Die Weihnachtsgeschichte als Powerpoint

Das klare Wort Gottes ist lebendig und wirksam, deswegen habe ich mich dieses Jahr dazu entschieden auf der Kinderweihnachtsfeier unserer Gemeinde einfach die Weihnachtsgeschichte vorzulesen und Bilder dazu zu zeigen. Ohne viele Worte, Theater und Show.
Falls du dir auch Gedanken machst, was du zu Weihnachten vorträgst oder erzählst- wie wäre es mal wieder ganz einfach mit der schlichten, kraftvollen Weihnachtsgeschichte ohne viel Theater?
Unten kannst du die Powerpoint mit 70 Bildern downloaden. Der Bibeltext nach Schlachter2000 ist unter den Notizen eingefügt zur einfacheren Orientierung.

Mit Bildern von FreeBibleImages

Die 10 Gebote für die Sonntagsschule und Kinderstunden

Als Mitarbeiter in der Kinder- und Jungschararbeit ist mir aufgefallen, dass im Internet sehr wenige Bilder von den 10 Geboten zu finden sind, die man im Unterricht verwenden kann. Um die Arbeit anderen Mitarbeitern zu erleichtern, biete ich hier kostenlos zum Download verschiedene Auflistungen der 10 Gebote an. Diese Bilder dürfen gerne für Kinder- und Jungscharstunden wie auch für den Religionsunterricht verwendet werden!

  1. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.
  2. Du sollst dir kein Bildnis zur Anbetung machen.
  3. Du sollst den Namen des Herrn nicht missbrauchen.
  4. Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn.
  5. Ehre Vater und Mutter,damit du lange lebst.
  6. Du sollst nicht töten.
  7. Du sollst nicht ehebrechen.
  8. Du sollst nicht stehlen.
  9. Du sollst nicht falsches Zeugnis reden gegen deinen Nächsten.
  10. Du sollst nicht begehren.

Übersicht der 10 Gebote als Doppeltafel

Weitere Bilder und Links

Dem allmächtigen Gott zu Hilfe kommen

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Siehst du dich als Diener für das Werk Gottes? Engagierst du dich in deiner Kirche ehrenamtlich für bedürftige Menschen oder führst du die Jungscharstunden durch? Oder bist du sogar so weit, dass du in einem fernen Land deinen Dienst für Gott verrichtest? Dann möchte ich dich einladen, über deine Motive nachzudenken.: A.W.Tozer warnt in seinem Buch „Das Wesen Gottes“ davor zu denken, dass Gott ohne unsere Hilfe nie sein Ziel erreichen würde.

A.W.Tozer: Allzu viele Missionsaufrufe stützen sich auf diese vermeintliche Frustration des  allmächtigen Gottes. Ein geübter Redner kann leicht Mitleid bei seinen Hörern wecken, Mitleid nicht nur für die armen Heiden, sondern auch für den Gott, der sich schon lange nachdrücklich, aber vergeblich, um deren Errettung bemüht hat, weil ihm die Unterstützung fehlte. Ich fürchte, dass Tausende junger Menschen als Beweggrund für ihren Dienst im Reiche Gottes die peinliche Lage, in der Gott steckt, sehen, in die ihn seine Liebe gebracht hat und aus der er mit seinen beschränkten Fähigkeiten ohne ihre Hilfe nicht mehr herauskommt. Fügt man dem noch ein gewisses Maß an löblichem Idealismus sowie eine gute Portion Erbarmen für die weniger Privilegierten hinzu, so findet man den wahren Antrieb, der heute hinter einem Großteil christlicher Aktivitäten steht

Das Wesen Gottes, S.45-46

Wir dürfen nicht meinen, Gott würde ohne uns sein Werk nie vollenden können. Deswegen ist jeder Hochmut im Dienst für Gott nicht angebracht. Vielmehr sollen wir dankbar sein, dass der allmächtige, ewige Gott sich so weit herablässt und uns begnadigte Sünder in seinem Werk arbeiten lässt.

Lukas 17,10 So sollt auch ihr, wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen war, sprechen: Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren!

Diese demütige Haltung, gepaart mit einem festen Vertauen auf Gottes Hilfe und Eifer im Dienst werden uns nicht unfruchtbar erscheinen lassen und das Werk Gottes wird in unserem Umfeld große Wirkung haben. Und nun mal ehrlich: gibt es eine größere Freude als die, dass man sieht, wie Menschen in unserem Umfeld verändert werden und ein Leben mit Gott führen? Es sei den, unsere Motive sind nicht echt.

Matthäus 25,21 Da sagte sein Herr zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht! Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen; geh ein zur Freude deines Herrn!


Download Tozer: Das Wesen Gottes PDF

Meine Arbeit bei dem größten Arbeitgeber der Welt


 

Wie sieht die praktische Hingabe des Leibes aus?

Stellung des Leibes

In dem ersten Artikel haben wir betrachtet, Was die Bibel meint, wenn sie von „Leib“ und „Fleisch“ spricht. Hier möchten wir uns damit auseinandersetzen, wie nun der Vers aus Römer 12, 1 richtig ausgelebt werden kann.

Römer 12,1 Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger Gottesdienst!

Heiligung ist der Beginn und das Ziel der Hingabe

Wie schon im ersten Artikel erwähnt, muss die Hingabe zusammen mit der Heiligung betrachtet werden. Die Heiligung ist „ganz und gar Gottes Werk[1]“ indem er uns von der Welt absondert[2].  Dieses geschieht vor der Hingabe durch die Wiedergeburt. Diese Heiligung für Gott erfordert von dem Christen eine Tat: Seinen ganzen Leib als ein heiliges Opfer Gott darzubringen[3]. Die Folge dieser Hingabe ist ein heiliger Lebenswandel, der sich durch Reinheit und Makellosigkeit auszeichnet. Demzufolge ist die Hingabe eine Antwort auf das heiligende Wirken Gottes in uns und führt zu einem heiligen Lebenswandel. Nie ist die Hingabe als Selbstzweck zu sehen und getrennt von Gottes Ansprüchen auszuführen, was sonst zu Gesetzlichkeit und bloßer Kasteiung des Leibes führt[4].  Es ergibt sich nun folgender Ablauf:

Von Gott geheiligt[5] → Hingabe des Leibes[6] → Heiliger Lebenswandel[7]

Die Begründung für die Hingabe und Heiligung

Der menschliche Leib kann nur unter zwei Herrschaftsbereichen stehen: entweder gehört er Gott oder dem Satan. Die letztere Herrschaft hat sich keiner ausgesucht, sondern jeder wurde darin geboren. Unter die Herrschaft Gottes gelangt man aber durch die Bekehrung und durch die Wiedergeburt. Durch das Einziehen des Heiligen Geistes in das Fleisch, dem Todesleib, wird dieser erneuert[8] und unter die Herrschaft Gottes getan. Aus diesem neuen Leben ergeben sich aus dem NT folgende Gründe zur Hingabe:

  1. Der Leib gehört nicht mehr uns, sondern Gott[9].
  2. Der Leib ist ein Tempel des Heiligen Geistes[10].
  3. Weil Gott heilig ist, sollen auch wir heilig sein[11].
  4. Heiligung ist das Ziel Gottes mit uns[12].

Wie sieht die praktische Hingabe aus?

Im diesem Punkt möchten wir  anhand der vier Begründungen zur Hingabe betrachten, wie ein Leben in Hingabe aussieht.

Weiterlesen „Wie sieht die praktische Hingabe des Leibes aus?“

Was meint die Bibel, wenn sie von „Leib“ und „Fleisch“ spricht?

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Im Laufe der Kirchengeschichte hat der Körper des Menschen (in der Bibel als „Leib“ bezeichnet) unterschiedlichste Wertungen und Behandlungen erfahren. Es gab Zeiten und Kreise, in denen der Leib und die damit verbundenen Triebe aufs gröbste verherrlicht und ausgelebt wurden, während es Gruppen gab, die alles „Leibliche“ als fleischlich und sündig auslegte und den Leib aufs äußerste kasteite. In zwei Artikel möchte ich ausarbeiten,

  1. Was in der Bibel gemeint ist, wenn von „Leib“ oder „Fleisch“ gesprochen wird.
  2. Was es bedeutet, den Leib Gott hinzugeben.

Einleitung

Der Leib des Menschen ist zuallererst der sichtbare Körper und „Sitz des irdischen Lebens[1]. In der Komplexität der biblischen Ursprachen liegen dem schlichten Wort „Leib“ mehrere Begriffe zugrunde und ist deswegen nicht leicht von anderen Begriffen abgrenzbar.

Im hebräischen liegt zuvorderst בּשׂר (basar[2]) der Übersetzung des Begriffes „Leib“ zugrunde, was aber je nach Übersetzung mit „Fleisch“ wiedergegeben wird[3]. Aber auch גּויּה (gewja[4]),  בּטן (beten[5]) und מעה (me’e[6]) werden mit Leib übersetzt und beschreiben zumeist den sichtbaren Körper. In der Verwendung des Begriffes zeigt sich aber, dass oft keine Unterscheidung zwischen Leib und Seele gemacht wird[7]. Bei tieferem Betrachten der Verse kann man erkennen, dass „Fleisch“ mehr die beseelte Substanz oder Stoff beschreibt, „während „Leib“ den wunderbaren Organismus bezeichnet, den Seele bzw. Leib bewohnen.[8]

Im neuen Testament wird hauptsächlich in den paulinischen Briefen streng zwischen Leib und Fleisch unterschieden. Für Leib wird hauptsächlich σῶμα (soma[9]) wiedergegeben und beschreibt den natürlichen, sichtbaren und neutralen Leib. Für die Übersetzung „Fleisch“ hingegen beschreibt das griechische σάρξ (sarx[10]) den Sitz der Sündenmacht[11] und hat einen weit negativeren Begriff als das Alttestamentliche בּשׂר (basar).

Im zweiten Teil der Ausarbeitung soll erarbeitet werden, wie die Hingabe im Leben des Christen auszusehen hat. Nee sagt zu Hingabe, dass sie „nicht das Ziel eines geistlichen Lebens [ist] sondern lediglich der Anfang [… und] in die Heiligung[12]“ führt. Heiligung ist das Werk Gottes in uns, die Hingabe des Leibes und Lebens soll unsere Antwort darauf sein[13].

In dieser Ausarbeitung soll aufgezeigt werden, wie der gläubige Mensch sein Leib (σῶμα/ soma) aus richtigen Motiven in eine für Gott wohlgefällige Weis hingibt.

Weiterlesen „Was meint die Bibel, wenn sie von „Leib“ und „Fleisch“ spricht?“

Wie könnte man Gott nicht vertrauen?

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Zurzeit arbeite ich den BFU-Fernkurs zum Hebräerbrief durch und bin beim dritten Kapitel angelangt. Dort wird in Vers 16 auf Kaleb und Josua angespielt, die allein von den über 600 000 Männern das Vorrecht bekamen, in das verheißene Land einzuziehen. Doch warum? Folgendes wird in dem Kurs über ihren Glauben ausgesagt:

Sie ehrten Gott, indem sie glaubten, dass sein Wort absolut wahr ist, seine Macht unendlich, seine Gesinnung unverändert barmherzig und dass seine Treue so groß ist, dass er keine Hoffnung in uns weckt, die er nicht erfüllen wird.

Dieser Satz hat mich berührt: Ja genauso ist mein Gott, genauso ist unser Gott! Und genau das erlebe ich auch täglich- warum sollte ich einem solchen Gott nicht vertrauen? Und jeden der gerade eine geistliche Tiefphase durchleben muss will ich zurufen: Schau auf Gott und nicht auf deine Probleme. Schau auf das Kreuz und nicht auf die Schlangen. Denn in Christus liegt unsere Kraft!

Sprüche 3,6: erkenne Ihn auf allen deinen Wegen, so wird Er deine Pfade ebnen.

Eine Bibel überlebt einen Brandanschlag in Kirgisien- Wallpaper zu Lukas 21,33

Eingeschlagene Fenster, vom Rauch geschwärzte Decken, kahle Bankgerippe und eine verkohlte Kanzel sind das Ergebnis eines Brandanschlags auf eine Baptistengemeinde in Kadschysai (Region Yssykköl), Kirgisistan. Auch Open Doors berichtete von diesem Anschlag vor wenige Tagen. Durch eine befreundete Familie bekam ich weitere Bilder und einen Bericht zugeschickt, die mehr von der Gemeinde und dem Brand zeigten. Ein Bild hat es mir besonders angetan, das Bild einer Unversehrten Bibel auf einem Stapel verkohlter Bücher und einer herabgefallener Tapete. Der Inhalt ist wunderbar erhalten geblieben und selbst der Buchschnitt ist trotz des Brandes unversehrt geblieben- ein Wunder. Andere Bücher, es waren wohl Liederbücher, sieht man auf einem anderen Bild größtenteils verkohlt auf ihren Stapeln- aber der Bibel ist nichts geschehen. Auch Open Doors erwähnt es in dem Artikel:

Trotz der Zerstörung sind einige Dinge in dem Gebäude erstaunlich unversehrt geblieben: die Bibel, das Klavier und das Dach.

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Die unversehrte Bibel

Das hat mich dazu inspiriert ein Verbild zu erstellen mit dem Vers aus Lukas 21,33

Lukas 21,33: Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

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Hier sind noch weitere Bilder von dem Gemeindehaus nach dem Brand und das Aussehen nach den ersten Renovierungsarbeiten.

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Wie dient man Gott wie ein Apostel?

„Im Dienst des besten Herrn“– das kann ein Christ und Diener für Gottes Sache wirklich von sich behaupten. Das Buch von Warren W. Wiersbe mit dem gleichen Titel richtet sich in 30 Gesprächen an die neuen und alten Diener in Gottes Weinberg. Aus seiner langjährigen Erfahrung als Pastor und Lehrer vermittelt er dem Leser wie in einem vertraulichen Gespräch Dinge, die für den Dienst wichtig sind.

Überaus wichtig finde ich die Aussage, wie man in gottgewollter Weise und nach dem Vorbild der Apostel dienen kann. Vier Punkte nennt er:

  1. Die göttliche Hilfsquelle kennen
    • Wir dienen nicht aus eigener Kraft- Wenn Gott uns den Auftrag gegeben hat, gibt er uns auch die Kraft zu dem Dienst.
  2. Voll Mitleid die menschlichen Nöte wahrnehmen
    • Ein Herz, das von Gottes Liebe erfüllt ist, sieht die Nöte der Menschen und geht nicht kaltherzig an ihnen vorüber.
  3. Kanäle für Gottes mächtige Hilfsquelle werden
    • Das Werk ist nicht unser Werk- wir sind lediglich Werkzeuge, Kanäle und Sprachrohre, durch die der Heilige Geist wirkt. Das bewahrt vor Hochmut
  4. Gott allein verherrlichen
    • Unser Dienst soll allein das Ziel haben, dass die Menschen beginnen Gott zu loben und zu danken. Ist Gott durch den Dienst gepriesen, ist das ein richtiger Dienst. Das bewahrt vor Selbstdarstellung.

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Würde jeder, der sich „Diener Gottes“ nennt, nach diesen vier Punkten handeln, würde bald die ganze Welt erfüllt sein von den herrlichen Taten Gottes und die Menschen würde Gott preisen für die Dinge, die er tut. Wie damals in Jerusalem bei der Heilung des 40 jährigen Gelähmten:

Apg. 4,21 Sie aber drohten ihnen noch weiter und ließen sie frei, weil sie wegen des Volkes keinen Weg fanden, sie zu bestrafen; denn alle priesen Gott über dem, was geschehen war.

 


Weiteres auf Gladium Spiritus zum Thema Dienst

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Prosa: Meine Arbeit bei dem größten Arbeitgeber der Welt- Gott

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Die Gefahr des leblosen Bibelstudiums

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Zur Zeit lese ich das Buch  Seelsorge mit der Bibel von Jay E. Adams. Auf Seite 38 haben mir folgende Zeilen viel zu denken gegeben:

Lernen um des Lernens willen führt auf diesem Gebiet dazu, dass die Bibel nur noch zum Argumentieren benutzt wird. Sie gibt dann nur noch Auskunft zu geschichtlichen und dogmatischen Fragen und bestenfalls einige Anweisungen moralischer Art.

Als Bibelschüler weiß ich genau, was das bedeutet und jeder, der sich intensiv mit dem Wort Gottes auseinandersetzt, versteht diesen Gedanken. Die Bibel soll nicht gelesen werden nur um sein Wissen zu vermehren oder einen guten Standpunkt in Diskussionen zu haben, sondern sie soll gelebt werden! Bei mir merke ich es, dass ich denke „Aha, noch eine Verheißung, die muss ich im Text markieren“ ohne aber einen Schritt zurück zu machen und zu sagen „Herrlich, noch eine Verheißung für mich!“.  Deshalb folgert Adams:

Prediger und Pastoren sollen ihren Gemeindegliedern deshalb helfen, die Bibel auch praktisch anzuwenden. Sie werden sich und ihren Gemeindegliedern damit viel Kopfzerbrechen und viele Stunden seelsorgerliches Gespräch ersparen.

Die Bibel nur um des Wissens und des Lernens zu studieren ist eine große Fehlentscheidung. Bibelschulen zu besuchen, nur um einen Abschluss zu bekommen oder sein Bibelwissen zu vermehren trägt eine große Gefahr in sich: Denn wenn eine Bibelschule oder das Bibelstudium einen Christen nicht heiliger und reiner macht, macht es ihn nur zu einem besseren Heuchler.

Ich wünsche deshalb jedem Christen, insbesondere aber Bibelschülern und Theologiestudenten, dass ihr Glaube nicht nur eine Kopfsache wird, sondern das gesamte Leben prägt und die Worte Gottes im Leben umgesetzt werden.

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Christliche Partnersuche im Internet

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Vorgeschichte

Eines Tages schrieb mich der Autor diese Bloges an und fragte mich, ob ich nicht Interesse hätte einer Anfrage zu beantworten, die ihn per E-Mail erreichte. Die Anfrage hatte folgende Fragen:

Denken Sie, dass eine christliche Singlebörse etwas Gutes bewirkt oder total überflüssig ist? Denken Sie, dass Gott auch ein elektronisches Medium nutzt um Menschen zusammenzuführen oder ob Christen mit einer Partnerbörse Gott ins Handwerk pfuschen? Welche Ratschläge können Sie anderen Christen mit auf den Weg geben? Welche Erfahrungen haben Sie gesammelt?

Das sind viele Fragen. Natürlich könnte man sie auch in ein oder zwei Sätzen abarbeiten. Ich denke jedoch nicht, dass der Leser dadurch einen Segen und Hilfe in seinen Problemen bekommt. Deshalb folgt hier eine etwas länger Auseinandersetzung mit dem Thema.

Wie schon in den Eingangsfragen zu merken war, ist das Thema ein heißes Eisen. Besonders unter Christen gibt es da viel Konfliktpotenzial. Da wir als Christen versuchen in allen Dingen den Willen Gottes zu erkennen und auch zu befolgen, kommt es besonders in dieser Frage vor, dass sogar Freunde unterschiedlicher Meinung sein können. Eine Entscheidung für einen Ehepartner ist in der Regel endgültig. Denn die Bibel selbst sagt: Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden. (Mt. 19,6) Hier stellt sich nun die Frage: Woran erkenne ich, dass Gott uns zusammengeführt hat? Oder anders gefragt: Welche Hilfsmittel verwendet Gott um Menschen zusammenzuführen?

Um die Fragen zu beantworten, müssen wir im erst Schritt definieren, was Partnervermittlung im Internet bedeutet.

Partnervermittlung im Internet

Liebe ist einer der stärksten, ich möchte sogar sagen das stärkste Gefühl, das einen Menschen antreibt. Gleichzeitig ist es auch etwas, was den Menschen sehr verletzlich macht. Schon früh hat man versucht die Kraft der Liebe ohne der Verletzlichkeit zu haben. Aus diesem Grund gab es schon seit langer Zeit verschiedene Formen der Partnervermittlung. Davon lesen wir schon in 1. Mose 24 als Abraham seinen Diener sendet, um seinem Sohn eine Frau zu finden.

Aus den persönlichen Kontakten wurden mit der Verbreitung der Schrift und zuletzt dem Buchdruck auch schriftliche Kontakte möglich. Menschen haben in der Zeitung inseriert und dort Partner gesucht. Mit den neuen technischen Medien hat es sich nun in das Internet verlagert. Durch eine Partnervermittlung im Internet lassen sich viele Aufgaben oder Hürden bei der Partnersuche leichter meistern. Man kann mehr über sich erzählen und damit auch mehr von einem potentiellen Partner erfahren. Durch verschieden Filter und Algorithmen kann der „am Besten passende“ Partner gefunden werden. Das Anschreiben und Aussuchen erfolgt aus der vertrauten Umgebung (in der Regel Zuhause) heraus. Die Auswahl ist viel größer. Kurz gesagt ist Partnervermittlung im Internet so erfolgreich, weil es einfach zu Bedienen ist, viele Informationen zur Verfügung stellt und eine bessere Kontrolle erlaubt.

Warum verwenden Menschen eine Partnervermittlung im Internet

Es gibt zwei Gründe, warum eine Partnervermittlung eingesetzt wird. Einmal aus externen Gründen wenn es z.B. um arrangierte Ehen geht (nicht Teil der Betrachtung) oder aus internen Gründen, weil man selber keinen Partner findet.

Aus meiner eigenen Beobachtungen, die ich im Laufe der Zeit gemacht habe, sehe ich folgenden Grund, warum Christen das Gefühl haben eine Partnervermittlung nutzen zu müssen.

Das Internet ist der Strohhalm, an den sich die Menschen klammern um doch noch einen Partner zu finden. Natürlich gibt es darunter auch Menschen, die es nur ausprobieren möchten. Das sind jedoch Ausnahmen und über kurz oder lang die Karteileichen in der Datenbank. Die Methoden aus den früheren Zeiten hatten auch den selben Grund. Angefangen an dem Beispiel aus 1. Mose 24 über Mail-Order-Brides aus Amerika, bis hin zu Zeitungsanouncen aus dem 19. Jahrhundert, in denen verliebte Paare verschlüsselt kommunizierten.

Alle diese Fälle hatten eines gemeinsam: Das Angebot hat die Nachfrage nicht gedeckt. Wenn es eine andere Möglichkeit geben würde, würde sie genutzt werden. Das sieht man auch an den Profilen und Fragen, die die Nutzer stellen. Am Ende jeder Vermittlung steht ja der physische Kontakt. Je früher er hergestellt werden kann, desto glücklicher und zufriedener wird der Mensch.

Ist nun die Partnervermittlung im Internet schlecht oder gut?

Das kommt ganz darauf an und leider ist es auch ein bisschen kompliziert.

In der heutigen Zeit hat man durch die große Anzahl der Möglichkeiten Schwierigkeiten die richtige Entscheidung zu treffen. Man will natürlich alles richtig machen und auch das Beste für sich aussuchen. Leider muss ich feststellen, dass manche nur sich selbst verwirklichen möchten und überzogene Erwartungen an den potentiellen Partner haben. Das führt dann dazu, dass erstens durch die lange Wartezeit die Auswahl immer kleiner wird und aus dieser Auswahl am Ende niemand passt. Natürlich ist die Auswahl an gutaussehenden Pastoren unter 30, die die Familie auf den Platz 1 stellen sehr eingeschränkt. Und ein hübsches Mädchen mit Traumfigur unter 25, die ein Studium abgeschlossen hat und bereit ist, den Hausstand zu schmeißen, während der Mann sich alle 4 Jahre den neuesten Audi gönnt wird sich auch schwer finden lassen.

Wenn man zu dieser Kategorie Mensch zählt (Meistens sind es die Männer), sage ich, dass es falsch ist die Partnervermittlung im Internet zu verwenden. Hier heißt es an seinen Selbstbild und Ego zu arbeiten. Eine Partnervermittlung im Internet wird hier nicht weiterhelfen, sondern ist eher kontraproduktiv.

Es gibt jedoch auch den anderen Fall. Wenn man schon lange gesucht hat, die eigenen Ansprüche angepasst sind und sich immer noch nichts ergeben hat, kann das Internet ein Ausweg sein. Nach meiner Beobachtung sind das oft Frauen, welche durch die Erziehung und der Gemeinde gezwungen sind, passiv auf jemanden zu warten. Wie wir jedoch in den Gemeinden beobachten können, ist es leider so, dass es einen Überhang an Mädchen und Frauen gibt. Wenn Frauen und Mädchen nun die Auswahl an potentiellen Partnern vergrößern möchten, sehen sie neben dem Internet leider nur die Möglichkeit, die Gemeinde zu verlassen und jemanden Ungläubiges zu Heiraten. In diesem Fall ist es besser einen christlichen Partner über das Internet zu finden, als aus der Gemeinde auszutreten und das Glück in der Welt zu suchen.

Welche Hilfsmittel verwendet Gott um Menschen zusammenzuführen?

Nun kommen wir zurück zu der Ausgangsfrage. Ich denke Gott verwendet alle Hilfsmittel, die er für notwendig hält um Menschen zusammenzuführen. Diese Hilfsmittel ändern sich im Laufe der Zeit. Früher war es ein Bote, welcher eine Nachricht mündlich überbracht hat. Im Lauf der Zeit wurden es Briefe und Zeitungsannoncen. Heute bietet das Internet diese Hilfe an.

Es bringt nichts, einige dieser Hilfsmittel zu verdammen oder schlecht zu reden. Insbesondere durch das Internet sehen wir oft, was in der Gemeinde schief läuft. Wenn in einer Gemeinde unproportional viele Beziehung über das Internet angebahnt werden, liegt das nicht an dem bösen Internet oder der verdorbenen Jugend. Das Problem ist die fehlende Perspektive in der Gemeinde. Die Menschen versuchen das was ihnen fehlt zu kompensieren. Insbesondere in der Frage der Partnersuche und Ehe kommt es leider oft vor, dass die Probleme, die jemand hat, der nicht in einer festen Beziehung ist, klein geredet werden.

Was kann / solle ich tun?

Pastor / Verantwortlicher

Die Ursache des Problems analysieren. Verbote bringen in der Regel nicht die gewünschten Resultate, sondern richten im Zweifel eher Schaden an. Unter Umständen ist es auch Möglich, dass ein Mensch durch das Internet einen Partner fürs Leben findet.

Single / Suchender

Die Ursache des Problems analysieren. Das Internet wird sie nicht lösen. Ja es gibt Erfolgsgeschichten. Aber auch wenn sich jede 11 Minuten ein Paar findet, heißt das rein statistisch, dass im Durchnschnitt die Wartezeit für einen Treffer mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte beträgt. Investiere lieber die Zeit in gute Eheberatungsliteratur oder bei Besuchen unter Freunden und anderen Gemeinden. Das ist definitiv erfolgreicher.

Freund / Begleiter

Sorge dafür, dass der Single eine perspektive in der Gemeinde sieht. Es bringt dem Suchenden nicht mittels Anekdoten oder Schreckensgeschichten einen Weg vorzugeben. Für jeden jungen Mann ist der Weg zu der Jungfrau anders (frei nach Sprüche 30:19). Für uns heißt es den Menschen zu unterstützen und ihm auch die Hilfsmittel, die er Benötigt zu reichen.

Würdest du die Partnersuche im Internet empfehlen?

Nein.

Aber ich würde es nicht verdammen. Genau so, wie ich das Trinken von Wodka nicht empfehlen werde, ich es aber unter Umständen für medizinische Zwecke in Maßen erlauben würde.