95 Thesen für heute – Ein Geburtstagsgeschenk für unsere Kirche

Fünf Theologiestudenten haben sich die Mühe gemacht, die 95 Thesen von 1517 neu aufzulegen, dem Volk und seinen Kirchlichen Führern aufs Maul zu schauen und sie für die heutige Situation auszulegen. Ich finde diesen Gedanken faszinierend und freue mich, dass es gleichaltrige gibt, die brennend daran interessiert sind, die Missstände der heutigen Kirche aufzudecken.

Die 95 Thesen haben sie auch als PDF Dokument zum Download bereitgestellt.

95 Thesen für die deutsche Kirche

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Fünf Theologiestudenten haben sich die Mühe gemacht, die 95 Thesen von 1517 neu aufzulegen, dem Volk und seinen Kirchlichen Führern aufs Maul zu schauen und sie für die heutige Situation auszulegen. Ich finde diesen Gedanken faszinierend und freue mich, dass es gleichaltrige gibt, die brennend daran interessiert sind, die Missstände der heutigen Kirche aufzudecken.

Die 95 Thesen haben sie auch als PDF Dokument zum Download bereitgestellt.

499 Jahre Reformation- eine Bilanz

Mein Volk war wie verlorene Schafe; ihre Hirten haben sie auf Abwege geleitet, auf den Bergen sie irregeführt; sie gingen von Berg zu Hügel, haben ihren Ruheplatz vergessen.

Jeremia 50,6

Heute Jährt sich Luthers Thesenschlag zum 499-mal und das 500 Reformationsjahr bricht nun an. Es ist höchste Zeit, einmal Bilanz zu ziehen, was sich in diesen 499 Jahren getan hat. Ob wir, als evangelische Kirchen, noch immer auf den weltverändernden Grundlagen der Reformation stehen, oder im Laufe der Zeit nur einen großen Kreis gelaufen sind und uns wieder dort angestellt haben, wo wir vor 499 Jahren begonnen haben- in einer reformationswürdigen, weitabgekommenen Organisation, die sich Kirche nennt.

Das Urteil ist leider genauso schnell wie hart gefällt. Nein, wir stehen nicht mehr auf der Grundlage des Reformators. Und ja, das, was heute „evangelische Kirche“ genannt wird, hat mehr mit der Katholischen Kirche des Mittelalters zu tun, als mit einer heiligen, reformierten Kirche der Neuzeit.

Woran man das sieht? Von außen ist ja alles in Ordnung- gut strukturiert, hoch engagiert und wertevermittelnd. Aber im inneren? Dort fault und modert es. Die theologischen Grundsätze, die die Reformation geprägt haben, gelten den heutigen Pfarrern und Theologen nicht mehr als eine Floskel auf einem Medikamentenbeipackzettel.

Sola gratia, Sola fide, Sola scriptura und das wichtigste: Solus Christus gelten heute in weiten Landstrichen Deutschlands nicht mehr!

Solus Christus- allein Jesus Christus

Das letzte, woran sich die heutigen evangelischen Theologen noch halten, ist das „Solus Christus“ der Reformation. Kaum einer behauptet heute noch, dass niemand außer Jesus den Weg zu Gott zeigt, dass man auf keinem anderen Weg Gott finden kann, als nur über Jesus Christus.  Jesus ist für viele ein Weg, nicht der Weg. Aber das ist grundlegend falsch! Jesus sagt selbst: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, als nur durch mich!“ (Joh. 14.6).

Das Traurigste an der Geschichte aber ist, dass gerade die Männer, die in deutschen Kirchen vorne stehen und die Verantwortung tragen, diesen Absolutheitsanspruch nicht mehr verkündigen wollen. Feige, zurückhaltende Toleranz wird gepredigt, fern von dem brennenden Glaubensmut unserer Väter.

Sola Scriptura- allein die Schrift

Die Autorität der Schrift? Wird von Pfarrern und Theologen nicht anerkannt. Die Unfehlbarkeit der Bibel? Diese Meinung wird systematisch aus den Köpfen der angehenden Theologen in den Hochschulen herausgewaschen- wissenschaftliche Bibelkritik wird dieser Vorgang genannt, welcher leider nicht mehr als ein Rechtfertigungsversuch für ihren Unglauben ist. Wenn Paulus sagt, dass alle Schrift von Gott eingegeben ist (2.Tim. 3,16), dann ist die Bibel, die wir in den Händen halten, reines Gotteswort. Und wenn Jesus Christus das fleischgewordene Wort ist (Joh. 1,1), dann ist die Bibel, die wir in den Händen halten, ein Abbild Jesu Christi. Genauso, wie Jesus Christus der Weg zum Vater ist, ist die Bibel die Beschreibung dazu. Glaubt man nicht mehr daran, dann hat man im Christentum einfach nichts zu suchen! Man kann Archäologe werden, Moderator oder Klempner- aber sich als Christ zu bezeichnen ist unmöglich, ja eine Gotteslästerung.

Sola Gratia- allein die Gnade

Dass allein die Gnade Gottes uns den Weg zu ihm selber zeigt, wird leider auch nicht mehr verkündigt. Es wird verkündigt und gelehrt, dass wir selber den Weg zu Gott einschlagen können: Durch gute Werke, ein vorbildhaftes Leben und soziales Engagement. Aber dass dieser Weg in die Irre führt, ist selten Thema der Verkündigung in Kirchen und Universitäten. Wenn wir den Weg zu Gott finden wollen, dann allein aufgrund seiner Gnade, durch die er Jesus Christus auf die Erde gesandt hat, um uns den Weg aus unserer Ohnmächtigkeit zu zeigen. „Aus Gnade seid ihr errettet, durch den Glauben, und das nicht aus euch- Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme“ (Epheser 2,8-9)

Sola Fide- allein der Glaube

Dass allein der Glaube rettet, wird vielleicht hin und wieder verkündigt. Aber leider so oft von Menschen, die ihn gar nicht besitzen. Was hilft es uns einem Mathematiker zuzuhören, der an der Wahrhaftigkeit des kleinen Einmaleins zweifelt? Solch ein Mathematiker würde niemals an einer Grundschule unterrichten dürfen, geschweige denn an einer Universität. Aber die evangelischen Christen, sehen die Zweifler an Gott und der Bibel als besonders groß an und stellen sie ganz oben hin: an die Kanzeln und Lehrstühle.

Was ist aus uns geworden? Was ist aus unserer Reformation geworden? Wir sind ein Gespött für die Gesellschaft! Die größten unter uns sind die, die sich an die Gesetze der Bibel nicht halten und verachteten werden die, die die Gesetze der Bibel halten. Welcher Wissenschaftszweig und welche Firma kann so überleben? Aber die evangelische Kirche meint, sie kann es! Weder an die Regeln der evangelischen Theologie noch an die Bibel hält man sich und meint, etwas Großes zu sein. Nein- nichts sind wir. Zu nichts sind wir geworden. Und Nichts werden wir bleiben, wenn nicht eine neue Reformation, eine Reformation 2.0 beginnt. Lasst uns deswegen gemeinsam umkehren, zu den fünf Solas der Reformation:

Solus Christus

Sola Scriptura

Sola Gratia

Sola Fide

Soli Deo Gloria

 

 

Versstatistik des Alten Testaments

 

Vor einiger Zeit habe ich in einem älteren Post die Statistiken zum Neuen Testament veröffentlicht. Nach einiger Arbeit habe ich auch dasselbe für das Alte Testament gemacht und eine PDF generiert. In dieser Datei habe ich für jedes Kapitel der Bibel die Anzahl der Verse in einer Excel Tabelle aufgeschrieben. Ich fand es interessant zu sehen, welches Buch die meisten Verse hat und welches Buch durchschnittlich die meisten Verse pro Kapitel vereinigt.

Folgendes Diagramm lässt sich aus den Daten bilden:

diagramm-at

Die Statistik des Neuen Testaments sah so aus:

Diagramm NT2

Die Superlative des Alten Testaments sind:

  • Das ganze Alte Testament hat 929 Kapitel und 23 186 Verse
  • Das Buch mit den meisten Versen sind -wer hätte es anders erwartet- die Psalmen mit 2505
  • Auf zweiter Stelle liegt Mose mit 1533 Versen
  • Das Buch mit den meisten Versen pro Kapitel ist Könige mit Durchschnittlich 37,1 Verse pro Kapitel (trotzdem aber weit unter Lukas mit 48 Versen pro Kapitel)
  • Auf zweiter Stelle liegt Mose mit 35,8 Versen pro Kapitel
  • Den geringsten Kapitelumfang hat das Buch Jona mit nur 12 Versen pro Kapitel

Das genaue Ranking habe ich in dieser PDF: „Ranking Kapitel und Verse der Bibel“ zusammengestellt.

Die Datei mit den Statistiken ist unter „Versstatistik der gesamten Bibel“ zu finden

In Kürze werde ich eine Zusammenfassung der Zahlen und Daten zu den Versen des Alten und Neuen Testament hier posten.

Viel Spaß mit den Zahlen und dem Wort Gottes!


Downloads:

Versstatistik der gesamten Bibel.pdf

Versstatistik der gesamten Bibel.xlsx

Ranking Kapitel und Verse der Bibel.pdf