Christliche Partnersuche im Internet

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Vorgeschichte

Eines Tages schrieb mich der Autor diese Bloges an und fragte mich, ob ich nicht Interesse hätte einer Anfrage zu beantworten, die ihn per E-Mail erreichte. Die Anfrage hatte folgende Fragen:

Denken Sie, dass eine christliche Singlebörse etwas Gutes bewirkt oder total überflüssig ist? Denken Sie, dass Gott auch ein elektronisches Medium nutzt um Menschen zusammenzuführen oder ob Christen mit einer Partnerbörse Gott ins Handwerk pfuschen? Welche Ratschläge können Sie anderen Christen mit auf den Weg geben? Welche Erfahrungen haben Sie gesammelt?

Das sind viele Fragen. Natürlich könnte man sie auch in ein oder zwei Sätzen abarbeiten. Ich denke jedoch nicht, dass der Leser dadurch einen Segen und Hilfe in seinen Problemen bekommt. Deshalb folgt hier eine etwas länger Auseinandersetzung mit dem Thema.

Wie schon in den Eingangsfragen zu merken war, ist das Thema ein heißes Eisen. Besonders unter Christen gibt es da viel Konfliktpotenzial. Da wir als Christen versuchen in allen Dingen den Willen Gottes zu erkennen und auch zu befolgen, kommt es besonders in dieser Frage vor, dass sogar Freunde unterschiedlicher Meinung sein können. Eine Entscheidung für einen Ehepartner ist in der Regel endgültig. Denn die Bibel selbst sagt: Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden. (Mt. 19,6) Hier stellt sich nun die Frage: Woran erkenne ich, dass Gott uns zusammengeführt hat? Oder anders gefragt: Welche Hilfsmittel verwendet Gott um Menschen zusammenzuführen?

Um die Fragen zu beantworten, müssen wir im erst Schritt definieren, was Partnervermittlung im Internet bedeutet.

Partnervermittlung im Internet

Liebe ist einer der stärksten, ich möchte sogar sagen das stärkste Gefühl, das einen Menschen antreibt. Gleichzeitig ist es auch etwas, was den Menschen sehr verletzlich macht. Schon früh hat man versucht die Kraft der Liebe ohne der Verletzlichkeit zu haben. Aus diesem Grund gab es schon seit langer Zeit verschiedene Formen der Partnervermittlung. Davon lesen wir schon in 1. Mose 24 als Abraham seinen Diener sendet, um seinem Sohn eine Frau zu finden.

Aus den persönlichen Kontakten wurden mit der Verbreitung der Schrift und zuletzt dem Buchdruck auch schriftliche Kontakte möglich. Menschen haben in der Zeitung inseriert und dort Partner gesucht. Mit den neuen technischen Medien hat es sich nun in das Internet verlagert. Durch eine Partnervermittlung im Internet lassen sich viele Aufgaben oder Hürden bei der Partnersuche leichter meistern. Man kann mehr über sich erzählen und damit auch mehr von einem potentiellen Partner erfahren. Durch verschieden Filter und Algorithmen kann der „am Besten passende“ Partner gefunden werden. Das Anschreiben und Aussuchen erfolgt aus der vertrauten Umgebung (in der Regel Zuhause) heraus. Die Auswahl ist viel größer. Kurz gesagt ist Partnervermittlung im Internet so erfolgreich, weil es einfach zu Bedienen ist, viele Informationen zur Verfügung stellt und eine bessere Kontrolle erlaubt.

Warum verwenden Menschen eine Partnervermittlung im Internet

Es gibt zwei Gründe, warum eine Partnervermittlung eingesetzt wird. Einmal aus externen Gründen wenn es z.B. um arrangierte Ehen geht (nicht Teil der Betrachtung) oder aus internen Gründen, weil man selber keinen Partner findet.

Aus meiner eigenen Beobachtungen, die ich im Laufe der Zeit gemacht habe, sehe ich folgenden Grund, warum Christen das Gefühl haben eine Partnervermittlung nutzen zu müssen.

Das Internet ist der Strohhalm, an den sich die Menschen klammern um doch noch einen Partner zu finden. Natürlich gibt es darunter auch Menschen, die es nur ausprobieren möchten. Das sind jedoch Ausnahmen und über kurz oder lang die Karteileichen in der Datenbank. Die Methoden aus den früheren Zeiten hatten auch den selben Grund. Angefangen an dem Beispiel aus 1. Mose 24 über Mail-Order-Brides aus Amerika, bis hin zu Zeitungsanouncen aus dem 19. Jahrhundert, in denen verliebte Paare verschlüsselt kommunizierten.

Alle diese Fälle hatten eines gemeinsam: Das Angebot hat die Nachfrage nicht gedeckt. Wenn es eine andere Möglichkeit geben würde, würde sie genutzt werden. Das sieht man auch an den Profilen und Fragen, die die Nutzer stellen. Am Ende jeder Vermittlung steht ja der physische Kontakt. Je früher er hergestellt werden kann, desto glücklicher und zufriedener wird der Mensch.

Ist nun die Partnervermittlung im Internet schlecht oder gut?

Das kommt ganz darauf an und leider ist es auch ein bisschen kompliziert.

In der heutigen Zeit hat man durch die große Anzahl der Möglichkeiten Schwierigkeiten die richtige Entscheidung zu treffen. Man will natürlich alles richtig machen und auch das Beste für sich aussuchen. Leider muss ich feststellen, dass manche nur sich selbst verwirklichen möchten und überzogene Erwartungen an den potentiellen Partner haben. Das führt dann dazu, dass erstens durch die lange Wartezeit die Auswahl immer kleiner wird und aus dieser Auswahl am Ende niemand passt. Natürlich ist die Auswahl an gutaussehenden Pastoren unter 30, die die Familie auf den Platz 1 stellen sehr eingeschränkt. Und ein hübsches Mädchen mit Traumfigur unter 25, die ein Studium abgeschlossen hat und bereit ist, den Hausstand zu schmeißen, während der Mann sich alle 4 Jahre den neuesten Audi gönnt wird sich auch schwer finden lassen.

Wenn man zu dieser Kategorie Mensch zählt (Meistens sind es die Männer), sage ich, dass es falsch ist die Partnervermittlung im Internet zu verwenden. Hier heißt es an seinen Selbstbild und Ego zu arbeiten. Eine Partnervermittlung im Internet wird hier nicht weiterhelfen, sondern ist eher kontraproduktiv.

Es gibt jedoch auch den anderen Fall. Wenn man schon lange gesucht hat, die eigenen Ansprüche angepasst sind und sich immer noch nichts ergeben hat, kann das Internet ein Ausweg sein. Nach meiner Beobachtung sind das oft Frauen, welche durch die Erziehung und der Gemeinde gezwungen sind, passiv auf jemanden zu warten. Wie wir jedoch in den Gemeinden beobachten können, ist es leider so, dass es einen Überhang an Mädchen und Frauen gibt. Wenn Frauen und Mädchen nun die Auswahl an potentiellen Partnern vergrößern möchten, sehen sie neben dem Internet leider nur die Möglichkeit, die Gemeinde zu verlassen und jemanden Ungläubiges zu Heiraten. In diesem Fall ist es besser einen christlichen Partner über das Internet zu finden, als aus der Gemeinde auszutreten und das Glück in der Welt zu suchen.

Welche Hilfsmittel verwendet Gott um Menschen zusammenzuführen?

Nun kommen wir zurück zu der Ausgangsfrage. Ich denke Gott verwendet alle Hilfsmittel, die er für notwendig hält um Menschen zusammenzuführen. Diese Hilfsmittel ändern sich im Laufe der Zeit. Früher war es ein Bote, welcher eine Nachricht mündlich überbracht hat. Im Lauf der Zeit wurden es Briefe und Zeitungsannoncen. Heute bietet das Internet diese Hilfe an.

Es bringt nichts, einige dieser Hilfsmittel zu verdammen oder schlecht zu reden. Insbesondere durch das Internet sehen wir oft, was in der Gemeinde schief läuft. Wenn in einer Gemeinde unproportional viele Beziehung über das Internet angebahnt werden, liegt das nicht an dem bösen Internet oder der verdorbenen Jugend. Das Problem ist die fehlende Perspektive in der Gemeinde. Die Menschen versuchen das was ihnen fehlt zu kompensieren. Insbesondere in der Frage der Partnersuche und Ehe kommt es leider oft vor, dass die Probleme, die jemand hat, der nicht in einer festen Beziehung ist, klein geredet werden.

Was kann / solle ich tun?

Pastor / Verantwortlicher

Die Ursache des Problems analysieren. Verbote bringen in der Regel nicht die gewünschten Resultate, sondern richten im Zweifel eher Schaden an. Unter Umständen ist es auch Möglich, dass ein Mensch durch das Internet einen Partner fürs Leben findet.

Single / Suchender

Die Ursache des Problems analysieren. Das Internet wird sie nicht lösen. Ja es gibt Erfolgsgeschichten. Aber auch wenn sich jede 11 Minuten ein Paar findet, heißt das rein statistisch, dass im Durchnschnitt die Wartezeit für einen Treffer mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte beträgt. Investiere lieber die Zeit in gute Eheberatungsliteratur oder bei Besuchen unter Freunden und anderen Gemeinden. Das ist definitiv erfolgreicher.

Freund / Begleiter

Sorge dafür, dass der Single eine perspektive in der Gemeinde sieht. Es bringt dem Suchenden nicht mittels Anekdoten oder Schreckensgeschichten einen Weg vorzugeben. Für jeden jungen Mann ist der Weg zu der Jungfrau anders (frei nach Sprüche 30:19). Für uns heißt es den Menschen zu unterstützen und ihm auch die Hilfsmittel, die er Benötigt zu reichen.

Würdest du die Partnersuche im Internet empfehlen?

Nein.

Aber ich würde es nicht verdammen. Genau so, wie ich das Trinken von Wodka nicht empfehlen werde, ich es aber unter Umständen für medizinische Zwecke in Maßen erlauben würde.

 

Der außergewöhnlichste Familienblog Deutschlands

Ich muss zugeben, ich bin nicht gerade der Mami- und Familienblogleser und scrolle nur mal hier und dort durch solche Seiten. Aber einen Blog, einen neuen Familienblog fand ich hochinteressant. Es ist keine Durchschnittsfamilie mit 2 oder 3 Kindern. Auch keine Großfamilie mit 4 oder 5 Kindern, sondern eine Riesengroßfamilie mit ganzen 9 Kindern! Unbenannt

Der Blog heißt schlicht und ergreifend:  9Kids und ist unter der Adresse https://www.9kids.de/blog zu finden.

Wenn die Zweifel kommen, ob der Glaube wirklich für den Himmel reicht

Zweifel- wer kennt sie nicht? Irgendwo in uns taucht ein unbegründeter, sinnloser Gedanke auf, der uns Fragen stellt, die Niemand beantworten kann. Zweifel an Dingen und Taten, die wir bisher als natürlich und logisch gesehen haben, nun aber nicht wirklich erklären können. Und so brennt sich Tag für Tag ein Gedanke in uns, bis wir ausgebrannt auf die Knie sinken und zu Gott um Hilfe rufen bis wir merken, dass die Antwort doch so einfach ist.

Ein großer Zweifel, der bei Christen immer wieder auftaucht, ist: „Reicht mein Glaube um in den Himmel zu kommen?“ Man zweifelt daran, dass es wirklich ausreicht, wenn man  „nur“ an Jesu glaubt. „Mann muss doch etwas tun“ denkt man bei sich. Aber in Wirklichkeit wird Zweifel an dem Werk Jesu gesät. Man fragt sich: „Reicht das Werk Jesu am Kreuz wirklich aus? Muss ich nicht noch etwas tun, um in den Himmel zu kommen?“ Aber die Antwort ist: JA, Jesu Tod am Kreuz reicht wirklich aus! Mehr kann dich nicht retten, es ist alles schon vollbracht! Tröstend sind für dich in dieser Lage die Worte aus Römer 5,8-10:

Römer 5,8-10: Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Wieviel mehr nun werden wir, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt worden sind, durch ihn vor dem Zorn errettet werden! Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, wieviel mehr werden wir als Versöhnte gerettet werden durch sein Leben!

Wenn wir als Ungläubige damals aus der Sünde errettet wurden, werden wir nicht jetzt, wo wir Gläubig sind, von dem Zorn errettet? Wie kann man dann noch sagen, wir müssen etwas tun, um unsere Rettung zu verdienen? Als Christen haben wir die Gewissheit, dass wir, die wir durch sein Blut gerechtfertigt sind, durch Jesus auch vom Zorn errettet werden! So hat es uns Gott versprochen. Und in dieser Hoffnung dürfen wir leben: Nicht in der Furcht, dass unser Leben doch nicht reichen wird, um in den Himmel zu kommen, sondern in dem freudigen Glauben, dass Jesus für uns am Kreuz alles vollbracht hat, und wir durch Ihn vor dem Zorn errettet werden!

Wer in dieser Gewissheit lebt, wird ein fruchtbares Leben führen.

Bibelvers Wallpaper: Hebräer 10,23

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Heb. 10,23: Lasst uns festhalten am Bekenntnis der Hoffnung.

Wir Christen haben eine herrliche Hoffnung, die keiner sonst auf der Welt hat: Die Hoffnung, ja sogar die Gewissheit, dass wir ein ewiges Leben in der Nähe Gottes verleben werden. Und daran dürfen uns sollen wir festhalten: der Wert dieser Hoffnung ist einfach unbeschreiblich!

 


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Anspiel: Weihnachten 1944

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Sprecher: Wir schreiben das Jahr 1944. Der zweite Weltkrieg ist voll im Gange und das Blut tausender Soldaten schreit von den Schlachtfeldern Europas gen Himmel. Tausende junge Männer und kräftige Familienväter traf das Los, nie wieder in die Heimat zurückzukehren. In Deutschland blieben fast nur Frauen, Kinder und alte Väter zurück. Auch der 13 Jährige Reinhold Kerstan lebte mit seiner Familie in dem schon zerbombten Berlin. Immer näher kamen die alliierten Streitkräfte und bedrohten Berlin. Oft hörte man nachts Sirenen und sich nahende Bomber. Die darauffolgenden Bombenexplosionen brachten den Schrecken der sich nahenden Front mitten in die Stadt herein.

Im Spätsommer 1944 erreichte folgende Nachricht das Lettow-Vorbeck-Gymnasium in Berlin

H.Grothe: Liebe Schüler, heute hat mich eine Nachricht von unserer fürsorglichen Partei erreicht. Wir sollten, weil die feindlichen Streitkräfte Berlin so sehr unter Beschuss nehmen, evakuiert werden. Alle Schüler des Gymnasiums werden nach Tschechien gebracht. Dort wird man sich weiter um euer Wohl sorgen.
Sprecher: Tschechien? Das hörte sich aber spannend an! Alle Jungs waren zuerst Feuer und Flamme, als sie aber begriffen, dass es für sie ein langer Aufenthalt in einem fernen Gebiet sein wird, wurden es ihnen mulmig zumute. Aber Befehl war Befehl, und dem durfte man nicht ungehorsam sein. Erst recht nicht, wenn man zu der Hitler-Jugend gehören will. Also blieb Reinhold nichts anders übrig, als seine Sachen zu packen und mit nach Tschechien zu fahren. Als der Tag des Abschieds gekommen war, stand Reinhold mit seinem Vater an der Tür und verabschiedete sich von seiner Mutter
Mutter: Gott segne dich mein Junge!
Sprecher: Hatte die Mutter gesagt und ihre Hand auf seinen Kopf gelegt. Tränen standen ihr in den Augen. Sie nahm in fest in den Arm, als ob sie ihn nicht gehen lassen wollte.
Reinhold: Ich werde oft schreiben, Mutter
Sprechen: Ihm war nach weinen zumute, aber er unterdrückte es. Deutsche Jungen weinen nicht, hatte er immer wieder gehört.
Mutter: Und les auch jeden Tag in deiner Bibel, hörst du!
Reinhold: Ja, Mutter, ich verspreche es
Sprecher: Ohne einen einzigen Blick zurückzuwerfen machte sich Reinhold mit seinem Vater auf den Weg. Stolz saß er neben seinem Vater im Zug, der bis zu Kriegsbeginn Pfarrer in Berlin war und gar nicht glücklich über die Entwicklung war, die das Deutsche Reich genommen hat. Aber wenigstens konnte er seinen Sohn bis nach Tschechien begleiten, bevor er selber wieder an die Front musste.

In Tschechien angekommen wurden Reinhold in die große Villa Fragner gebracht. Fast hundert Jungen wohnten schon dort und nach der Hopfenernte kamen noch einmal 60 Jungen dazu. So waren fast 160 Jungs der Hitlerjugend in einem Haus untergebracht, um von der Propaganda der NSDAP indoktriniert zu werden. Alle Bereiche des Lebens waren betroffen, sogar das Weihnachtsfest. An Heiligabend versammelte der Schulleiter die Jungs.

H.Grothe: Jungs, heute ist Heiligabend. Und wir werden dafür sorgen, dass die Weihnachtsfeiertage sinnvolle Tage werden! Kurt, komm mal her!
Kurt Jawohl, Herr Grothe
H.Grothe: Kurt, du als Fähnleinführer dieser Jungen suchst dir noch drei andere Jungs aus und gehst in den Wald um einen Baum zu besorgen
Kurt Jawohl Herr Grothe, wird ausgeführt. Aber was machen wir, wenn wir von den Partisanen angegriffen werden. Wir befinden uns hier auf feindlichem Gebiet
H.Grothe: Ihr macht das was ich euch befohlen habe- geht!
Sprecher: Ein paar Stunden später kamen sie mit einem riesigen Tannenbaum zurück- unbeschadet.

Herr Grothe kam irgendwie in Weihnachtsstimmung als die Gruppe der Jungen sich bemühten den großen Baum in der Eingangshalle der Villa aufzurichten. Aber als der Baum dann stand, war er wieder der alte.

H.Grothe: Los, Jungen, ab in die Klassen. Dort wird Schmuck gebastelt, der den Führer und das Vaterland ehrt. Wir wollen den Baum mit hunderten kleinen Hakenkreuzfahnen schmücken und nicht mit diesem Unsinn von Sternen, Engel und Flitter.
Sprecher: Enttäuscht machten sich die Jungen auf den Weg
Reinhold: Hakenkreuzfahnen auf dem Weihnachtsbaum? Wo gibt es denn sowas?
Richard: Im dritten Reicht gibt es sowas! Das habe ich auch noch nie gesehen. Traurig, und Weihnachten war doch immer so schön. Mit den Lichtern und dem bunten Schmuck…

So, jetzt sind wir im Klassenzimmer angekommen.

Reinhold: Siehst du, der Herr Grothe steht schon da. Der will uns bestimmt wieder einen Vortrag über Führer, Volk und Vaterland halten.
Richard: Ja, der fängt schon an. So als ob es an Weihnachten nicht um Jesus sondern um Hitler geht.
Sprecher: Nachdem Herr Grothe seine Rede beendet hatte, verließ er die Klasse und überließ dem Fähnleinführer Kurt die Aufsicht, während die ganze Klasse die schwarz-weiß-roten Flaggen bastelte.
Reinhold Warum singen wir nicht Weihnachtslieder
Richard: Gute Idee, aber ich kann damit nicht anfangen
Sprecher: Als ob der Fähnleinführer das gehört hätte, fing er an zu singen:

 


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Weihnachten 1944.pdf


Quelle

Entlehnt aus dem Buch „Helden sollten wir sein: Eine Kindheit in den Kriegsjahren“ von Reinhold Kerstan, SCM R.Brockhaus, 2002.


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Nur auf Durchreise- Christlicher Wallpaper Hebräer 13,14

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Hebräer 13,14: Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.

Vergiss nie, dass in einigen Minuten dein Leben vorbei sein kann.
Vergiss nie, dass du nach deinem Tod nur wenigen in Erinnerung bleibst.
Vergiss nie, dass ein Großteil von unseren Werken mit 16 Zahlen auf einem Grabstein zusammengefasst werden.
Vergiss nie, dass du hier auf der Erde nur auf der Durchreise bist und nach dir wieder Menschen kommen werden, an die sich keiner mehr erinnern wird.
Vergiss nie, dass es nötig ist, sich auf das Leben nach der Reise vorzubereiten.
Vergiss nie, dass alleine Gott und sein Wort dir den Weg in dieser Durchreise erleuchten können.
Vergiss nie, dass du dazu berufen bist, die zukünftige Stadt, das ewige Leben zu suchen.

 


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Was wir von Kindern lernen können- Predigt

Was wir von Kindern lernen können

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Eine Predigt zu den Versen aus Matthäus 18,1-4

Zu jener Stunde traten die Jünger zu Jesus und sprachen: Wer ist wohl der Größte im Reich der Himmel? Und Jesus rief ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel kommen! Wer nun sich selbst erniedrigt wie dieses Kind, der ist der Größte im Reich der Himmel.

Bibelvers Wallpaper: 2.Mose 4,12

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2.Mose 4,12: So geh nun hin: Ich will mit deinem Mund sein und dich lehren, was du sagen sollst!«

Kein Mensch kann zu hundert Prozent wissen, welcher Mensch, welche Worte zu welchem Zeitpunkt braucht. Auch der einfühlsamste und liebevollste Mensch hat selbst mit freundlichen und lieben Worten hin und wieder nicht das richtige getroffen. Was wir unseren Mitmenschen sagen, ist oft nur ein Versuch, im Dunkeln auf eine schlecht sichtbare Zielscheibe in einem Porzellanladen zu schießen- immer wieder treffen wir nicht das was wir wollten. Wie gut ist es, wenn wir jemanden bitten können, der in die Herzen der Menschen schauen kann und fähig ist diese auch zu lenken. So kann Gott in das Herz meines Nächsten schauen und sehen was ihm fehlt, und mir, der ich ihn darum bitte die richtigen Gedanken ins Herz zu legen, mit denen meinem Nächsten geholfen werden kann. Jeder Christ sollte Gott darum bitten, ihm zu helfen, im richtigen Moment das richtige sagen zu können.

Sprüche 25,11: Wie goldene Äpfel in silbernen Schalen, so ist ein Wort, gesprochen zur rechten Zeit.

Alle Sabbat und Hall- und Jubeljahre der Geschichte

Ganz zu Beginn des Wirkens Jesu, liest er in der Synagoge von Nazareth aus der Schriftrolle von Jesaja. Vor allen Zuhörern spricht der Zimmermann Jesus folgende Verse:

Lukas 4,18-19 »Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden; er hat mich gesandt, zu heilen, die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu verkünden und den Blinden, dass sie wieder sehend werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen, um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn.«

Nachdem Jesus das gelesen hatte, bezog er diese Stelle auf sich- als Dank dafür und in großem Unglauben unterbrach ihn die Volksmenge in seiner Ansprache, stieß ihn aus der Synagoge hinaus und wollten ihn in einen Abgrund stürzen. Jesus aber bewies seine große Macht darin, dass er an der Klippe angekommen sich einfach umdrehte und durch die Menschenmenge zurückging, ohne dass diese ihm etwas antun konnten.

Die Auslegung ist für uns heute genauso Interessant, wie die damals für die Juden in Kapernaum. Denn neben der Bedeutung, dass Jesus hier bezeugt, dass er der Messias ist und Jesaja von ihm prophezeiht hat, hat auch eine andere, historische Bedeutung die Bibelleser interessiert.

Der Vers 19 „um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn“ machte eine Bibelforscher aufmerksam: Die „Befreiung“ und „Freiheit“, die in dem 18. Vers erwähnt wird, deutet auf die Praktiken hin, die laut dem Gesetz Moses für die Sabbatjahre vorgesehen waren. Deswegen haben sich die Bibelforscher immer wieder darüber unterhalten, ob nicht gerade bei Jesu Wirkensbeginn 27n.Chr. ein Sabbat oder gar ein Jubeljahr gewesen ist.

Allen voran Floyd Nolen Jones, der versucht hat, das „angenehme Jahr des Herrn“ als Hall-und Jubeljahr zu deuten. In seinem Buch findet sich folgende Tabelle aller errechneten Jubeljahre von 1394 v.Chr, dem ersten Jubeljahr in Kanaan, bis 2085, dem letzten in dem 21. Jahrhundert:

Alle Jubeljahre
1 1395 v.Chr 23 317 v.Chr 45 762 n.Chr 67 1840 n.Chr
2 1346 v.Chr 24 268 v.Chr 46 811 n.Chr 68 1889 n.Chr
3 1297 v.Chr 25 219 v.Chr 47 860 n.Chr 69 1938 n.Chr
4 1248 v.Chr 26 170 v.Chr 48 909 n.Chr 70 1987 n.Chr
5 1199 v.Chr 27 121 v.Chr 49 958 n.Chr 71 2036 n.Chr
6 1150 v.Chr 28 72 v.Chr 50 1007 n.Chr 72 2085 n.Chr
7 1101 v.Chr 29 23 v.Chr 51 1056 n.Chr
8 1052 v.Chr 30 27 n.Chr 52 1105 n.Chr
9 1003 v.Chr 31 76 n.Chr 53 1154 n.Chr
10 954 v.Chr 32 125 n.Chr 54 1203 n.Chr
11 905 v.Chr 33 174 n.Chr 55 1252 n.Chr
12 856 v.Chr 34 223 n.Chr 56 1301 n.Chr
13 807 v.Chr 35 272 n.Chr 57 1350 n.Chr
14 758 v.Chr 36 321 n.Chr 58 1399 n.Chr
15 709 v.Chr 37 370 n.Chr 59 1448 n.Chr
16 660 v.Chr 38 419 n.Chr 60 1497 n.Chr
17 611 v.Chr 39 468 n.Chr 61 1546 n.Chr
18 562 v.Chr 40 517 n.Chr 62 1595 n.Chr
19 513 v.Chr 41 566 n.Chr 63 1644 n.Chr
20 464 v.Chr 42 615 n.Chr 64 1693 n.Chr
21 415 v.Chr 43 664 n.Chr 65 1742 n.Chr
22 366 v.Chr 44 713 n.Chr 66 1791 n.Chr

Und es zeigt sich, dass im Jahr 27 n.Chr. ein Jubeljahr gewesen ist- Das ist genau das Jahr, in dem Jesus in der Synagoge von Kapernaum stand und die Verse aus Jesaja 61,1-2 vorgelesen hat. Eine sehr erstaunliche Parallele!

In Beschäftigung mit dieser Thematik habe ich auch ein Kalender erstellt, in dem alle Sabbat und Jubeljahre der Geschichte eingezeichnet sind.

Wenn man den jüdischen Kalender genau nimmt, dann geht ein Jubeljahr von September bis September (Erklärung dazu hier auf Seite 288ff). In dem obigen Kalender (nach gregorianische Zählung) kann man der hebräischen Jahreszählung nicht gerecht werden, weswegen lediglich das Jahr mit dem Beginn des Jubel- bzw. Sabbatjahres markiert ist. 27 n.Chr. entspricht also dem Jubeljahr von September 27 bis September 28 n.Chr.

Für die, die sich mit der Thematik ein wenig mehr auseinandersetzen möchten oder den Kalender für andere Aufgaben brauchen, sind die Dateien als Download frei verfügbar.


Downloads

Kalender aller Sabbat und Jubeljahre

Alle Sabbat und Jubeljahre.pdf

Alles Sabbat und Jubeljahre.xlsx


 

Die Welt verändern? Nicht mit Theorien!

RieneckerDownload

Fritz Rienecker: Der Mensch damals wie heute wird nicht von Theorien gepackt, sondern… von der Ganzheit und Echtheit eines „Lebens in Christo“

Du willst die Welt verändern? Die Erde zu einem schöneren Platz machen? Dann fange heute damit an! „Womit?“ fragst du jetzt bestimmt. Fritz Rienecker sagt, dass du nicht mit „Theorien“ anfangen sollst.

Was hilft es, alle Zahlen vom Waldsterben in Deutschland zu wissen, aber trotzdem sein Altöl in rostigen Kanistern hinter der Garage stehen zu haben? Was hilft es, in Internetforen heftig über die jetzige Politik zu schimpfen, aber nicht einmal den Gang zum Wahllokal zu machen? Was hilft es, ganz genau zu wissen, welcher Mensch wo und wie zu handeln hat, aber selber sein Leben nicht in den Griff zu bekommen? Was hilft es, ein großer Theologe zu sein, aber kein heiliges, echtes Leben als Christ zu führen?

Wollen wir der Welt helfen, sie verändern, die Menschen begeistern, dann geht das nicht mit bloßen Theorien sondern mit Taten. Und die wirksamste Tat ist ein echtes, ganzes und Heiliges Leben mit Christus. Das hat seit Jahrhunderten immer wieder die Welt verändert und wird in den nächsten uns gegebenen Jahren genauso wirksam sein. Nicht theoretisch abstrakte Philosophien und Diskussionen verändern die Welt zum besseren, sondern der Beginn eines Lebens mit Gott! Fange damit an und verändere die Welt!

Psalm 60,14: Mit Gott werden wir Gewaltiges vollbringen…


Quellen:

Zitat: Wuppertaler Studienbibel, Das Evangelium des Lukas, Seite 198, 13.Auflage 2000, R. Brockhaus Verlag, Wuppertal

Bild: Cover des Buches Das Schönste kommt noch von Fritz Rienecker