nachts kam eine völlig erschöpfte junge Frau mit einem Bündel im Arm ins Lager und bat um eine Unterkunft. Die Männer taten, was ihn ihren Möglichkeiten stand, um ihr zu helfen und ihr eine gute Unterkunft zu bieten. Doch ihr Zustand verschlechterte sich von Stunde zu Stunde und obwohl einige Arbeiter eilten um Hilfe zu holen, starb die junge Frau noch in dieser Nacht. Als die Männer das kleine Bündel öffneten, dass sie die ganze Zeit über festgehalten hatte, sahen sie, dass sich ein kleines Mädchen darin befand. So hinterließ sie den hilflosen Männern ihre kleine Tochter.

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Anspiel zu Ostern: Tatort Grabstein

Tatort Grabstein

Bild von LumoPriojekt.com 

Ostern steht vor der Tür und in der einen und anderen Gemeinde wird dieser Gottesdienst mit vielen Beiträgen gefüllt sein. Auf der Seite Arbeitskreis „Zeit für Kids“  habe ich ein gutes Anspiel gefunden: Tatort Grabstein.pdf.

Für die Gemeinden, die den Aufwand für ein Theaterstück nicht aufbringen können oder wollen habe ich es so umformuliert, dass es auch gelesen Vorgetragen werden kann.

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Sprecher:  Einige Frauen gehen durch das stille Jerusalem. Es ist noch sehr früh am Morgen, hier und da krähen die ersten Hähne. Tauben gurren in den Bäumen am Wegesrand und immer wieder mal bellt ein Hund. Aber zwischen den Frauen herrscht drückende Stille. Sie trauern, denn sie sind schon so früh am Morgen auf dem Weg zu einem Grab. Maria aus Magdala und Maria, die Mutter des Jakobus, zusammen mit Salome und einigen anderen.

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Weihnachtsanspiel: Lobt Gott ihr Christen alle gleich

2017-12-20 Lobt Gott ihr ChristenDownlaod Anspiel.pdf

Ein Anspiel zu der Entstehung des Liedes „Lobt Gott ihr Christen alle gleich„.

Der Dichter Nikolaus Hermann zog  1518 in das Böhmische Joachimstal das aufgrund seiner reichen Silbervorkommen einen starken Aufschwung erlebte. Dort arbeitete er als Kantor und Lehrer und schrieb viele Lieder und Gedichte. Einen herben Rückschlag musste er hinnehmen, als sein Sohn Christoph das Elternhaus nach einem Streit verließ. Daraufhin füllte Niedergeschlagenheit sein Leben aus und das Liederdichten gelang ihm nicht mehr. Doch am Heiligabend acht Jahre nach dem Auszug Christophs finden ein Bergwerkarbeiter und Nikolaus Hermann Christoph in einem alten Silberstollen. Aus der Freude über den Zurückgekehrten Sohn entsteht folgendes Lied:

Lobt Gott, ihr Christen alle gleich,
in seinem höchsten Thron,
der heut schließt auf sein Himmelreich
und schenkt uns seinen Sohn,
und schenkt uns seinen Sohn.

Er kommt aus seines Vaters Schoß
und wird ein Kindlein klein,
er liegt dort elend, nackt und bloß
in einem Krippelein,
in einem Krippelein.

Er entäußert sich all seiner G’walt,
wird niedrig und gering
und nimmt an eines Knechts Gestalt,
der Schöpfer aller Ding,
der Schöpfer aller Ding.

Er wechselt mit uns wunderlich:
Fleisch und Blut nimmt er an
und gibt uns in seins Vaters Reich
die klare Gottheit dran,
die klare Gottheit dran.

Er wird ein Knecht und ich ein Herr;
das mag ein Wechsel sein!
Wie könnt es doch sein freundlicher,
das herze Jesulein,
das herze Jesulein!

Heut schließt er wieder auf die Tür
zum schönen Paradeis;
der Cherub steht nicht mehr dafür.
Gott sei Lob, Ehr und Preis,
Gott sei Lob, Ehr und Preis!

Sprecher Wir schreiben das Jahr 1520 und es ist schon drei Jahre her, dass mit dem Thesenanschlag Luthers an der Schlosskirche Wittenberg die Reformation in Deutschland begann. In diesen drei Jahren breitete sich die wiederentdeckte Lehre wie ein Lauffeuer über ganz Deutschland aus. Das brachte aber viele Probleme mit sich- oft erlaubten die Landesfürsten in ihrem Gebiet nur einen Glauben. So mussten viele Familien wegen ihrem evangelischen oder wiedertäuferischen Glauben ihr Zuhause verlassen und eine neue Heimat suchen.

Für Grafen, die Arbeitskräfte auf ihre Ländereien, Handwerker für ihre Städte und Bergleute für ihre Bergwerke suchten, kamen diese Menschen gerade recht. So ließ auch der Graf Stephan von Schlick in diesem Jahr 1520 Herolde durch Süddeutschland reiten um Arbeiter für sein neues Silberbergwerk zu werben.

Herold Ihr Leute von nah und fern hört, was euch der Graf Stephan von Schlick verkünden lässt: In Joachimstal in Böhmen wurden reiche Silbervorkommen entdeckt. Dazu werden Bergleute und allerlei geschickte Handwerker gesucht, die bereit sind, sich in Joachimstal niederzulassen, um für den Herren Grafen allerlei Metalle zu schürfen.

Gezeichnet Graf Stephan von Schlick, Anno Domini 1520.

Bürger 1 Habt ihr gehört, dort gibt es Arbeit
Bürger 2 Ob der Graf auch gut bezahlt?
Herold Darüber braucht ihr euch keinen Kopf zu zerbrechen. Mein Herr Graf zahlt mehr als recht ist.

 


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Lobt Gott ihr Christen alle gleich.pdf


Weiteres Weihnachtsanspiel auf Gladium Spiritus

Weihnachten 1944


Quellenangaben

Das hier vorliegende Anspiel ist eine Überarbeitung des Anspiels von Alles um die Kinderkirche.de, die in der Rubrik Erzählungen Anspiel zur Entstehung von EG 27: Lobt Gott ihr Christen Der heut schließt wieder auf die Tür (13-17 Mitspieler)“  aufführt.

Ursprüngliche liegt beiden Anspielen eine Erzählung von Sr. Gabriele Goseberg zugrunde, die in der Zeitschrift Zuversicht und Stärke im Dezember 2006 erschien und hier zum Teil einlesbar ist


 

Anspiel: Weihnachten 1944

image_2017-11-19_20-22-40Weihnachten 1944.pdf

Sprecher: Wir schreiben das Jahr 1944. Der zweite Weltkrieg ist voll im Gange und das Blut tausender Soldaten schreit von den Schlachtfeldern Europas gen Himmel. Tausende junge Männer und kräftige Familienväter traf das Los, nie wieder in die Heimat zurückzukehren. In Deutschland blieben fast nur Frauen, Kinder und alte Väter zurück. Auch der 13 Jährige Reinhold Kerstan lebte mit seiner Familie in dem schon zerbombten Berlin. Immer näher kamen die alliierten Streitkräfte und bedrohten Berlin. Oft hörte man nachts Sirenen und sich nahende Bomber. Die darauffolgenden Bombenexplosionen brachten den Schrecken der sich nahenden Front mitten in die Stadt herein.

Im Spätsommer 1944 erreichte folgende Nachricht das Lettow-Vorbeck-Gymnasium in Berlin

H.Grothe: Liebe Schüler, heute hat mich eine Nachricht von unserer fürsorglichen Partei erreicht. Wir sollten, weil die feindlichen Streitkräfte Berlin so sehr unter Beschuss nehmen, evakuiert werden. Alle Schüler des Gymnasiums werden nach Tschechien gebracht. Dort wird man sich weiter um euer Wohl sorgen.
Sprecher: Tschechien? Das hörte sich aber spannend an! Alle Jungs waren zuerst Feuer und Flamme, als sie aber begriffen, dass es für sie ein langer Aufenthalt in einem fernen Gebiet sein wird, wurden es ihnen mulmig zumute. Aber Befehl war Befehl, und dem durfte man nicht ungehorsam sein. Erst recht nicht, wenn man zu der Hitler-Jugend gehören will. Also blieb Reinhold nichts anders übrig, als seine Sachen zu packen und mit nach Tschechien zu fahren. Als der Tag des Abschieds gekommen war, stand Reinhold mit seinem Vater an der Tür und verabschiedete sich von seiner Mutter
Mutter: Gott segne dich mein Junge!
Sprecher: Hatte die Mutter gesagt und ihre Hand auf seinen Kopf gelegt. Tränen standen ihr in den Augen. Sie nahm in fest in den Arm, als ob sie ihn nicht gehen lassen wollte.
Reinhold: Ich werde oft schreiben, Mutter
Sprechen: Ihm war nach weinen zumute, aber er unterdrückte es. Deutsche Jungen weinen nicht, hatte er immer wieder gehört.
Mutter: Und les auch jeden Tag in deiner Bibel, hörst du!
Reinhold: Ja, Mutter, ich verspreche es
Sprecher: Ohne einen einzigen Blick zurückzuwerfen machte sich Reinhold mit seinem Vater auf den Weg. Stolz saß er neben seinem Vater im Zug, der bis zu Kriegsbeginn Pfarrer in Berlin war und gar nicht glücklich über die Entwicklung war, die das Deutsche Reich genommen hat. Aber wenigstens konnte er seinen Sohn bis nach Tschechien begleiten, bevor er selber wieder an die Front musste.

In Tschechien angekommen wurden Reinhold in die große Villa Fragner gebracht. Fast hundert Jungen wohnten schon dort und nach der Hopfenernte kamen noch einmal 60 Jungen dazu. So waren fast 160 Jungs der Hitlerjugend in einem Haus untergebracht, um von der Propaganda der NSDAP indoktriniert zu werden. Alle Bereiche des Lebens waren betroffen, sogar das Weihnachtsfest. An Heiligabend versammelte der Schulleiter die Jungs.

H.Grothe: Jungs, heute ist Heiligabend. Und wir werden dafür sorgen, dass die Weihnachtsfeiertage sinnvolle Tage werden! Kurt, komm mal her!
Kurt Jawohl, Herr Grothe
H.Grothe: Kurt, du als Fähnleinführer dieser Jungen suchst dir noch drei andere Jungs aus und gehst in den Wald um einen Baum zu besorgen
Kurt Jawohl Herr Grothe, wird ausgeführt. Aber was machen wir, wenn wir von den Partisanen angegriffen werden. Wir befinden uns hier auf feindlichem Gebiet
H.Grothe: Ihr macht das was ich euch befohlen habe- geht!
Sprecher: Ein paar Stunden später kamen sie mit einem riesigen Tannenbaum zurück- unbeschadet.

Herr Grothe kam irgendwie in Weihnachtsstimmung als die Gruppe der Jungen sich bemühten den großen Baum in der Eingangshalle der Villa aufzurichten. Aber als der Baum dann stand, war er wieder der alte.

H.Grothe: Los, Jungen, ab in die Klassen. Dort wird Schmuck gebastelt, der den Führer und das Vaterland ehrt. Wir wollen den Baum mit hunderten kleinen Hakenkreuzfahnen schmücken und nicht mit diesem Unsinn von Sternen, Engel und Flitter.
Sprecher: Enttäuscht machten sich die Jungen auf den Weg
Reinhold: Hakenkreuzfahnen auf dem Weihnachtsbaum? Wo gibt es denn sowas?
Richard: Im dritten Reicht gibt es sowas! Das habe ich auch noch nie gesehen. Traurig, und Weihnachten war doch immer so schön. Mit den Lichtern und dem bunten Schmuck…

So, jetzt sind wir im Klassenzimmer angekommen.

Reinhold: Siehst du, der Herr Grothe steht schon da. Der will uns bestimmt wieder einen Vortrag über Führer, Volk und Vaterland halten.
Richard: Ja, der fängt schon an. So als ob es an Weihnachten nicht um Jesus sondern um Hitler geht.
Sprecher: Nachdem Herr Grothe seine Rede beendet hatte, verließ er die Klasse und überließ dem Fähnleinführer Kurt die Aufsicht, während die ganze Klasse die schwarz-weiß-roten Flaggen bastelte.
Reinhold Warum singen wir nicht Weihnachtslieder
Richard: Gute Idee, aber ich kann damit nicht anfangen
Sprecher: Als ob der Fähnleinführer das gehört hätte, fing er an zu singen:

 


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Weihnachten 1944.pdf


Quelle

Entlehnt aus dem Buch „Helden sollten wir sein: Eine Kindheit in den Kriegsjahren“ von Reinhold Kerstan, SCM R.Brockhaus, 2002.


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Anspiel zum Erntedankfest: Das unmögliche Hochhaus

Feld New York

Psalm 92,6: Herr, wie sind deine Werke so groß!

Sprecher Ein Milliardär, der die Baukunst sehr schätzte und sein Geld liebend gern für Immobilien ausgab, kam eines Tages zu einem weltberühmten Architekten für Hochhausbau.
Milliardär Bauen sie mir das höchste Gebäude der Welt, Geld spielt bei mir keine Rolle.
Sprecher Der Architekt nickte und sagte erfreut:
Architekt Gerne – ich stehe ganz zu ihrer Verfügung! Woran haben sie gedacht?  Wie sollte ihr Hochhaus denn Aussehen?
Milliardär Es soll aussehen wie ein hoher, schlanker Turm. Gleichmäßig und glänzend in der Fassade.
Architekt Kein Problem! Solche Bauwerke sind kein Kunstwerk- wir besitzen die nötige Technik dazu schon seit Jahren. Wie hoch wollen sie denn bauen?
Milliardär Mindestens 1000 Meter. Höher als alle bisherigen Hochhäuser
Architekt Oh, einen neuen Weltrekord! Wenn Geld bei ihnen keine Rolle spielt, ist das auf jeden Fall machbar! Es ehrt mich sehr, dass sie mir solch eine bedeutungsvolle Aufgabe anvertrauen. Welche Wünsche haben sie noch?
Milliardär Im inneren des Hochhauses möchte ich Aufzüge verbaut haben mitsamt allen notwendigen Versorgungsleitungen und Verbindungsgängen.
Architekt In Ordnung, aber wozu legen sie solch einen großen Wert auf die Versorgung und Verbindung?
Milliardär Dazu komme ich noch, denn für viel mehr wird in dem Inneren kein Platzt sein. Das Haus soll einen Durchmesser von maximal vier Meter haben.
Sprecher Hier verschlug es dem Architekten die Sprache. Er nickte stumm, notierte etwas auf seinem Protokoll und wollte gerade etwas Fragen als der Millionär schon weitersprach:
Milliardär Dabei sollten die Wände maximal eine Dicke von einem halben Meter haben
Architekt (entsetzt) Einen halben Meter? Und maximal vier Meter im Durchmesser? Und so bis auf eine Höhe von 1000 Meter? (ironisch) Haben sie noch mehr solcher Wünsche?
Milliardär Oh, ich bin noch nicht am Ende angelangt. Elastisch sollte das Hochhaus sein- und sich im Wind biegen können. 100 Meter sollte dabei die Schwingungsbreite betragen.
Architekt (entsetzt) Elastisch- und biegsam. Und das bei einer Wandstärke von 50 Zentimetern?
Sprecher Der Architekt schlug die Hände über dem Kopf zusammen. Er wollte seinem Kunden einige Worte an den Kopf werfen, verschwieg sie dann aber doch. Den Milliardär störte das nicht weiter und er redete munter weiter
Milliardär Und ganz oben auf die letzten 120 Meter möchte ich ein Kraftwerk errichten, das für die Versorgung des gesamten Gebäudes aufkommt. Deswegen die vielen Versorgungsleitungen und Aufzüge in dem Gebäudeinneren.
Sprecher Hier geriet der Architekt aus der Fassung.
Architekt Hören sie mal: das höchste Gebäude der Welt ist 828 Meter hoch und hat einen Grunddurchmesser von über 80 Meter und Wände mit einer Dicke von 1,5 Meter. Und sie fordern von mir einen elastischen, 1000 Meter hohen Turm, mit einer Wanddicke von 50 Zentimetern und einem Durchmesser von vier Meter?
Milliardär Ganz genau!
Architekt Das ist unmöglich! Wie wollen sie das schaffen? Und dann noch ganz oben ein Kraftwerk aufsetzen? Unten vier Meter und nach oben hin sich verbreiternd? Das Hochhaus muss unten breit sein und nicht oben. Sie wissen doch gar nicht, was sie da fordern. Es gibt nichts, das diese Belastung aushält und dabei noch elastisch ist. An welche Baumaterialen haben sie denn dabei gedacht? Stahlbeton hält das nicht aus
Milliardär Stroh
Architekt (voller Entsetzen) Stroh? Sagen sie mal, machen sie sich lustig über mich? So ein Bauwerk und dann wollen sie es noch aus Stroh bauen? So etwas gibt es doch gar nicht.
Milliardär Doch, so etwas gibt es. Ich habe es schon gesehen. Sie sollten es nur nachbauen.
Architekt Wo haben sie so etwas gesehen? Ich bin seit Jahrzehnten Architekt von Hochhäusern und habe noch nie von solch einem unmöglichen Gebilde gehört.
Milliardär Nun, dann haben sie wohl immer in die falsche Richtung geschaut. In jedem Land stehen Milliarden solcher „unmöglicher Gebilde“
Sprecher Mit diesen Worten zog der Milliardär einen Plan aus seiner Aktentasche und überreichte diesen dem Architekten.
Architekt Eine Weizenähre? Was hat das denn mit ihrem Hochhaus zu tun?
Milliardär Ein Getreidehalm ist 250 mal höher als seine Grundfläche und hat oben ein Kraftwerk, das das Gewicht des gesamten Halmes um ein vielfaches übersteigt. Ich wollte nur, dass sie mir auch so etwas aufbauen.
Architekt Das kann ich nicht. Kein Mensch kann das. Solche Fähigkeiten besitzen wir nicht. Ich muss sie leider Enttäuschen- ich kann den Auftrag nicht annehmen.
Sprecher Die Geschichte vom Milliardär und seinem Architekten ist natürlich erfunden. Aber solch einen unmöglichen Turm hat Gott schon vor Jahrtausenden geschaffen mitsamt des Kraftwerks, den Getreidekörnern und allen Versorgungsleitungen.

Die Wand eines Weizen- oder Roggenhalms ist nur einen halben Millimeter dick, sein Durchmesser beträgt vier Millimeter, seine Höhe rund 1000 Millimeter. Der Getreidehalm ist also tatsächlich 250 Mal höher als sein eigener Durchmesser. Und trotz seiner Größe und geringer Grundfläche steht er aufrecht und biegt sich elastisch im Wind. In seinem Inneren liegen eine Menge von Leitungen, die für den Transport von Wasser, Energie und Nährstoffen zuständig sind, damit ganz oben in der Ähre Körner voller Nährstoffe gebildet werden können. Ist diese kleine Ähre nicht ein großes Wunder?

 

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Das unmögliche Hochhaus.pdf


Mit Ideen  von hier.