Wie lerne ich Bibelverse durchs Hören auswendig?

01. Hören

Die Bibelschule Kalletal, die ich schon seit längerer Zeit besuche, hat in ihren Fächern immer wieder eine wichtige und schöne Aufgabe: ganze Kapitel der Bibel auswendig zu lernen. Bisher durften wir Psalm 1 und 1.Petrus 1 auswendig lernen und zurzeit bin ich dabei, das vierte Kapitel aus dem 1. Thessalonicherbrief zu lernen. Verschiedene Techniken habe ich bisher versucht und möchte in diesem Artikel versuchen, die erste Methode vorzustellen, die ich verwendet habe um 1.Petr. 1 auswendigzulernen.

Lernen durch hören

Weil ich einen relativ langen Arbeitsweg von 30 min habe, habe ich mich dazu entschlossen, das erste Kapitel aus 1.Pet. aufzunehmen und unterwegs zu lernen. Es hat relativ gut funktioniert und ich habe es geschafft, lediglich durch hören das ganze Kapitel auswendigzulernen. Wenn du es auch versuchen willst, solltest du folgende Dinge beachten:

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  • Am besten selber die Verse aufnehmen um die eigene Sprachmelodie im Vers zu haben, sowie passende Pausen zum Luftholen.
  • Bei längeren Abschnitten in einzelne Tracks von max. 5 Versen teilen.
  • Versuche immer mit dem Vorleser mitzusprechen und springe nach kurzen Satzteilen wieder mit der „Zurück“ Taste zu dem Anfang zurück.
  • Wenn du ein Teil beherrscht, wiederholst du automatisch die ersten Verse um zu den nächsten zu kommen.
  • Längere Tracks, die mehr als 5 Verse haben, eignen sich schwer zum Auswendiglernen, weil
    • 1. die Menge, die man sich pro Durchgang merkt sehr gering ist und man am Ende des Tracks leicht den Anfang vergessen hat
    • 2. Wenn man bei den letzten Versen angelangt ist, den Beginn so oft wiederholen muss, dass am Ende weniger Zeit für die letzen Verse bleibt. Sprich: in 5 Minuten kann man den 8.Vers vielleicht nur 8 mal lernen, weil man erst alle 7 Verse davor wiederholen muss.
  • Du musst während des Hörens immer wieder zum Trackanfang springen und deswegen deinen Finger fast immer auf der „Zurück“ Taste haben.

Folgende Vor und Nachteile finde ich bei dieser Methode

Contra

  • Größerer Aufwand durch Aufnehmen der einzelnen Tracks
  • Geringere Merkfähigkeit bei nur gehörtem Text.
  • Es ist schwer, sich die Verseinteilung zu merken.
  • Es ist schwer, spezielle Schwachstellen zu trainieren, weil man sich erst durch den ganzen Track durchhören muss.

Pro

  • Lohnt sich bei längeren Abschnitten, gerade wenn man viel Freie Zeit hat, z.B. beim Autofahren etc.
  • Durch die Sprachmelodie prägen sich die Verse umso besser ein und Fehler werden sehr schnell entdeckt, weil man merkt, dass „etwas fehlt“.

Fazit

Das lernen durchs Hören während der Autofahrt ist auf jeden Fall gut genutzte Zeit, und gerade durch das gehörte Wort und die eingeprägte Sprachmelodie sitzt der Abschnitt sehr gut im Gedächtnis und Fehler werden seltener gemacht. Leider dauert es aber um einiges länger, bis man die Verse auswendiggelernt hat, weil man sich durch das hören viel weniger

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einprägt, als wenn man es liest oder schreibt.

Der Aufwand misst sich daran, wie gut man mit technischen Mitteln umgehen kann: Mittlerweile hat jedes Handy eine Diktierfunktion, auf der man Abschnitte gut aufnehmen kann und über das Autoradio oder Kopfhörer abspielen lassen kann. Somit sollte das nicht ein allzu großes Hindernis sein.

Gerade die, die einen längeren Arbeitsweg haben, nutzen die Zeit dadurch besonders effektiv.

Leider habe ich diese Methode nicht bei einzelnen Versen ausprobiert, und nicht für diesen Bereich erprobt. Vielleicht ist diese Methode bei kurzen Versen viel effektiver als bei längeren. Falls du damit Erfahrung gemacht hast, kannst du es gerne in einem Kommentar mitteilen.

In einem nächsten Beitrag werde ich davon berichten,  welche Methode ich auch genutzt habe, um länger Abschnitte effektiv auswendigzulernen..

 

Die zweite Missionsreise des Paulus als Powerpoint und Karte

Nach der ersten Missionsreise, die Paulus mit Barnabas unternommen hatte, beschäftigte eine Frage die junge Christenheit: Müssen Heiden das Gesetz halten? Nachdem diese Frage auf dem ersten Apostelkonzil in Jerusalem geklärt wurde, vergingen einige Tage, bis Paulus zu Barnabas sprach:  „Lass uns wieder umkehren und in all den Städten, in denen wir das Wort des Herrn verkündigt haben, nach unseren Brüdern sehen, wie es um sie steht!“ Barnabas stimmte zu und wollte mit ihm ziehen. Doch leider gab es eine Auseinandersetzung zwischen Paulus und Barnabas, wen sie als Begleiter mitnehmen sollten. So mussten die zwei treuen Diener sich trennen und Paulus machte sich mit Silas auf die zweite Missionsreise, während Barnabas mit Johannes Markus nach Zypern reisten.


Alle Links in diesem Beitrag

Tabelle zu Ereignissen und Entfernungen

Karte zur zweiten Missionsreise

Powerpoint Präsentation


 

Die Erlebnisse auf der Missionsreise

Auf der Reise erlebten sie viele wunderbare Dinge, die in folgender Tabelle zusammenngefasst sind:

Ort

Ereignis

Syrien und Cilicien Durchziehen das Gebiet und stärken die Gemeinden
Derbe und Lystra Treffen Timotheus, den sie nach erfolgter Beschneidung mit auf die Reise nehmen.
Ikonium und Antiochien Durchziehen das Gebiete und teilen die Beschlüsse des Apostelkonzils mit. Gemeinden werden gestärkt und wachsen.
Phrygien und Galatien Sie reisen durch Phrygien und Galatien und es wird ihnen gewehrt nach Asia zu ziehen.
Mysien In Mysien lässt der Geist nicht zu, dass sie nach Bithynien reisen, so reisen sie an Mysien vorbei.
Troas Paulus hat ein Nachtgesicht von einem mazedonischen Mann, der sie ruft. Ab hier reist Lukas, der Arzt mit.
Samothrace und Neapolis Fahren mit dem Schiff von Troas ab und kommen nach Samothrace und am folgenden Tag nach Neapolis.
Philippi Treffen die Purpurhändlerin Lydia, gründen eine Gemeinde. Nach der Heilung einer besessenen Frau werden Paulus uns Silas ins Gefängnis geworfen. Sie loben Gott in der Nacht und es geschieht ein Erdbeben. Der Kerkermeister bekehrt sich und sie werden am folgenden Tag freigelassen.
Amphipolis und Apollonia Durchreisestationen auf dem Weg nach Thessalonich.
Thessalonich Verkündigen an drei Sabbaten und viele Juden und Griechen bekehren sich. Nach einen Aufstand werden Jason und die Brüder festgenommen. In der Nacht werden die Missionare nach Beröä gesandt
Beröa Edel gesinnte Juden, die das Wort aufnahmen in der Schrift forschen, ob die Verkündigung des Paulus wahr ist. Nach einer großen Erweckung kommen die Juden aus Thessalonich und wiegeln das Volk auf. Paulus wird alleine nach Athen gesandt, Silas und Timotheus bleiben in Beröa.
Athen Paulus hat Unterredungen mit den Juden in der Synagoge, und diskutiert mit Philosophen auf dem Marktplatz. Nach der Verkündigung auf dem Areopag schließen sich ihm einige an.
Korinth Paulus reist alleine nach Korinth und lernt die Zeltmacher Aquilla und Priscilla kennen. Nachdem Silas und Timotheus kommen sendet er den ersten Thessalonischerbrief. Gott sagt Paulus, dass er ein großes Volk in der Stadt habe und trotz Widrigkeiten verkündigen solle. So bleibt Paulus 1 Jahr und 6 Monate in Korinth.
Kenchreä Paulus lässt sich aufgrund eines Gelübdes das Haupt scheren.
Ephesus Weitereise nach Ephesus wo er kurze Zeit Gespräche in der Synagoge hat. Paulus drängt aber auf die Abreise, weil er zum Fest in Jerusalem sein will.
Cäsarea und Jerusalem Paulus landet in Cäsarea und besucht das Fest in Jerusalem
Antiochia Er zieht in seine Heimatgemeinde zurück.

Download

Die zurückgelegte Strecke

Es ist immer höchst interessant zu wissen, welche Distanz auf den einzelnen Missionsreisen zurückgelegt wurde.  Für die zweite Missionsreise ist auf der Seite der Biblical Archeology Society ein Artikel mit den einzelnen Stationen veröffentlicht. Daran ist auch die folgende Zusammenstellung angelehnt:

Start

Ziel

Kilometer

Jerusalem Antiochia 604
Antiochia Tarsus 225
Tarsus Faustionopolis 97
Faustionopolis Phrygien und Galatien 700
Phrygien und Galatien Troas 805
Troas Neapolis 225 (See)
Neapolis Philippi 24
Philippi Thessalonich 137
Thessalonich Beröa 72
Beröa Pydnaa 48
Pydnaa Athen 451 (See)
Athen Korinth 80
Korinth Ephesus 402 (See)
Ephesus Cäsarea 998 (See)
Cäsarea Jerusalem 97
Gesamt: 4.965 Kilometer
Landweg: 2.889 Kilometer
Seeweg: 2.076 Kilometer

Download

Karten zu der zweiten Missionsreise

Die komplette Reise
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Die Hinreise bis KorinthDownload

Die RückreiseDownload

 

Die einzelnen Stationen als BlankoDownload

 

Powerpoint zu der zweiten Missionsreise

Zudem habe ich mir die Mühe gemacht die gesamte Karte animiert in Powerpoint dazustellen. Wenn man die Präsentation hält wird eine Station nach der anderen angezeigt und eignet sich somit sehr gut für einen detaillierten Vortrag über die zweite Missionsreise. Die Präsentation darf frei unter Angabe der Quelle weiterverwendet werden.

Eine Übersicht über die einzelnen Folien:

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Download Powerpoint Präsentation


Weiteres auf Gladium Spiritus

Die erste Missionsreise des Paulus als Powerpoint und Karte

Das Leben des Paulus: Zeitstrahl

Präsentation: Die Entstehung und Überlieferung des Neuen Testamentes


 

Präsentation: Die Entstehung und Überlieferung des Neuen Testamentes

Für eine Jungscharstunde zu dem Theme „Die Entstehung und Überlieferung des NT“ habe ich eine PowerPoint erstellt, die ich hier mit euch Teilen möchte. Es ist eine kleine Einführung zu der Thematik und geht nicht besonders in die Tiefe, kann  aber gerne als Kurzvortrag für die eigene Jungschar verwendet werden.

Folgende Themen werden in der Präsentation betrachtet:

  • Abfassungszeit der Bücher im NT
  • Aus welchem Grund wurde das NT geschrieben?
  • Wie wurde damals geschrieben?
  • Einteilung in Verse und Kapitel
  • Die Kanonisierung des NT
  • Erhaltene Manuskripte des NT
  • Unsere Übersetzungen heute
  • Die Zuverlässigkeit der Überlieferung

Einen Einblick in die Präsentation findest du hier:

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Downloads:

Die Entstehung und Überlieferung des NT.pptx

Lektion zum Thema.pdf


Weitere Präsentationen auf Gladium Spiritus

Die erste Missionsreise des Paulus als Powerpoint und Karte


 

Wie sieht die praktische Hingabe des Leibes aus?

Stellung des Leibes

In dem ersten Artikel haben wir betrachtet, Was die Bibel meint, wenn sie von „Leib“ und „Fleisch“ spricht. Hier möchten wir uns damit auseinandersetzen, wie nun der Vers aus Römer 12, 1 richtig ausgelebt werden kann.

Römer 12,1 Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger Gottesdienst!

Heiligung ist der Beginn und das Ziel der Hingabe

Wie schon im ersten Artikel erwähnt, muss die Hingabe zusammen mit der Heiligung betrachtet werden. Die Heiligung ist „ganz und gar Gottes Werk[1]“ indem er uns von der Welt absondert[2].  Dieses geschieht vor der Hingabe durch die Wiedergeburt. Diese Heiligung für Gott erfordert von dem Christen eine Tat: Seinen ganzen Leib als ein heiliges Opfer Gott darzubringen[3]. Die Folge dieser Hingabe ist ein heiliger Lebenswandel, der sich durch Reinheit und Makellosigkeit auszeichnet. Demzufolge ist die Hingabe eine Antwort auf das heiligende Wirken Gottes in uns und führt zu einem heiligen Lebenswandel. Nie ist die Hingabe als Selbstzweck zu sehen und getrennt von Gottes Ansprüchen auszuführen, was sonst zu Gesetzlichkeit und bloßer Kasteiung des Leibes führt[4].  Es ergibt sich nun folgender Ablauf:

Von Gott geheiligt[5] → Hingabe des Leibes[6] → Heiliger Lebenswandel[7]

Die Begründung für die Hingabe und Heiligung

Der menschliche Leib kann nur unter zwei Herrschaftsbereichen stehen: entweder gehört er Gott oder dem Satan. Die letztere Herrschaft hat sich keiner ausgesucht, sondern jeder wurde darin geboren. Unter die Herrschaft Gottes gelangt man aber durch die Bekehrung und durch die Wiedergeburt. Durch das Einziehen des Heiligen Geistes in das Fleisch, dem Todesleib, wird dieser erneuert[8] und unter die Herrschaft Gottes getan. Aus diesem neuen Leben ergeben sich aus dem NT folgende Gründe zur Hingabe:

  1. Der Leib gehört nicht mehr uns, sondern Gott[9].
  2. Der Leib ist ein Tempel des Heiligen Geistes[10].
  3. Weil Gott heilig ist, sollen auch wir heilig sein[11].
  4. Heiligung ist das Ziel Gottes mit uns[12].

Wie sieht die praktische Hingabe aus?

Im diesem Punkt möchten wir  anhand der vier Begründungen zur Hingabe betrachten, wie ein Leben in Hingabe aussieht.

Weiterlesen „Wie sieht die praktische Hingabe des Leibes aus?“

Was meint die Bibel, wenn sie von „Leib“ und „Fleisch“ spricht?

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Im Laufe der Kirchengeschichte hat der Körper des Menschen (in der Bibel als „Leib“ bezeichnet) unterschiedlichste Wertungen und Behandlungen erfahren. Es gab Zeiten und Kreise, in denen der Leib und die damit verbundenen Triebe aufs gröbste verherrlicht und ausgelebt wurden, während es Gruppen gab, die alles „Leibliche“ als fleischlich und sündig auslegte und den Leib aufs äußerste kasteite. In zwei Artikel möchte ich ausarbeiten,

  1. Was in der Bibel gemeint ist, wenn von „Leib“ oder „Fleisch“ gesprochen wird.
  2. Was es bedeutet, den Leib Gott hinzugeben.

Einleitung

Der Leib des Menschen ist zuallererst der sichtbare Körper und „Sitz des irdischen Lebens[1]. In der Komplexität der biblischen Ursprachen liegen dem schlichten Wort „Leib“ mehrere Begriffe zugrunde und ist deswegen nicht leicht von anderen Begriffen abgrenzbar.

Im hebräischen liegt zuvorderst בּשׂר (basar[2]) der Übersetzung des Begriffes „Leib“ zugrunde, was aber je nach Übersetzung mit „Fleisch“ wiedergegeben wird[3]. Aber auch גּויּה (gewja[4]),  בּטן (beten[5]) und מעה (me’e[6]) werden mit Leib übersetzt und beschreiben zumeist den sichtbaren Körper. In der Verwendung des Begriffes zeigt sich aber, dass oft keine Unterscheidung zwischen Leib und Seele gemacht wird[7]. Bei tieferem Betrachten der Verse kann man erkennen, dass „Fleisch“ mehr die beseelte Substanz oder Stoff beschreibt, „während „Leib“ den wunderbaren Organismus bezeichnet, den Seele bzw. Leib bewohnen.[8]

Im neuen Testament wird hauptsächlich in den paulinischen Briefen streng zwischen Leib und Fleisch unterschieden. Für Leib wird hauptsächlich σῶμα (soma[9]) wiedergegeben und beschreibt den natürlichen, sichtbaren und neutralen Leib. Für die Übersetzung „Fleisch“ hingegen beschreibt das griechische σάρξ (sarx[10]) den Sitz der Sündenmacht[11] und hat einen weit negativeren Begriff als das Alttestamentliche בּשׂר (basar).

Im zweiten Teil der Ausarbeitung soll erarbeitet werden, wie die Hingabe im Leben des Christen auszusehen hat. Nee sagt zu Hingabe, dass sie „nicht das Ziel eines geistlichen Lebens [ist] sondern lediglich der Anfang [… und] in die Heiligung[12]“ führt. Heiligung ist das Werk Gottes in uns, die Hingabe des Leibes und Lebens soll unsere Antwort darauf sein[13].

In dieser Ausarbeitung soll aufgezeigt werden, wie der gläubige Mensch sein Leib (σῶμα/ soma) aus richtigen Motiven in eine für Gott wohlgefällige Weis hingibt.

Weiterlesen „Was meint die Bibel, wenn sie von „Leib“ und „Fleisch“ spricht?“

Lesezeichen: Maße der Bibel als PDF Download

Ihr kennt es bestimm auch: Ihr lest gerade eine spannende Geschichte aus der Bibel und stößt auf eine heute unbekannte Maßeinheit wie Rute, Spanne, Meile oder Stadion. Ein Glück, wenn man im Anhang eine Tabelle hat, in der alle Maße aufgeführt sind, aber leider sind in den neuen Studienbibeln die Maßtabellen irgendwo auf irgendwelchen Seiten verstreut und schwer zu finden. Aus dieser Not heraus habe ich ein Lesezeichen erstellt, auf dem alle wichtigen Längen- und Wegmaße aufgeführt sind mitsamt der Verrechnung zu anderen Einheiten.

Wegmaße der Bibel

1 2,5 6 625 3000 5000   Fuß 30 cm
  1 2,4 250 1200 2000   Schritt 75 cm
    1 104,4 500 833,3   Faden 180 cm
      1 4,8 8 2127,7 Stadion 188 m
        1 1,6 44,4 Sabbatweg 900 m
          1 26,6 Meile 1500 m
            1 Tagesmarsch 40 km

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Längenmaße der Bibel

1 4   12 16 24 28 168 Finger 1,9 cm
  1   3 4 6 7 42 Handbreit 11,3 cm
      1 1⅓ 2 2⅓ 14 Spanne 22,5 cm
        1 10½ Fuß 30 cm
          1 1⅙ 7 Elle 45,5 cm
            1 6 Große Elle 52,5 cm
              1 Rute 315 cm
                Faden 185 cm

LängenmaßeDownload.jpg

Als Lesezeichen

Die beiden Tabellen kann man sich auch einfach als doppelseitiges Lesezeichen ausdrucken. Die unten bereitgestellte Datei einfach downloaden, im richtigen Format ausdrucken und in die Bibel legen


Downloads

Wegmaße der Bibel.jpg

Längenmaße der Bibel.jpg

Lesezeichen Maße der Bibel.PDF


Auch auf Gladium Spiritus

Die ProphetenDownload

 

In 90 Tagen das Neue Testament durchlesen

Nach meiner letzten Predigt am Sonntag habe ich gemerkt, was Paulus meinte, als er sagte:

1.Korinther 9, 27: …sondern ich bezwinge meinen Leib und beherrsche ihn, damit ich nicht anderen verkündige und selbst verwerflich werde.

Ich merkte, dass ich der Sünde nur mit dem Schwert des Geistes, dem Gladium Spiritus entgegentreten könnte, und mir deswegen viel mehr Zeit zum Bibellesen nehmen sollte. Aber lesen wie ein Schwert „das bald diesen, bald jenen frisst“ lag mir nicht nahe- ein System sollte dahinter stehen. Und ich erinnerte mich an ein Gespräch mit Eduard Klassen von Nimm und Lies, der von einem Leseplan sprach, in dem man die Bibel in 90 Tagen durchlesen könnte. Ich habe auch einen in Form einer App gefunden und später auch auf Bibelstudytools,  fand beides aber ein bisschen umständlich, weil ich es am liebsten in meinem Handy integriert in der BibelApp hätte. Schlussendlich bin dann auf die Olive Treee Bible App gestoßen, die einen integrierten Lesplan bereitstellt, aber nur für das Neue Testament. Und es schien mir, dass es für den Anfang ein Versuch auf jeden Fall wert ist zuerst mit dem kürzeren Neuen Testament zu beginnen. Falls dieser dann mit Erfolg gekrönt ist, kann ich mich dem größeren Projekt, der ganzen Bibel in 90 Tagen annehmen- ich werde davon berichten.

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Die Olive Tree Bibel App

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Unter Lesepläne findet man den „90 Day reading Plan“
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Die Aufgabe von Tag 2

Leider ist in dieser App das Angebot an deutschen Bibeln sehr gering, und ich durfte 5,99€ für die Schlachter 2000 ausgeben.

Für die die meinen, ihr Handy hat einen zu geringen geistlichen Nutzen in Wartezeiten, auf Haltestellen, im Zug und an anderen stillen Orten, sollte zur segensreichen Beschäftigung mehr das Wort Gottes lesen. Mehr als 4 Kapitel sind es pro Tag nicht- und das macht nicht mehr als 15 Minuten aus.


Links

Die Olive Tree Bibel App

Ein ähnlicher Leseplan auf Englisch

90 Days New Testament- Bible Study Tools

Gesammelte Bibellesepläne auf Gladium Spiritus


 

Alle Sabbat und Hall- und Jubeljahre der Geschichte

Ganz zu Beginn des Wirkens Jesu, liest er in der Synagoge von Nazareth aus der Schriftrolle von Jesaja. Vor allen Zuhörern spricht der Zimmermann Jesus folgende Verse:

Lukas 4,18-19 »Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden; er hat mich gesandt, zu heilen, die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu verkünden und den Blinden, dass sie wieder sehend werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen, um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn.«

Nachdem Jesus das gelesen hatte, bezog er diese Stelle auf sich- als Dank dafür und in großem Unglauben unterbrach ihn die Volksmenge in seiner Ansprache, stieß ihn aus der Synagoge hinaus und wollten ihn in einen Abgrund stürzen. Jesus aber bewies seine große Macht darin, dass er an der Klippe angekommen sich einfach umdrehte und durch die Menschenmenge zurückging, ohne dass diese ihm etwas antun konnten.

Die Auslegung ist für uns heute genauso Interessant, wie die damals für die Juden in Kapernaum. Denn neben der Bedeutung, dass Jesus hier bezeugt, dass er der Messias ist und Jesaja von ihm prophezeiht hat, hat auch eine andere, historische Bedeutung die Bibelleser interessiert.

Der Vers 19 „um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn“ machte eine Bibelforscher aufmerksam: Die „Befreiung“ und „Freiheit“, die in dem 18. Vers erwähnt wird, deutet auf die Praktiken hin, die laut dem Gesetz Moses für die Sabbatjahre vorgesehen waren. Deswegen haben sich die Bibelforscher immer wieder darüber unterhalten, ob nicht gerade bei Jesu Wirkensbeginn 27n.Chr. ein Sabbat oder gar ein Jubeljahr gewesen ist.

Allen voran Floyd Nolen Jones, der versucht hat, das „angenehme Jahr des Herrn“ als Hall-und Jubeljahr zu deuten. In seinem Buch findet sich folgende Tabelle aller errechneten Jubeljahre von 1394 v.Chr, dem ersten Jubeljahr in Kanaan, bis 2085, dem letzten in dem 21. Jahrhundert:

Alle Jubeljahre
1 1395 v.Chr 23 317 v.Chr 45 762 n.Chr 67 1840 n.Chr
2 1346 v.Chr 24 268 v.Chr 46 811 n.Chr 68 1889 n.Chr
3 1297 v.Chr 25 219 v.Chr 47 860 n.Chr 69 1938 n.Chr
4 1248 v.Chr 26 170 v.Chr 48 909 n.Chr 70 1987 n.Chr
5 1199 v.Chr 27 121 v.Chr 49 958 n.Chr 71 2036 n.Chr
6 1150 v.Chr 28 72 v.Chr 50 1007 n.Chr 72 2085 n.Chr
7 1101 v.Chr 29 23 v.Chr 51 1056 n.Chr
8 1052 v.Chr 30 27 n.Chr 52 1105 n.Chr
9 1003 v.Chr 31 76 n.Chr 53 1154 n.Chr
10 954 v.Chr 32 125 n.Chr 54 1203 n.Chr
11 905 v.Chr 33 174 n.Chr 55 1252 n.Chr
12 856 v.Chr 34 223 n.Chr 56 1301 n.Chr
13 807 v.Chr 35 272 n.Chr 57 1350 n.Chr
14 758 v.Chr 36 321 n.Chr 58 1399 n.Chr
15 709 v.Chr 37 370 n.Chr 59 1448 n.Chr
16 660 v.Chr 38 419 n.Chr 60 1497 n.Chr
17 611 v.Chr 39 468 n.Chr 61 1546 n.Chr
18 562 v.Chr 40 517 n.Chr 62 1595 n.Chr
19 513 v.Chr 41 566 n.Chr 63 1644 n.Chr
20 464 v.Chr 42 615 n.Chr 64 1693 n.Chr
21 415 v.Chr 43 664 n.Chr 65 1742 n.Chr
22 366 v.Chr 44 713 n.Chr 66 1791 n.Chr

Und es zeigt sich, dass im Jahr 27 n.Chr. ein Jubeljahr gewesen ist- Das ist genau das Jahr, in dem Jesus in der Synagoge von Kapernaum stand und die Verse aus Jesaja 61,1-2 vorgelesen hat. Eine sehr erstaunliche Parallele!

In Beschäftigung mit dieser Thematik habe ich auch ein Kalender erstellt, in dem alle Sabbat und Jubeljahre der Geschichte eingezeichnet sind.

Wenn man den jüdischen Kalender genau nimmt, dann geht ein Jubeljahr von September bis September (Erklärung dazu hier auf Seite 288ff). In dem obigen Kalender (nach gregorianische Zählung) kann man der hebräischen Jahreszählung nicht gerecht werden, weswegen lediglich das Jahr mit dem Beginn des Jubel- bzw. Sabbatjahres markiert ist. 27 n.Chr. entspricht also dem Jubeljahr von September 27 bis September 28 n.Chr.

Für die, die sich mit der Thematik ein wenig mehr auseinandersetzen möchten oder den Kalender für andere Aufgaben brauchen, sind die Dateien als Download frei verfügbar.


Downloads

Kalender aller Sabbat und Jubeljahre

Alle Sabbat und Jubeljahre.pdf

Alles Sabbat und Jubeljahre.xlsx


 

Die erste Missionsreise des Paulus als Powerpoint und Karte

Paulus und Barnabas haben eine Strecke von 1800 Kilometer in einer Zeit von fast zwei Jahren zurückgelegt und dabei eine Menge an Christlichen Gemeinden in Syrien und Kleinasien gegründet. Die Missionsreisen des Paulus haben ihre Wirkung bis in unsere Zeit hin fortgesetzt- begann doch die große Missionierung der nichtjüdischen Welt gerade während diesen Reisen. Auch heute ist der Missionseifer des Paulus und seiner Mitdiener ein Ansporn für viele Christen auch die frohe Botschaft vom Reich Gottes zu verkündigen.

Anschaungs- und Präsentationsmaterial zu der ersten Missionsreise des Paulus biete ich hier als kostenlosen Download zur freien Nutzung an. Es gibt die Reise komplett auf einer Karte, als Tabelle oder als Powerpoint, in der nach und nach jede Stadt einzeln mit den dort geschehenen Ereignissen aufleuchtet.

Die gesamte erste Missionsreise: Als Karte

1.Missionsreise gesammtDownload

Die erste Missionsreise: Hinreise mit Informationen

1.Missionsreise HinreiseDownload

Die erste Missionsreise: Rückreise mit Informationen

1.Missionsreise RückreiseDownload

Die erste Missionreise: Powerpoint und PDF

PowerpointPowerpoint: Erste Missionsreise.pptx

PDF: Erste Missionreise.pdf

Alle Ereignisse der ersten Missionsreise

Hinreise1.Missionsreise Hinreise TabelleDownload

Ort Ereignisse Bibelstelle
Antiochia Beginn der ersten Missionsreise von Paulus und Barnabas. Apg. 13,1-4
Seleuzia Paulus und Barnabas reisen nach Seleuzia, von wo sie nach Salamis, Zypern segeln. Apg. 13,4-5
Salamis In Salamis predigen Paulus und Barnabas in jüdischen Synagogen. Apg. 13,4-5
Paphos Paulus und Barnabas predigen Sergius Paulus. Bar-Jesus versucht vergeblich, das zu verhindern. Apg. 13,6-12
Perge Von Paphos segeln sie nach Perge um nach Antiochia in Pisiden zu kommen. Apg. 13,13
Antiochia in Pisidien In Antiochia in Pisiden verkündigt Paulus Jesus als den Messias. Nach starkem Widerstand reisen sie nach Ikonium. Apg. 13,14-52
Ikonioum Großer Widerstand gegen das Evangelium und Flucht nach Lystra und Derbe unter Todesgefahr. Apg. 14,1-7
Lystra Nach der Heilung eines Gelähmten werden sie fast als Götter verehrt. Später wird Paulus gesteinigt und flüchtet nach Derbe. Apg. 14,8-20
Derbe Eine „schöne Zahl Jünger gewonnen“ und baldige Rückreise nach Lystra. Apg. 14,20-21

Rückreise1.Missionsreise Rückreise TabelleDownload

Lystra, Ikonium und Antiochia Auf der Rückreise stärken sie die Gemeinden in Lystra, Ikonium und Antiochia und setzen in jeder Gemeinde Älteste ein. Apg. 14,20-21
Perge Paulus und Barnabas predigen das Evangelium bevor sie nach Attalia reisen. Apg. 14,24-25
Attalia În Attalia besteigen sie ein Schiff, dass sie nach Antiochia in Syrien zurückbringt. Apg. 14,26
Antiochia in Syrien Paulus und Barnabas berichten von ihrer Missions-reise und bleiben „eine nicht geringe Zeit“ in Antiochia. Apg. 14,27-28

Beide Tabellen auch in der PDF: Erste Missionreise.pdf

 

 

 

Wie besitzt ein Christ sein Besitz richtig?

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In dem vorigen Beitrag: Die Stellung eines Christen zu Arbeit und Besitz

1.        Die Frage der Herrschaft

Die Frage, der wir uns zuallererst stellen wollen, ist: Wer ist der Herrscher in dieser angelegenheit? Der Mammon, Gott oder wir selber? ,Spurgeon schrieb von dem Geld, dass es schlimm wäre, „wenn es sich bei uns niederließe und unser Herr würde.[1]“ und Jesus sagte, dass man nicht dem Geld und Gott gleichzeitig dienen kann[2]. Dies kann man auch ausweiten auf den ganzen Besitz eines Menschen und die Frage stellen: Wer ist der Herr in dieser Beziehung? Es ergeben sich drei Möglichkeiten:

1.1        Der Besitz ist der Herr

Die gefährlichste der Möglichkeiten ist die, dass der Besitz Herr über unser Denken, Fühlen und Wollen ist. Alles was getan wird, ist dem Aspekt unterworfen, mehr Besitz anzuhäufen. Diese Herrschaft ist gnadenlos, weil sie keinen anderen Herrn erlaubt und als Ziel hat, den Menschen in das Verderben zu stürzen[3].

Häuft man sein Besitz alleine dazu an, um es zu besitzen ist die Gefahr groß, dass es sich während des Leben durch Umstände[4] und am Ende des Lebens ganz sicher in ein Nichts auflösen wird. Es sei deswegen zu bedenken, dass unser ganzer Besitz, wie auch wir, von Grund auf Gott gehören[5] und wir lediglich Verwalter der Güter sind. Es steht dem Mammon deswegen nicht zu, Herr über den Christen zu sein, nur muss dieser sich dazu bewusst durchringen.

1.2        Der Mensch will Herr über seinem Besitz sein

Einige Christen sind der Meinung, dass Gott seinen Leuten gelingen gibt, um den Besitz zu vermehren und für sich selbst zu nutzen[6].  Sie geben den Zehnten getreu ab, aber was darüber ist, wird als „nicht unter Gottes Einfluss stehend“ betrachtet. Doch hat ein Christ nicht das Recht dazu, es nur für sich selbst auszugeben[7]. Die Gefahr bei dieser egozentrischen Lebensweise ist, dass sich der irdische Reichtum geistlich gesehen als große Armut entpuppt[8] und letztendlich der Vernichtung anheimfällt, weil er nur für das eigene Vergnügen ausgegeben wurde[9]. Die Folge davon ist, dass man, im Himmel angekommen, keinen ewigen Besitz vorzuweisen hat und der Lohn kärglich ausfällt[10].

Eine zweite Gefahr ist die, dass bei dem „kargen wo man soll“ man schon auf der Erde nur noch ärmer wird[11]. Watchman Nee sagt über Menschen, die ihr Geld an sich raffen, dass sie nicht dabei sein werden, „wenn Gott „sein Geld“ austeilt“[12]. Es ist also eine schlechte Zukunftsinvestition, wenn man hier auf der Erde sein Geld nur für sich behält und nicht bereit ist es für die Arbeiten im Reich Gottes auszugeben.

1.3        Gott ist der Herr über unser Besitz

Es ist eine Frage der Liebe, welchen Stellenwert Gott und der Besitz in unserem Leben einnimmt. Piper bedauert es, dass viele ihre tiefste Sehnsucht mit käuflichen Vergnügen zu stillen versuchen und „sich mit der Geldliebe zufriedengeben statt mit der Liebe Gottes.[13]

Genauer betrachtet ist es also eine Frage des tiefsten Glücks, ob wir uns mit der Liebe zum Besitz betäuben oder das wahre Glück in der Liebe zu Gott finden. Deswegen geht dem allen die Übergabe des gesamten Lebens an den ewigen Gott voraus, bevor wir Gott als Herr über unseren Besitz stellen können[14], weil dieser nur ein Teilbereich eines Lebens als Christ ist.

An Zachäus sieht man[15], wie seine neue Einstellung zum Besitz für Jesus der Anlass war, zu bezeugen, “diesem Haus Heil widerfahren […] ist[16].

Die Folge dessen ist, dass wir anerkennen, dass weder wir, noch unser Besitz uns gehören[17] und Gott das Recht dazu hat, zu bestimmen, was damit geschehen soll.  Viele schrecken vor diesem Schritt zurück, weil sie befürchten, alles was sie haben, abgeben zu müssen und meinen dadurch tiefunglücklich zu werden. Dem Christen stellt sich deswegen die Frage, was Gott mit dem Besitz machen will, wenn er der Herrscher darüber wird.

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3.1.1   Was will Gott mit meinem Besitz machen?

Das Ziel, das Gott mit unserem Besitz verfolgt ist zuallererst der, dass er uns damit ewige Freude und Reichtum[18] verschaffen will. Daraus ergeben sich Richtlinien[19], die uns Gott als Herrscher über unseren Besitz übermittelt hat

  1. Für Gott säen[20]: Der Überfluss und Besitz der Gegenwart soll als Saatmaterial verwendet werden, um in zukünftiger Notlage von anderen Menschen Hilfe zu ernten[21].
  2. Es Gott bringen[22]: Gerade die Abgabe des Zehnten[23] zuallererst an die eigene Gemeinde ist eine feste Verpflichtung[24]. Dies führt laut Maleachi zu Segen in Fülle.
  3. Gebet- und Geistgeleitet[25]: Unser Geben „sollte als Antwort auf ein ernstes, gläubiges Gebet[26]“ vom Heiligen Geist geleitet sein.
  4. Gott alles schenken[27]: Der Bruch mit der Herrschaft des Mammons zeigt sich darin, dass man alle Absicherungen an Gott abgibt. Wer von Gott Hilfe erwarten will, muss zuerst das letzte Wasser und das letzte Scherflein Gott opfern[28].
  5. Freiwillig und großzügig geben[29]: Ein Sparen am falschen Ort führt statt zu Reichtum zur Armut, einen freiwilligen und fröhlichen Geber hingegen hat Gott lieb[30].
  6. Sorge um die eigene Familie[31]: Wer seinen ganzen Besitz der eigenen Familie vorenthält, ist schlimmer als ein Ungläubiger. Deswegen hat die Sorge für die eigene Familie vor Gott einen hohen Stellenwert.

Zusammenfassend gilt, dass ein Christ „lernen [soll], seinen Besitz und seine finanziellen Angelegenheiten loszulassen.[32]“ Indem er seinen Besitz und seine Kraft für das Werk Gottes ausgibt, übergibt er es Gott, der dann mit liebender Fürsorge für alle Bedürfnisse sorgt[33].

2.       Abschließende Gedanken

Es ist ein herausforderndes Thema, sich mit den Anforderungen Gottes über „meinen“ Besitz zu beschäftigen. Gerade weil viel Literatur und viele Erfahrungen die Kirchengeschichte bereichert haben, findet man unterschiedlichste Ratschläge. In den grundlegenden Dingen wie dem Zehnten und den freiwilligen Spenden sind bibeltreue Ratgeber sich aber einig: Dass diese, wie der gesamte Besitz und der ganze Christ Gott gehören.

Komplexer werden die Gedanken, wenn es nach dem Maß der Hingabe geht. Strengere Ansätze der Gütergemeinschaft zum Beispiel haben in der Geschichte immer wieder Anklang gefunden. Weil diese aber nicht als Allgemeine Regel für jede Gemeinde festlegbar ist, wurde hier kein größeres Augenmerk daraufgelegt.

Lediglich die Position einiger bibelfesten Christen wie Watchman Nee, Georg Müller, Bakth Singh oder auch Hudson Taylor werfen mir große Fragen auf. Sollen wir wirklich wie sie im Dienst für den Herrn jeden Gelderwerb aufgeben, kein Geld einfordern, sondern alles was wir Besitzen spenden und allein von Fügungen des Himmels leben? Gerade 3.1.1 Punkt 4 ist für den normalen Christen schwer realisierbar, auch wenn es wahr ist, was Nee dazu sagt. Es mag sein, dass einige ihren ganzen Besitz für das Werk Gottes geopfert haben, aber es als Regel für alle Christen zu formulieren fällt hierbei schwer.

Auch die Position alles von dem Herrn zu erbeten, statt mit eigenen Händen wie Paulus arbeiten zu gehen, ist für mich weniger nachahmenswert, obwohl es bei vielen großen und gesegneten Männern Gottes auffindbar war und ist. Deswegen ist es individuell mit Gott abzuklären, ob solch eine Vorgehensweise von Gott gefordert oder erwartet wird.

Der Fakt, dass der Christ und sein ganzer Besitz Gott gehören und wir lediglich dessen Verwalter sind, ruft jeden Christen dazu auf, Gott zu fragen, was dieser mit seinem Besitz erreichen will. Diese individuell zu klärende Frage muss eng mit Gott abgesprochen werden und nicht aus falschen Motiven heraus geschehen. Denn kein Christ soll wie Ananias und Saphira enden, sondern mit seinem Besitz Schätze im Himmel ansammeln. Wie genau das geschieht- dazu sollen diese zwei Beiträge anregen und jeder Christ persönlich von Gott erbeten.

In dem vorigen Beitrag: Die Stellung eines Christen zu Arbeit und Besitz

 


Weiterführende Literatur

Piper, John. Von der Pflicht zur Freude, 1.Auflage, CLV Verlag Bielefeld 2006

Alcorn, Randy. Wo dein Schatz ist…, 1.Auflage, CLV Verlag Bielefeld 2016

Spurgeon, Charles H. Guter Rat für allerlei Leute; 2. überarbeitet Auflage, , CLV Verlag Bielefeld 2015

Nee, Watchman. Zur Ehre Gottes leben, 1.Auflage, CLV Verlag Bielefeld 1999

Luther, Martin. Predigten durch ein Jahr

Ströhmann,Gerd. Erziehungsrituale der Hutterischen Täufergemeinschaft. Münster LIT-Verlag 1999

MacDonald, William. Trachtet zuerst… 4.Auflage CLV Verlag Bielefeld 2003

Weiterlesen „Wie besitzt ein Christ sein Besitz richtig?“