Die erste Missionsreise des Paulus als Powerpoint und Karte

Paulus und Barnabas haben eine Strecke von 1800 Kilometer in einer Zeit von fast zwei Jahren zurückgelegt und dabei eine Menge an Christlichen Gemeinden in Syrien und Kleinasien gegründet. Die Missionsreisen des Paulus haben ihre Wirkung bis in unsere Zeit hin fortgesetzt- begann doch die große Missionierung der nichtjüdischen Welt gerade während diesen Reisen. Auch heute ist der Missionseifer des Paulus und seiner Mitdiener ein Ansporn für viele Christen auch die frohe Botschaft vom Reich Gottes zu verkündigen.

Anschaungs- und Präsentationsmaterial zu der ersten Missionsreise des Paulus biete ich hier als kostenlosen Download zur freien Nutzung an. Es gibt die Reise komplett auf einer Karte, als Tabelle oder als Powerpoint, in der nach und nach jede Stadt einzeln mit den dort geschehenen Ereignissen aufleuchtet.

Die gesamte erste Missionsreise: Als Karte

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Die erste Missionsreise: Hinreise mit Informationen

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Die erste Missionsreise: Rückreise mit Informationen

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Die erste Missionreise: Powerpoint und PDF

PowerpointPowerpoint: Erste Missionsreise.pptx

PDF: Erste Missionreise.pdf

Alle Ereignisse der ersten Missionsreise

Hinreise1.Missionsreise Hinreise TabelleDownload

Ort Ereignisse Bibelstelle
Antiochia Beginn der ersten Missionsreise von Paulus und Barnabas. Apg. 13,1-4
Seleuzia Paulus und Barnabas reisen nach Seleuzia, von wo sie nach Salamis, Zypern segeln. Apg. 13,4-5
Salamis In Salamis predigen Paulus und Barnabas in jüdischen Synagogen. Apg. 13,4-5
Paphos Paulus und Barnabas predigen Sergius Paulus. Bar-Jesus versucht vergeblich, das zu verhindern. Apg. 13,6-12
Perge Von Paphos segeln sie nach Perge um nach Antiochia in Pisiden zu kommen. Apg. 13,13
Antiochia in Pisidien In Antiochia in Pisiden verkündigt Paulus Jesus als den Messias. Nach starkem Widerstand reisen sie nach Ikonium. Apg. 13,14-52
Ikonioum Großer Widerstand gegen das Evangelium und Flucht nach Lystra und Derbe unter Todesgefahr. Apg. 14,1-7
Lystra Nach der Heilung eines Gelähmten werden sie fast als Götter verehrt. Später wird Paulus gesteinigt und flüchtet nach Derbe. Apg. 14,8-20
Derbe Eine „schöne Zahl Jünger gewonnen“ und baldige Rückreise nach Lystra. Apg. 14,20-21

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Lystra, Ikonium und Antiochia Auf der Rückreise stärken sie die Gemeinden in Lystra, Ikonium und Antiochia und setzen in jeder Gemeinde Älteste ein. Apg. 14,20-21
Perge Paulus und Barnabas predigen das Evangelium bevor sie nach Attalia reisen. Apg. 14,24-25
Attalia În Attalia besteigen sie ein Schiff, dass sie nach Antiochia in Syrien zurückbringt. Apg. 14,26
Antiochia in Syrien Paulus und Barnabas berichten von ihrer Missions-reise und bleiben „eine nicht geringe Zeit“ in Antiochia. Apg. 14,27-28

Beide Tabellen auch in der PDF: Erste Missionreise.pdf

 

 

 

Wie besitzt ein Christ sein Besitz richtig?

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In dem vorigen Beitrag: Die Stellung eines Christen zu Arbeit und Besitz

1.        Die Frage der Herrschaft

Die Frage, der wir uns zuallererst stellen wollen, ist: Wer ist der Herrscher in dieser angelegenheit? Der Mammon, Gott oder wir selber? ,Spurgeon schrieb von dem Geld, dass es schlimm wäre, „wenn es sich bei uns niederließe und unser Herr würde.[1]“ und Jesus sagte, dass man nicht dem Geld und Gott gleichzeitig dienen kann[2]. Dies kann man auch ausweiten auf den ganzen Besitz eines Menschen und die Frage stellen: Wer ist der Herr in dieser Beziehung? Es ergeben sich drei Möglichkeiten:

1.1        Der Besitz ist der Herr

Die gefährlichste der Möglichkeiten ist die, dass der Besitz Herr über unser Denken, Fühlen und Wollen ist. Alles was getan wird, ist dem Aspekt unterworfen, mehr Besitz anzuhäufen. Diese Herrschaft ist gnadenlos, weil sie keinen anderen Herrn erlaubt und als Ziel hat, den Menschen in das Verderben zu stürzen[3].

Häuft man sein Besitz alleine dazu an, um es zu besitzen ist die Gefahr groß, dass es sich während des Leben durch Umstände[4] und am Ende des Lebens ganz sicher in ein Nichts auflösen wird. Es sei deswegen zu bedenken, dass unser ganzer Besitz, wie auch wir, von Grund auf Gott gehören[5] und wir lediglich Verwalter der Güter sind. Es steht dem Mammon deswegen nicht zu, Herr über den Christen zu sein, nur muss dieser sich dazu bewusst durchringen.

1.2        Der Mensch will Herr über seinem Besitz sein

Einige Christen sind der Meinung, dass Gott seinen Leuten gelingen gibt, um den Besitz zu vermehren und für sich selbst zu nutzen[6].  Sie geben den Zehnten getreu ab, aber was darüber ist, wird als „nicht unter Gottes Einfluss stehend“ betrachtet. Doch hat ein Christ nicht das Recht dazu, es nur für sich selbst auszugeben[7]. Die Gefahr bei dieser egozentrischen Lebensweise ist, dass sich der irdische Reichtum geistlich gesehen als große Armut entpuppt[8] und letztendlich der Vernichtung anheimfällt, weil er nur für das eigene Vergnügen ausgegeben wurde[9]. Die Folge davon ist, dass man, im Himmel angekommen, keinen ewigen Besitz vorzuweisen hat und der Lohn kärglich ausfällt[10].

Eine zweite Gefahr ist die, dass bei dem „kargen wo man soll“ man schon auf der Erde nur noch ärmer wird[11]. Watchman Nee sagt über Menschen, die ihr Geld an sich raffen, dass sie nicht dabei sein werden, „wenn Gott „sein Geld“ austeilt“[12]. Es ist also eine schlechte Zukunftsinvestition, wenn man hier auf der Erde sein Geld nur für sich behält und nicht bereit ist es für die Arbeiten im Reich Gottes auszugeben.

1.3        Gott ist der Herr über unser Besitz

Es ist eine Frage der Liebe, welchen Stellenwert Gott und der Besitz in unserem Leben einnimmt. Piper bedauert es, dass viele ihre tiefste Sehnsucht mit käuflichen Vergnügen zu stillen versuchen und „sich mit der Geldliebe zufriedengeben statt mit der Liebe Gottes.[13]

Genauer betrachtet ist es also eine Frage des tiefsten Glücks, ob wir uns mit der Liebe zum Besitz betäuben oder das wahre Glück in der Liebe zu Gott finden. Deswegen geht dem allen die Übergabe des gesamten Lebens an den ewigen Gott voraus, bevor wir Gott als Herr über unseren Besitz stellen können[14], weil dieser nur ein Teilbereich eines Lebens als Christ ist.

An Zachäus sieht man[15], wie seine neue Einstellung zum Besitz für Jesus der Anlass war, zu bezeugen, “diesem Haus Heil widerfahren […] ist[16].

Die Folge dessen ist, dass wir anerkennen, dass weder wir, noch unser Besitz uns gehören[17] und Gott das Recht dazu hat, zu bestimmen, was damit geschehen soll.  Viele schrecken vor diesem Schritt zurück, weil sie befürchten, alles was sie haben, abgeben zu müssen und meinen dadurch tiefunglücklich zu werden. Dem Christen stellt sich deswegen die Frage, was Gott mit dem Besitz machen will, wenn er der Herrscher darüber wird.

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3.1.1   Was will Gott mit meinem Besitz machen?

Das Ziel, das Gott mit unserem Besitz verfolgt ist zuallererst der, dass er uns damit ewige Freude und Reichtum[18] verschaffen will. Daraus ergeben sich Richtlinien[19], die uns Gott als Herrscher über unseren Besitz übermittelt hat

  1. Für Gott säen[20]: Der Überfluss und Besitz der Gegenwart soll als Saatmaterial verwendet werden, um in zukünftiger Notlage von anderen Menschen Hilfe zu ernten[21].
  2. Es Gott bringen[22]: Gerade die Abgabe des Zehnten[23] zuallererst an die eigene Gemeinde ist eine feste Verpflichtung[24]. Dies führt laut Maleachi zu Segen in Fülle.
  3. Gebet- und Geistgeleitet[25]: Unser Geben „sollte als Antwort auf ein ernstes, gläubiges Gebet[26]“ vom Heiligen Geist geleitet sein.
  4. Gott alles schenken[27]: Der Bruch mit der Herrschaft des Mammons zeigt sich darin, dass man alle Absicherungen an Gott abgibt. Wer von Gott Hilfe erwarten will, muss zuerst das letzte Wasser und das letzte Scherflein Gott opfern[28].
  5. Freiwillig und großzügig geben[29]: Ein Sparen am falschen Ort führt statt zu Reichtum zur Armut, einen freiwilligen und fröhlichen Geber hingegen hat Gott lieb[30].
  6. Sorge um die eigene Familie[31]: Wer seinen ganzen Besitz der eigenen Familie vorenthält, ist schlimmer als ein Ungläubiger. Deswegen hat die Sorge für die eigene Familie vor Gott einen hohen Stellenwert.

Zusammenfassend gilt, dass ein Christ „lernen [soll], seinen Besitz und seine finanziellen Angelegenheiten loszulassen.[32]“ Indem er seinen Besitz und seine Kraft für das Werk Gottes ausgibt, übergibt er es Gott, der dann mit liebender Fürsorge für alle Bedürfnisse sorgt[33].

2.       Abschließende Gedanken

Es ist ein herausforderndes Thema, sich mit den Anforderungen Gottes über „meinen“ Besitz zu beschäftigen. Gerade weil viel Literatur und viele Erfahrungen die Kirchengeschichte bereichert haben, findet man unterschiedlichste Ratschläge. In den grundlegenden Dingen wie dem Zehnten und den freiwilligen Spenden sind bibeltreue Ratgeber sich aber einig: Dass diese, wie der gesamte Besitz und der ganze Christ Gott gehören.

Komplexer werden die Gedanken, wenn es nach dem Maß der Hingabe geht. Strengere Ansätze der Gütergemeinschaft zum Beispiel haben in der Geschichte immer wieder Anklang gefunden. Weil diese aber nicht als Allgemeine Regel für jede Gemeinde festlegbar ist, wurde hier kein größeres Augenmerk daraufgelegt.

Lediglich die Position einiger bibelfesten Christen wie Watchman Nee, Georg Müller, Bakth Singh oder auch Hudson Taylor werfen mir große Fragen auf. Sollen wir wirklich wie sie im Dienst für den Herrn jeden Gelderwerb aufgeben, kein Geld einfordern, sondern alles was wir Besitzen spenden und allein von Fügungen des Himmels leben? Gerade 3.1.1 Punkt 4 ist für den normalen Christen schwer realisierbar, auch wenn es wahr ist, was Nee dazu sagt. Es mag sein, dass einige ihren ganzen Besitz für das Werk Gottes geopfert haben, aber es als Regel für alle Christen zu formulieren fällt hierbei schwer.

Auch die Position alles von dem Herrn zu erbeten, statt mit eigenen Händen wie Paulus arbeiten zu gehen, ist für mich weniger nachahmenswert, obwohl es bei vielen großen und gesegneten Männern Gottes auffindbar war und ist. Deswegen ist es individuell mit Gott abzuklären, ob solch eine Vorgehensweise von Gott gefordert oder erwartet wird.

Der Fakt, dass der Christ und sein ganzer Besitz Gott gehören und wir lediglich dessen Verwalter sind, ruft jeden Christen dazu auf, Gott zu fragen, was dieser mit seinem Besitz erreichen will. Diese individuell zu klärende Frage muss eng mit Gott abgesprochen werden und nicht aus falschen Motiven heraus geschehen. Denn kein Christ soll wie Ananias und Saphira enden, sondern mit seinem Besitz Schätze im Himmel ansammeln. Wie genau das geschieht- dazu sollen diese zwei Beiträge anregen und jeder Christ persönlich von Gott erbeten.

In dem vorigen Beitrag: Die Stellung eines Christen zu Arbeit und Besitz

 


Weiterführende Literatur

Piper, John. Von der Pflicht zur Freude, 1.Auflage, CLV Verlag Bielefeld 2006

Alcorn, Randy. Wo dein Schatz ist…, 1.Auflage, CLV Verlag Bielefeld 2016

Spurgeon, Charles H. Guter Rat für allerlei Leute; 2. überarbeitet Auflage, , CLV Verlag Bielefeld 2015

Nee, Watchman. Zur Ehre Gottes leben, 1.Auflage, CLV Verlag Bielefeld 1999

Luther, Martin. Predigten durch ein Jahr

Ströhmann,Gerd. Erziehungsrituale der Hutterischen Täufergemeinschaft. Münster LIT-Verlag 1999

MacDonald, William. Trachtet zuerst… 4.Auflage CLV Verlag Bielefeld 2003

Weiterlesen „Wie besitzt ein Christ sein Besitz richtig?“

Wie geht ein Christ mit Arbeit und Geld um?

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Der irdische Besitz hat durch die Jahrhunderte der Kirchengeschichte einen unterschiedlichen Stellenwert gehabt. Je nach Epoche, Gesellschaft und Region wurde der eigene Besitz entweder geringgeachtet, verkauft, bewahrt oder auch mit Fleiß zu vermehren versucht. Einige Christen haben ihren Besitz dafür geopfert, damit das Werk des Herrn wachsen konnte, weil manche ihren gesamten Besitz hinter sich ließen, um in den Dienst für das Reich Gottes zu treten.

Sucht man nach einer Definition, wird im Duden der Besitz mit der „Gesamtheit der (materiellen) Güter, die jemand geerbt oder erworben hat, sodass er bzw. sie darüber verfügen kann[1]beschrieben. Dazu gehören Geld, Haus und Güter, die ein Mensch sein Eigen nennt. Welchen Stellenwert hat aber der Besitz für einen Christen? Bei Jesus behandelten 15 Prozent seiner Verkündigung das Thema „Geld“- mehr als er über Himmel und Hölle zusammen gesprochen hat[2]. Es ist also für Jesus nicht unbedeutend gewesen, was wir mit unserem Geld und Besitz im Allgemeinen machen.

In diesem Beitrag wird insbesondere der Umgang mit dem materiellen Besitz betrachtet. Geistige oder geistliche Gaben fallen hiermit nicht unter die Definition von Besitz und werden deswegen nicht näher beleuchtet.

Insgesamt hat die Bibel einen bejahenden Ton zu dem Besitz. Es wird besonders im Buch der Sprüche deutlich, dass Besitz notwendig ist, um das tägliche Überleben zu sichern. Zudem wird in der alttestamentlichen Gesetzgebung der Besitz jedes einzelnen geschützt[3].

Weil das letzte Hemd keine Taschen hat, ist es vonnöten, mit seinem Besitz so umzugehen, dass es „den größtmöglichen, einen dauerhaften Gewinn bringt.[4]“ Dabei ist es von großer Wichtigkeit, dass unser Beitz nicht in Schätzen auf der Erde besteht, sondern in unvergänglicher Form im Himmel angespart wird[5].

Erwerb des Besitzes

Eine große Rolle beim Umgang mit unserem Besitz spielen die Aspekte mit welcher Motivation und welchen Methoden unser Besitz erworben wurde. Während das erstere durch unseren geistlichen Zustand definiert wird, wird das zweite unweigerlich unseren geistlichen Zustand prägen.

1     Die richtige Motivation

1.1        Genügsamkeit

Zuerst soll dem Christen deutlich werden, wieviel Besitz ihm genügen soll. Paulus zieht die Grenzen bei „Nahrung und Kleidung[6]“ und sagt, dass wir uns daran genügen lassen sollen, da „die Gottesfurcht eine große Bereicherung ist, wenn sie mit Genügsamkeit verbunden ist.[7]“ Salomo warnt in seinen Sprüchen vor dem Lebensziel „Reichtum zu erwerben[8]

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Die Gefahr, die sich ergibt, wenn man nicht mit Genügsamkeit, sondern mit Gier nach (mehr) Besitztum trachtet, ist zuallererst für das geistliche Leben überaus groß. Versuchungen und Fallstricke kennzeichnen den Weg und führen letztendlich in den Tod[9], weil diese Gier „eine Wurzel alles Bösen ist.“ Nee definiert den ungläubigen Besitzer mit der Eigenschaft „so viel wie möglich zusammenzuraffen[10]“ wollen. Als Gegensatz dazu steht das gläubige Kind Gottes, dass sich zufriedengibt, selbst wenn seine Arbeit nicht mehr hergibt als Brot und Kleidung und darüber hinaus sogar dazu bereit ist, mit dem Nächsten zu teilen.

1.2        Fleiß

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Dass man sich mit „Nahrung und Kleidung“ zufriedengeben soll, heißt aber bei weitem nicht, dass beim Erreichen dieses Besitztums jeglicher Aufwand sein Ende findet und weitere Arbeit unterlassen werden darf. Das Leben eines Christen soll davon geprägt sein, dauerhaft[11] Arbeiten zu wollen[12].

Das zeigt sich in der protestantischen Arbeitsethik bei Luther[13] und in der Täuferbewegung[14]. Welche Menge an Besitz die tägliche Arbeit nun wirklich hervorbringt, ist zweitrangig, solange sie mit der richtigen Gesinnung getan wird, denn der Himmlische Vater weiß auch den Schwachen genügend zu geben, damit sie ihren Lebensunterhalt bestreiten können[15].

1.3        Für Gott

Es gibt zwei Möglichkeiten, mit welchem Ziel man seinen Besitz vermehrt: Entweder man hat das Ziel, es für seinen eigenen Bedarf auszugeben oder es für Gott und dessen Werk auf der Erde zu vermehren. MacDonald spricht sogar von einer Verpflichtung, die jeder Christ gegenüber seiner eigenen Versammlung, den Missionaren und Evangelisten gegenüber hat, indem er sie materiell unterstützen und mitzutragen hat[16].

Da nach dem Tod jeglicher irdische Besitz für einen Menschen seinen Wert verliert, zählt danach nur noch das, was auf dem Himmlischen Konto verbucht ist.  Ein Christ sollte deswegen als Ziel haben, mit seinem Besitz einen Schatz im Himmel zu erwerben[17]. Prägt das die Arbeitsmoral, werden die Ausgaben diesem höheren Ziel angepasst und die Arbeit, die wir verrichten, wird einen Ewigkeitswert bekommen.

Die grundlegende Motivation sollte deswegen sein, seinen Besitz für Gott und zur Förderung seines Werkes zu vermehren, indem wir mit allem Fleiß unsere Arbeit verrichten und uns genügen lassen, wenn daraus kein Überfluss entsteht.

2        Die richtige Arbeit

WEs ist nicht ohne Bedeutung, in welcher Weise ein Christ sein Geld verdient: in der Bibel werden ihm dazu viele Richtlinien genannt. Tätigkeiten, die mit sündigen Praktiken verbunden sind, dürfen nicht als Erwerbquelle genutzt werden. Genauso darf die Arbeit eines Christen nicht zur Zerstörung von Leben und Güter dienen[18]. Die Frage des Berufes sollte deswegen eng mit den Anforderungen Gottes über unser Leben und Besitz verbunden sein[19].

Einige Branchen sind deswegen für einen Christen unbetretbares Gebiet. Es wird einem Christen schwerfallen in der Produktion oder dem Verkauf von Waren und Dienstleistungen zu stehen, die den Menschen zur Sünde verführen, Leidenschaften aufstacheln und seine Gesundheit untergraben. Genauso kann ein Christ nicht bei der Vorbereitung zur Zerstörung von Menschenleben, Städten oder Industrie mitwirken.  Genauso sagt ein Christ auch zur Schwarzarbeit nein.

Die Wahl der Arbeit soll deswegen nach dem Willen Gottes erfolgen, der uns die gerade genannten Grenzen definiert. Welche Arbeit speziell zu uns passt, zeigt sich in den Begabungen, mit denen uns Gott ausstattete- wir dürfen sie nutzen und sind sogar verpflichtet diese nutzbar zu machen und zum Segen werden zu lassen.

In dem nächsten Beitrag wird der rechte Umgang mit dem erworbenen Besitz betrachtet

Weiterführende Literatur

Piper, John. Von der Pflicht zur Freude, 1.Auflage, CLV Verlag Bielefeld 2006

Alcorn, Randy. Wo dein Schatz ist…, 1.Auflage, CLV Verlag Bielefeld 2016

Spurgeon, Charles H. Guter Rat für allerlei Leute; 2. überarbeitet Auflage, , CLV Verlag Bielefeld 2015

Nee, Watchman. Zur Ehre Gottes leben, 1.Auflage, CLV Verlag Bielefeld 1999

Luther, Martin. Predigten durch ein Jahr

Ströhmann,Gerd. Erziehungsrituale der Hutterischen Täufergemeinschaft. Münster LIT-Verlag 1999

MacDonald, William. Trachtet zuerst… 4.Auflage CLV Verlag Bielefeld 2003

Weiterlesen „Wie geht ein Christ mit Arbeit und Geld um?“

Zeitstrahl: Die Propheten der Bibel

Die 16 Prophetenbücher der Bibel sind für viele ein versiegeltes Buch. Diese sich sehr ähnelnden Botschaften an Unmengen von Königreichen und Personen machen diese Bücher für uns  als Kinder des 21.Jahrhunderts  nicht einfacher. Man muss schon längere Zeit in der Bibel gelesen haben, bis sich ein Nebel nach dem anderen lichtet und antike Landschaften mitsamt längst vergessenen Königreichen voller Lebenskraft aus den Worten der Propheten sprudeln.

Als Hilfe dazu habe ich einen kleinen Zeitstrahl erstellt, der die Wirkungszeit der 16 Propheten mitsamt Elia und Elisas zeitlich einordnet und ein Hilfe zu dem Verständnis der prophetischen Botschaften sein soll. Die Propheten

Wer sich in der biblischen Chronologie auskennt, wird bemerken, dass einige Zahlen vielleicht nicht ganz exakt berechnet sind, sondern denen der „Strikten Biblischen Chronologie“ von Roger Liebi  und denen des Chronologisten Floyd Nolen Jones hinterherhinken. Aus Mangel an Material wird hier deswegen die konservative Position der Chronologie veranschaulicht, die in jeder Schlachter2000 im Anhang (S.6) zu finden ist. Folgende Jahreszahlen sind dort zu finden (Nur die Zeiten bei Elia und Elisa sind selbst berechnet)
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Die dem Bild zugrundeliegende Excel-Datei stelle ich auch als Download zu Verfügung. Desweiteren gibt es auch den Zeitstrahl auch als Lesezeichen für die Bibel.


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Die Propheten der Bibel.xlsx

Lesezeichen Propheten der Bibel.pdf


Dich interessiert die Chronologie der Könige in den geteilten Reichen? Dann hilft dir folgende Ausarbeitung bestimmt weiter: Die Chronologie der geteilten Reiche

 

Bibelleseplan: In einem Jahr durch die Bibel

Das schönste und wichtigste Buch der Erde ist es wert, regelmäßig und oft gelesen zu werden. Doch dabei muss eine gewisse Struktur herrschen um in den vielen Kapiteln und Büchern nicht durcheinanderzukommen. Viel zu leicht liest man dann seine „Lieblingstexte“ zig mal im Jahr, während die kleinen Propheten unbeachtet ihr Dasein fristen. Ein schönes Ziel ist es, wenn man sich vornimmt, die ganze Bibel in einem Jahr durchzulesen. Bei 1189 Kapitel  sind es rechnerisch 3,25 Kapitel pro Tag.

Die folgenden Bibellesepläne sollen dir dabei helfen, regelmäßig (d.h. zweimal täglich) in der Bibel zu lesen, damit du die Bibel in einem Jahr einmal durchlesen kannst.

Als DinA4 Blatt

DinA4

Der Plan für ein ganzes Jahr übersichtlich auf einer Seite.


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DINA4.pdf


Halbjahresplan

02.Halbjährlich

Größer und Übersichtlicher mit jeweils 6 Monaten pro Seite


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Halbjahresplan.pdf


 

Quartalplan

04. Quartal

Für das Handy oder auch als übersichtliches Lesezeichen in der Bibel gibt es die Quartalspläne


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Booklet A7

Heft A7

Faltet man die Vorlage nach diesem Prinzip, ergibt sich ein kleines Heftchen im DINA7 Format. Druckt man es auf ein A3 Blatt, hat das Booklet ein DINA6 Format.


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Wie Erzieht man zu Treue in Ehe Familie und Beruf?

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In einem vorigen Beitrag wurde erarbeitet, wie man zur Treue im Glauben erziehen kann. In dem vorliegenden soll die Thematik der Treue noch einmal aufgegriffen und für die Bereiche Ehe, Familie, Beruf und dem Nächsten gegenüber ausgelegt werden.

1        Treue in der Ehe

Das Abbild der Beziehung zwischen Gott und seinem außerwählten Volk wird in unserer Welt am deutlichsten in der Ehe abgebildet. Genauso wie Gott sein Volk zur Treue aufruft, fordert er auch in jedem Ehebund gegenseitige Treue. Es gibt sonst keinen Bereich in unserem Leben, in dem die Treue so wichtig ist wie in der Ehe. Wie erzieht man Verheiratete und Unverheiratete dazu, ein treues Eheleben zu führen?

1.1        Liebe

Wie auch in der Beziehung zu Gott, ist Treue ohne Liebe schwer. Ohne Liebe wird Treue zum angelernten Gebot, die nur um des Gebotes willen gehalten wird, aber nicht aus freiem Herzen heraus. Eine Beziehung, die erfüllt ist von Liebe, ist geprägt von Güte, Selbstlosigkeit, Vergebung, Wahrheit und Geduld[1]– für Untreue ist kein Platz vorhanden.

Soll nun ein Ehepaar bis zum Tod die Treue halten[2], muss es beständig in der Liebe bleiben[3] und bei Vernachlässigung derselben Ermahnung und Zurechtweisung von Seiten des Partners oder eines Dieners annehmen[4]. Geprägt von dieser Liebe werden bereits verheiratete Paare zur Nachahmung ermutigt, unverheiratet wird ein Vorbild gegeben, wie sie später ihre Beziehung führen sollen[5]. Insbesondere die Belehrung sollte hier nicht vernachlässigt werden, da auch sie die Liebe und infolgedessen die Treue fördert. In Literatur und Vorträgen gibt es genügend Beispiele, Anreize und Vorschläge, wie die Liebe in einer Beziehung erhalten und gefördert werden kann[6].

1.2        Gehorsam

Wem gegenüber soll in der Ehe Gehorsam geübt werden? Zuallererst gilt es, dem Wort Gottes zu gehorchen, das viele Ratschläge zu einer treuen Ehe enthält. Die alttestamentlichen Gebote, die zur Treue aufrufen und den Ehebruch bestrafen sind zuallererst zu nennen[7]. Genauso wichtig ist das Vorbild der Sara-Kindschaft, deren Merkmal laut 1.Petr. 3,6 der Gehorsam ist. Des Weiteren gilt es auch den neutestamentlichen Geboten von Jesus und den Aposteln zu gehorchen[8].

Grundlegend hierfür ist die Belehrung mit dem Wort Gottes: Unwissenheit über die Ordnungen Gottes in der Ehe können zur Übertretung derselben führen[9]. Diese Belehrung sollte nicht nur bei schon verheirateten Paaren praktiziert werden, sondern schon von klein auf den Kindern beigebracht werden[10]. Mit der Zurechtweisung bei Untreue sollte nicht gespart werden genauso wie die Strafe dafür erklärt und angewendet werden soll[11].

Auch die Ermutigung zum Gehorsam darf nicht vernachlässigt werden, da das Fleischliche in uns gegen den Gehorsam kämpft[12] und uns zur Untreue bringen will. Die Ermutigung, dem zu wiederstehen und ein heiliges Leben zu führen ist nicht nur die Aufgabe der Erziehenden, sondern jedes Christen[13].

Werden diese Aspekte zu Wahrung der Treue beachtet und ausgelebt, steht einer glücklichen Ehe nichts im Wege und führt zu einem harmonischen Familienleben, das genauer im nächsten Punkt betrachtet wird.

Weiterlesen „Wie Erzieht man zu Treue in Ehe Familie und Beruf?“

Zeitstrahl: Das Leben Josefs

Josef ist eine besonders wichtige Person der Bibel- kein anderes Leben im Alten Testament weist so viele verblüffende Parallelen und Vorbilder zu Jesus Christus auf, wie das von Josef. Um einen Überblick über sein ganzes Leben zu bekommen, sind hier die Lebensdaten von Josef auf einem Zeitstrahl zusammengetragen:

Lebenslauf JosefDownload

Lebenslauf BlankoDownload


Weitere Downloads

Der Lebenslauf auf 2 Seiten zum zusammenkleben: Lebenslauf Joseph 2xA4.pdf

Für eine höhere Auflösung (13464×6655) oder als .xlsx Datei: Gerne Kontakt aufnehmen


Weitere Zeitleisten

Das Leben des Paulus

Die Propheten der Bibel


 

Wie aus Israel Palästina wurde

Palästina, das Gebiet am östlichen Mittelmeer hat eine große Geschichte zu erzählen: Viele Völker haben auf dem Boden Kanaans, Israel, Judäa, Samaria, Galiläa und letztendlich auch Palästina gelebt.

Lange Zeit war das Gebiet in jüdischer Hand und es trug den Namen Judäa, bis dann Simon bar Kochba im Jahre 132 einen Aufstand gegen die römische Herrschaft begann. Der Aufstand wurde niedergeschlagen und alle Israeliten wurden über die ganze Welt verstreut- die Diaspora begann. Unter Kaiser Hadrian wurde das ganze Nahostgebiet neu aufgeteilt und das ehemalige Judäa bekam einen neuen Namen: Syria Palaestina.

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Doch woher kommt der Name? Allgemein wird angenommen, dass der Name von den „Philistern“ stammt, die im 12 Jhd. v.Chr von Kreta in das Land Kanaan eingewandert sind. Doch schon fünf bis sechs Jahrhunderte vor dieser Umbenennung existierten die Philister als eigenständiges Volk nicht mehr. In den Eroberungszügen der Assyrer und Babylonier sind die Philister genauso wie die Königreiche Israel und Juda zerstört worden. Dass der Name Palästina auf das schon 500 Jahre Ausgestorbene Volk der Philister beruht ist deswegen schwer nachzuvollziehen.

Wahrscheinlicher scheint mir, dass das Wort Palästina eine einfache Griechische Übersetzung des Wortes „Israel“ ist. Warum aber? Lasst uns dafür den Ursprung des Namens Israel erforschen, und welche Bedeutung dieser hat. In 1.Mose 32,25-29

1.Mose 23,25-29: Jakob aber blieb allein zurück. Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenröte anbrach. Und als dieser sah, dass er ihn nicht bezwingen konnte, da rührte er sein Hüftgelenk an, so dass Jakobs Hüftgelenk verrenkt wurde beim Ringen mit ihm.  Und der Mann sprach: Lass mich gehen; denn die Morgenröte bricht an! Jakob aber sprach: Ich lasse dich nicht, es sei denn, du segnest mich!

Da fragte er ihn: Was ist dein Name? Er antwortete: Jakob! Da sprach er: Dein Name soll nicht mehr Jakob sein, sondern Israel; denn du hast mit Gott und Menschen gekämpft und hast gewonnen!

Den Namen „Israel“ bekam Jakob, nachdem er eine ganze Nacht mit dem Engel des HERRN gerungen hat. Als Ergebnis dieses Ringkampfes bekommt der den Namen „Israel“.

Übersetzt man nun Ringkämpfer ins griechische, wird hierfür das Wort  παλαιστής (ausgesprochen: palaistís) verwendet. Vermutlich bezogen sich die Historiker der damaligen Zeit auf dieses Ereignis und diese Übersetzung, als sie über Israel schrieben, denn in historischen Berichten von Herdeot, Philo von Alexandria und Aristoteles beschreibt Palästina immer hauptsächlich das ganze Gebiet von Israel.

In der Septuaginta das Volk der Philister mit einem anderen Wort beschrieben: Γη των Φιλισταίων (Gi̱ to̱n Filistaío̱n) nicht palaistís, obwohl dieses Wort schon vor der Zeit unter Heredot in Verwendung war- nur eben für das ganze Gebiet Israels und Judäa.

Wortbedeutung

Dass das Wort „Palästina“ gar nichts mit dem Volk Israel zu tun hat, wage ich zu bezweifeln, zu sehr sprechen die Indizien dafür, dass das Land Israel und Judäa schon vor der Umbenennung durch Hadrian den Namen Palästina trug und nicht eine Strafe für den Bar-Kochba Aufstand war. Und dass die Philister verschwindend wenig zu dem Namen beigetragen haben, sprechen folgende Punkte:

  1. Historisch: Die Philister wurden unter dem König Nebukadnezar von Babylon aus ihrem Land vertrieben, wie das Südreich Juda- aber es kehrte nie zurück um als Nation weiterzuexistieren.
  2. Philologisch: Das für das Volk der Philister verwendete griechische Wort ist Γη των Φιλισταίων (Gi̱ to̱n Filistaío̱n), was nicht übereinstimmt mit dem Namen für Palästina: Παλαιστίνη
  3. Zeitzeugen: Als Aristoteles über Palästina schrieb, meinte er nicht die fünf Königsstädte am Mittelmeer, sondern das Palästina, das am Toten Meer lag, wo aber nachweislich keine Philisterkönige herrschten.

Die Menschen, die also meinen mit Palästinenser ein Volk zu bezeichnen, das auf die Philister zurückgeht, würde ich zur Vorsicht raten- es ist zu wahrscheinlich, dass diese Bezeichnung lediglich „Israel“ bedeutet nur ins griechische übersetzt.


Dieser Artikel beansprucht nicht die Vollständigkeit eines wissenschaftlichen Artikels, es soll nur zur Diskussion und zum Nachdenken anregen. Für weitere Informationen empfehle ich folgendes Werk:

David M. Jacobson, Palestine and Israel. Erschienen in Bulletin of the American Schools of Oriental Research, No. 313 (Feb., 1999), pp. 65-74

Oder eine Zusammenfassung dazu auf COJS


Die 10 Plagen in Ägypten unter Mose

Als Kindergruppenleiter oder Verantwortlicher für die Kinderkirche ist man andauernd auf der Suche nach Materialien. Da ich leider keine gute deutschsprachige Auflistung der 10 Plagen gefunden habe, habe ich eine selber erstellt. Das folgende Bild ist Crative Common, es darf frei, unter Angabe der Quelle, weiterverwendet, kopiert und veröffentlicht werden.

10 Plagen IIIDownload

 


Weitere Materialien

Zeitstrahl: Leben Joseph

Zeitstrahl: Leben Paulus

Zeitstrahl: Propheten der Bibel