Anspiel zum Erntedankfest: Das unmögliche Hochhaus

Feld New York

Psalm 92,6: Herr, wie sind deine Werke so groß!

Sprecher Ein Milliardär, der die Baukunst sehr schätzte und sein Geld liebend gern für Immobilien ausgab, kam eines Tages zu einem weltberühmten Architekten für Hochhausbau.
Milliardär Bauen sie mir das höchste Gebäude der Welt, Geld spielt bei mir keine Rolle.
Sprecher Der Architekt nickte und sagte erfreut:
Architekt Gerne – ich stehe ganz zu ihrer Verfügung! Woran haben sie gedacht?  Wie sollte ihr Hochhaus denn Aussehen?
Milliardär Es soll aussehen wie ein hoher, schlanker Turm. Gleichmäßig und glänzend in der Fassade.
Architekt Kein Problem! Solche Bauwerke sind kein Kunstwerk- wir besitzen die nötige Technik dazu schon seit Jahren. Wie hoch wollen sie denn bauen?
Milliardär Mindestens 1000 Meter. Höher als alle bisherigen Hochhäuser
Architekt Oh, einen neuen Weltrekord! Wenn Geld bei ihnen keine Rolle spielt, ist das auf jeden Fall machbar! Es ehrt mich sehr, dass sie mir solch eine bedeutungsvolle Aufgabe anvertrauen. Welche Wünsche haben sie noch?
Milliardär Im inneren des Hochhauses möchte ich Aufzüge verbaut haben mitsamt allen notwendigen Versorgungsleitungen und Verbindungsgängen.
Architekt In Ordnung, aber wozu legen sie solch einen großen Wert auf die Versorgung und Verbindung?
Milliardär Dazu komme ich noch, denn für viel mehr wird in dem Inneren kein Platzt sein. Das Haus soll einen Durchmesser von maximal vier Meter haben.
Sprecher Hier verschlug es dem Architekten die Sprache. Er nickte stumm, notierte etwas auf seinem Protokoll und wollte gerade etwas Fragen als der Millionär schon weitersprach:
Milliardär Dabei sollten die Wände maximal eine Dicke von einem halben Meter haben
Architekt (entsetzt) Einen halben Meter? Und maximal vier Meter im Durchmesser? Und so bis auf eine Höhe von 1000 Meter? (ironisch) Haben sie noch mehr solcher Wünsche?
Milliardär Oh, ich bin noch nicht am Ende angelangt. Elastisch sollte das Hochhaus sein- und sich im Wind biegen können. 100 Meter sollte dabei die Schwingungsbreite betragen.
Architekt (entsetzt) Elastisch- und biegsam. Und das bei einer Wandstärke von 50 Zentimetern?
Sprecher Der Architekt schlug die Hände über dem Kopf zusammen. Er wollte seinem Kunden einige Worte an den Kopf werfen, verschwieg sie dann aber doch. Den Milliardär störte das nicht weiter und er redete munter weiter
Milliardär Und ganz oben auf die letzten 120 Meter möchte ich ein Kraftwerk errichten, das für die Versorgung des gesamten Gebäudes aufkommt. Deswegen die vielen Versorgungsleitungen und Aufzüge in dem Gebäudeinneren.
Sprecher Hier geriet der Architekt aus der Fassung.
Architekt Hören sie mal: das höchste Gebäude der Welt ist 828 Meter hoch und hat einen Grunddurchmesser von über 80 Meter und Wände mit einer Dicke von 1,5 Meter. Und sie fordern von mir einen elastischen, 1000 Meter hohen Turm, mit einer Wanddicke von 50 Zentimetern und einem Durchmesser von vier Meter?
Milliardär Ganz genau!
Architekt Das ist unmöglich! Wie wollen sie das schaffen? Und dann noch ganz oben ein Kraftwerk aufsetzen? Unten vier Meter und nach oben hin sich verbreiternd? Das Hochhaus muss unten breit sein und nicht oben. Sie wissen doch gar nicht, was sie da fordern. Es gibt nichts, das diese Belastung aushält und dabei noch elastisch ist. An welche Baumaterialen haben sie denn dabei gedacht? Stahlbeton hält das nicht aus
Milliardär Stroh
Architekt (voller Entsetzen) Stroh? Sagen sie mal, machen sie sich lustig über mich? So ein Bauwerk und dann wollen sie es noch aus Stroh bauen? So etwas gibt es doch gar nicht.
Milliardär Doch, so etwas gibt es. Ich habe es schon gesehen. Sie sollten es nur nachbauen.
Architekt Wo haben sie so etwas gesehen? Ich bin seit Jahrzehnten Architekt von Hochhäusern und habe noch nie von solch einem unmöglichen Gebilde gehört.
Milliardär Nun, dann haben sie wohl immer in die falsche Richtung geschaut. In jedem Land stehen Milliarden solcher „unmöglicher Gebilde“
Sprecher Mit diesen Worten zog der Milliardär einen Plan aus seiner Aktentasche und überreichte diesen dem Architekten.
Architekt Eine Weizenähre? Was hat das denn mit ihrem Hochhaus zu tun?
Milliardär Ein Getreidehalm ist 250 mal höher als seine Grundfläche und hat oben ein Kraftwerk, das das Gewicht des gesamten Halmes um ein vielfaches übersteigt. Ich wollte nur, dass sie mir auch so etwas aufbauen.
Architekt Das kann ich nicht. Kein Mensch kann das. Solche Fähigkeiten besitzen wir nicht. Ich muss sie leider Enttäuschen- ich kann den Auftrag nicht annehmen.
Sprecher Die Geschichte vom Milliardär und seinem Architekten ist natürlich erfunden. Aber solch einen unmöglichen Turm hat Gott schon vor Jahrtausenden geschaffen mitsamt des Kraftwerks, den Getreidekörnern und allen Versorgungsleitungen.

Die Wand eines Weizen- oder Roggenhalms ist nur einen halben Millimeter dick, sein Durchmesser beträgt vier Millimeter, seine Höhe rund 1000 Millimeter. Der Getreidehalm ist also tatsächlich 250 Mal höher als sein eigener Durchmesser. Und trotz seiner Größe und geringer Grundfläche steht er aufrecht und biegt sich elastisch im Wind. In seinem Inneren liegen eine Menge von Leitungen, die für den Transport von Wasser, Energie und Nährstoffen zuständig sind, damit ganz oben in der Ähre Körner voller Nährstoffe gebildet werden können. Ist diese kleine Ähre nicht ein großes Wunder?

 

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Mit Ideen  von hier.

Was sind schon 50 Jahre?

50

Für eine Goldene Hochzeit habe ich folgenden Beitrag vorbereitet und möchte ihn mit euch teilen, weil leider wenige Beiträge für solche Anlässe online zu finden sind.  Dieser Textbeitrag passt auch zum fünfzigsten Geburtstag oder in abgewandelter Form für alles, was die Dauer von 50 Jahren verdeutlichen soll. Auf jeden Falls sollte es dazu da sein, dich zum Nachdenken anzuregen, was in deinem Leben wirklich Wert hat.

Psalm 90,12: Lehre uns unsere Tage richtig zählen, damit wir ein weises Herz erlangen.

Was sind denn schon 50 Jahre? Für den einen sind 50 Jahre viel, für den anderen viel zu wenig. In 50 Jahren kann man zum reichsten Mann der Welt werden, während sich bei einigen anderen Dingen in 50 Jahren fast nichts verändert.

50 Jahre, das sind 600 Monate, 18 262 Tage, 438 300 Stunden, 26 298 000 Minuten und 1 577 880 000 Sekunden. Diese Zeit kann man mit folgenden Beispielen veranschaulichen:

  • Wenn man mit einem Weizenkorn beginnt und für 50 Jahre drei Körner pro Ähre erntet und wieder aussät, könnte man heute alle Planeten unseres Sonnensystems 9783 mal voll mit Weizen einsäen.
  • Wenn man für 50 Jahre jeden Tag 10 Euro auf die Seite legt hat man am Ende eine Summe von 182 620 Euro gespart.
  • Eine Roteiche braucht 50 Jahre um auf eine Höhe von 32 Meter zu wachsen.
  • Für den 969 Jahre alten Methusalem waren 50 Jahre so viel vom Leben, wie bei uns 4 Jahre.
  • In 50 Jahren hat man so viele Wörter gesprochen, dass man eine halbe Millionen DINA4 Seiten beidseitig bedrucken kann. Um diese transportieren zu können bräuchte man 5 Europaletten.
  • Liest man pro Tag 4 Kapitel aus der Bibel, kann man in 50 Jahren die Bibel 61 mal durchlesen.
  • Lernt man jeden Tag einen halben Vers aus dem Neuen Testament auswendig, hat man nach 50 Jahren das gesamte Neue Testament im Gedächtnis eingespeichert.

Ob die 50 Jahre viel oder wenig sind, hängt nicht von der Zeit ab, die verflossen ist, sondern von den Ereignissen die geschehen und den Werken die getan wurden.

  • Jedes Wort Gottes, das in eurem Herzen Frucht gebracht hat, ist mehr Wert, als ein ganzes Sonnensystem voll mit Weizenähren.
  • Jeder Cent oder Glas kaltes Wasser, das ihr für Bedürftige und das Reich Gottes ausgegeben habt, ist mehr wert als 182 620 Euro.
  • Jede Beziehung, sei es zu Gott oder mit Menschen, die über die Jahre gepflegt wurde, hält besser als jede 32 Meter hohe Roteiche.
  • Jede Minute, die ihr mit Gott verlebt habt, ist mehr wert als ein 969 Jahre langes Leben ohne Gott.
  • Jedes Gute Wort, das ihr zu eurem Nächsten gesagt habt, hat mehr Gewicht als eine halbe Millionen Blätter Papier.
  • Jedes Wort Gottes, das in eurem Leben in Tat umgesetzt wurde, ist nicht weniger Wertvoll als 61 mal die Bibel durchgelesen zu haben.

Was wichtig ist, ist nicht die Zeit, die wir haben, sondern die Dinge, die getan wurden. Deswegen wünsche ich euch, dass ihr in Zukunft nicht zuallererst mit Jahren zählt, sondern mit Werken und Taten!


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Die Würfelparabel und das Wort Gottes

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Psalm 25,14: Das Geheimnis des HERRN ist für die, welche ihn fürchten, und seinen Bund lässt er sie erkennen.

Leicht wiegt dieser durchsichtige Würfel nicht in meiner Hand, schwer ist er und hat eine interessante Gravur. Mittels Laser wurden, wie auch immer, kleine Punkte in den Würfel gebrannt und ergeben ein schönes Bild- hier vom Big Ben, dort von der Freiheitsstatue, woanders von jeder anderen beliebigen Figur.

Drehe ich den Würfel auf die Seite, ist das schöne Bild erloschen, ich sehe lediglich viele Punkte, die scheinbar sinnlos im Würfel verteilt sind. Doch mir fällt auf: wenn ich ihn leicht neige und drehe, sortieren sich diese vielen Punkte neu und ich erkenne Muster, Linien, sogar Formen! Faszinierend, wie sich je nach Blickwinkel, diese Punkte zu einem reichen Meer an unterschiedlichen Figuren und Mustern zusammenschließen.

Doch der Würfel hat noch mehr Geheimnisse. Blicke ich auf ihn von oben, zeigt sich mir zuerst auch dasselbe Bild: Punkte scheinbar wahllos im Würfel verstreut. Doch auch hier muss ich staunen: je nachdem wie ich den Würfel drehe und wende, erkenne ich wieder Formen und Figuren, ja noch viel mehr, ich erkenne sogar wirkliche Bilder darin! Die Punkte, die scheinbar sinnlos im Raum verstreut liegen, haben auch von oben gesehen bei bestimmten Blickwinkeln eine ganz neue Bedeutung: Bilder, ja ganze Gemälde ergeben sie!

Drehe ich den Würfel auf die Rückseite zeigt sich mir, wie erwartet, dasselbe Bild wie von Vorderseite, nur- es ist Spiegelverkehrt. Doch plötzlich erkenne ich neue Dinge, eine Fassade, die von vorne ganz unbedeutend und langweilig aussah, zeigt im gespiegelten Bild ein ganz neues Gesicht.

Dieser Würfel ist ein schönes Bild um die Wahrheiten der Bibel zu verdeutlichen. Auch die Bibel ist ein schwerer Würfel, der, wenn man ihn denn öffne und lese, ein deutliches Bild von uns Menschen und von Gott zeigt. Es zeigt, dass wir alle sündige Menschen sind, die Gott brauchen und ihn in Jesus Christus finden. Aber das ist noch nicht alles; drehen wir die Bibel weiter, finden wir scheinbar wahllos in der Bibel verstreute Verse, die auf den ersten Blick keinen Sinn ergeben. Suchen wir weiter und sammeln wir Verse zu einem Thema, schaffen wir es, dies Verse in einer Linie aufzureihen und plötzlich ergeben diese vielen Verse einen Sinn! Suchen wir noch weiter, bilden diese Linien Formen und Figuren und nehmen Gestalt an.

Desweiteren zeigt die Bibel auch die Sicht Gottes auf uns: wenn wir in die Sicht von oben eintauchen, erscheint uns vieles rätselhaft und unverständlich, aber wenn wir wissen, wo wir stehen sollen und welche Verse der Bibel zusammengestellt werden müssen, ergibt sich aus dieser Sicht ein ganz neues Bild- eines, das uns beim ersten Blick nicht aufgefallen wäre. Und wenn wir dann erkannt haben, wie Gott auf eine bestimmte Thematik schaut, erfüllt es uns mit Freude, weil wir in die Geheimnisse Gottes eingetaucht sind.

Und dann gibt es noch die Rückseite- das ist das ganze Alte Testament. Es ist ein Spiegelbild von dem, was wir im neuen Testament lesen. Viele Wahrheiten verstehen wir im Neuen Testament nicht, wenn wir es als isoliertes Werk betrachten. Sobald wir uns aber der Rückseite, dem Alten Testament zuwenden, bekommt das Neue Testament eine viel breitere Bedeutung.

Das ist das herrliche an dem Wort Gottes- auf den ersten Blick ergibt es ein schönes Bild, das schon viel aussagt, aber es beinhaltet noch mehr: zu jeder Frage meines Lebens kann ich in der Bibel eine Antwort finden, nur muss ich wissen, von welchem Blickwinkel ich schauen soll und wie ich die Verse miteinander Verbinde: schon habe ich ein neues Bild in der Bibel gefunden.

Matthäus 13,52: Da sagte er zu ihnen: Darum gleicht jeder Schriftgelehrte, der für das Reich der Himmel unterrichtet ist, einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt.

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Die beste Mutter

Math. 20,20: Da trat die Mutter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen zu ihm und warf sich vor ihm nieder, um etwas von ihm zu erbitten

Es gibt Mütter, die ihre Kinder
früh zur Musikschule bringen,
und das sind gute Mütter.

Es gibt Mütter, die ihre Kinder
jeden Tag zur Schule bringen,
und  das sind auch gute Mütter.

Es gibt Mütter, die ihre Kinder
in gute weiterführende Schulen bringen,
auch das sind gute Mütter.

Es gibt Mütter, die ihre Kinder
sogar auf Privatschulen bringen,
auch das sind gute Mütter.

Es gibt Mütter, die ihre Kinder
zu einem guten Abschluss bringen,
auch das sind gute Mütter.

Es gibt Mütter, die ihre Kinder
zu einer guten Ausbildung verhelfen,
auch das sind gute Mütter.

Es gibt Mütter, die ihre Kinder
zu einem guten Studium bringen,
auch das sind gute Mütter:

Es gibt Mütter, die ihre Kinder
zu einer guten Arbeitsstelle bringen,
auch das sind gute Mütter

Es gibt Mütter, die ihre Kinder
dazu gebracht haben, gute Vorgesetzte zu sein,
auch das sind gute Mütter

Es gibt Mütter, die ihre Kinder
zu einem erfolgreichen Leben bringen,
auch das sind gute Mütter

Dann gibt es auch die Mütter,
die ihre Kinder zu Jesus bringen,
und das sind die besten Mütter.

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Veronese: Le Christ rencontrant la femme et les fils de Zebedee                        Wiki CC

 

 

Christliches Ostergedicht: Wer hat ihn umgebracht?

Durch die Zeiten und Dekaden
Hat eine Frage viele Köpfe aufgeladen
Christen Juden Priester Pfarrer haben nachgedacht
Und fragten alle: „Wer hat Jesus umgebracht?“

Wie die einen schimpfend Zetern
Namen, Völker, Gruppen hassen
Widerstehen die andern diesem Wettern
Und hätten ihn am liebsten Tot gelassen.

Ob es Juden oder doch die Römer waren-
Ist die falsche Frag‘ und treffet nicht den Kern:
Müssen wir nach den Soldaten fragen,
Suchen wir die Mörder unseres Herrn.

Aus den Legionen röm’scher Heere
Stammten die Soldaten, die Vollstrecker
Diese Männer unbekannt und grausam,
Warns, die den Hammer schwingend
Schlag auf Schlag die Nägel schlugen
Schrecklich Mark und Bein durchdringend.

Stellt man dann die Frage nach der Herkunft und der Nation
Wird diese Frage antwortlos im Raume schweben
Kann man doch heute nicht die Antwort geben
Von welchem Volke stammte welcher Mann

Doch einen Nam´, mein ich zu wissen,
Des Soldats, der dienstbeflissen
Den Hammer und die Nägel trug
Und diese dann mit Kraft in Jesu Hände schlug.

Er kam aus Orten von Germaniens Süden
Wohnte in  dem Dorf, dass ich auch meine Heimat nenn.
Es war der Mensch, den ich am besten kenn
Doch war er nicht von meinen Brüdern.

Dieser Mann: er trug nicht irgendeinen Namen
Unbekannt und mit der Zeit vergessen
Nein, der Soldat, der die Nägel in die Hände Jesu schlug
War der Mann, der meinen Namen trug.

Ich selber war der Sünde Legionär
Dessen Fehler Schlag auf Schlag herniedersausten.
Denn der Mann, der unsern Heiland umgebracht
War ich selbst, in mir hat es die Sünd vollbracht.

Wenn dann noch einer mich will fragen
Welches Volk denn Jesus umgebracht
Muss ich mit tiefer Reue sagen:
„Ich, Ich und meine Sünde haben es gemacht“

Und nur allein durch seine Gnade
Wurde ich durch diesen Tod so wunderbar
Herausgerissen aus dem Heer der Sünder:
Ich bin nicht mehr der Sünde Legionär!

Ein Kind des Königs darf ich heißen
Der, um mich aus dem ew´gen Tod zu reißen
Für mich sein bestes hat gegeben:
Der König, für mich, sein eignes Leben.

Getrost im Sturme

Meine brüchige Burg umstürmen tobend die Winde
Blitze schlagen krachend in die uralte Linde
Doch trotz allem geborgen und sicher ich sitze
Wie in Mutters Schoß das zutrauliche Kinde

Auch wenn Wolken und Wetter im Heere sich winden
Alle Feinde gemeinsam mit List sich verbinden
Bleib doch die Ruhe in meiner schwachen Person
Denn ich kenne Gottes heiligen Sohn!

Der Gott, der seinen einzigen Sohn nicht verschonte-
Ihn auf die Erde sandte, der zuoberst nur thronte,
Kam und bei uns erbärmlichen Sündern hier wohnte
Die es mit Verrat und Ermordung ihm lohnten.

Er, der das alles durchgemacht um für uns zu siegen
Zu seinen Füßen kommt alles Fürchten zu liegen:
Alles was sündig, traurig, voll tödlichem Gift
Neutralisiert sein Blut und göttliches Licht.

Drum zu ihm, sucht ihn in riesigen Scharen
Lasst uns sein Wort für immer als göttlich bewahren-
Denn so kann er segnen und führt uns nicht ins Gericht
Denn der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht.

Ganz auf Gottes Gnade

Setz die Hoffnung ganz auf Gottes Gnade,
Hoff darauf, dass er vergibt!
Um alles andre Hoffen wärs zu schade-
Es ist Gott allein, der gnädig ist und liebt.

Ach, wenn ich so auf mich schaue,
den Sünder, der sonst nichts als schlecht:
Alles, was ich versuch gelingt nicht recht,
Vergeblich, wenn auf meine Kraft ich baue

Vorgenommen und nicht durchgeführt,
Geliebt und doch noch lau geworden,
Demut zeigen und doch Stolz gespürt;
Meine Schwächen sammeln sich in Horden

Jetzt begreif ich endlich, was ich bin:
Ein schwaches Kind, mangelnd an Verstand und Sinn
Der Rettung braucht aus dieser Lage
Gott du hörst doch, was ich dir sage?

Gott, grad deswegen fleh´ ich dich an,
Nimm dich meine Schwachheiten an,
Selber kann ich nichts vollbringen-
Kannst du zu mir durchdringen?

So will ich fest auf deine Gnade hoffen,
Staunend, weil dein Herz mir Sünder doch noch offen!
Ich blicke Jesus, alleine zu dir hin:
Du bist mein Leben und ewiger Gewinn.

Er kam in das Seine

Stell dir vor du kehrst von deiner Reise
Stille eines Abends auf dein Hof zurück
Und klopfst an deine Tür bedächtig, leise
An deinem Haus, die Wiege deines Glücks.

Und schon wird dir die Tür geöffnet:
Deine Kinder, deine Frau erblicken dich-
Doch verständnislos verziehen sich
Die Gesichter- Als erkennen sie dich nicht.

Mit teilnahmslosen leeren Worten
Wirst du winkend weggeschickt.
In den alten Stall- zu diesen Orten
Die selten nur ein Licht erblickt.

Du kamst als Herr des Hauses in das Deine
Kennest hier doch Stock und Stein
Und gelassen wurdest du alleine,
Bist unwillkommen an dem Ort der dein.

Grauenhaft ist uns die Fantasie,
Sein eignes Haus nicht als sein Heim zu nennen
Um dann geprügelt wie ein Hund davonzurennen
Was früher deins gewesen- bekommen wirst es nie.

Absurd ist der Gedanke, und doch geschah es so:
Jesus, dem die ganze Welt gehöret
Ist als Gott ins Eigentum gekommen
Und wurde doch nicht angenommen.

Jesus Christus-Herrscher aller Ewigkeiten
Bekam nicht mehr als eine Krippe,
Sie musste ihm als Bettchen reichen
Mit wem kann man diesen Gott vergleichen?

Doch wer meint, dass dadurch seine Herrschaft
Klein und anspruchslos im Heu versank,
Der verkennt den Christus, der voll Macht
Nie in seiner Kraft und Herrschaft wankt.

Ob als kleines Kindlein in der Krippe,
Ob sterbend als der Weltversöhner,
Ob wohnend groß in unsern Herzen:
Jesus Christus ist und bleibt derselbe
Meister, König, Freund und Hirt
Wie er schon vor langen Zeiten
Gewesen ist, bleibt er für alle Ewigkeiten.

Gedicht: Der Ruf der Ferne

Vor ihren Hütten, weit in der Ferne
Sitzen die Brüder und zählen die Sterne
Sie suchen drin etwas, was längst schon vergessen

Erzählend von Zeiten, als Gott sich noch zeigte
Von Vätern und Brüder, die damals ihn kannten
Doch heute sie trauen, und träumen vom Alten

Und ich sitz am Tische, vor meinen Büchern
Worin ist Verborgen, die Weisheit der vielen
Und leider vor denen, die von Jesus nichts hörten

In der Ferne die Brüder: sie suchten und forschten
Und vieles versuchten, und doch nicht den fanden
Von dem sie nichts hörten, weil wir nur geschwiegen.

Was steh ich denn müßig, und lebe vom Wasser
Das täglich mich speiset, und denen, die dursten
Nicht zeige die Quelle, die alles mir gab?

Drum auf an die Arbeit, die Diener sie fehlen
Die sicheren Schrittes, mit liebenden Händen
Die Ähren einholen, die der Meister erwählet.

Gedicht: Die übereilten Worte

Siehst du einen Mann, der übereilte Worte spricht, so kannst du für einen Toren mehr Hoffnung haben als für ihn.

Sprüche 29,20

Sei nicht ein Mann der übereilten Worte,
Denke nach, bevor du etwas sagst.
Und bevor du etwas tust, geh hin zum stillen Orte,
An dem du deinen Gott um Weisungen anrufst.

Salomo, er wusste schon vor Zeiten,
Dass ein Mann, der übereilte Worte spricht
Ein hoffnungsloser Fall nur ist-
Ganz sicherlich kommt er vor das Gericht

Wie ein Schwert ist jedes Menschen Zunge-
Doch nicht dafür, um im gewagten Sprunge
Heillos in dem Herz des Freunds zu wüten.

Nein, vielmehr soll er auf jedem Worte brüten
Denken, prüfen, ob es angebracht und gut.
So ist der Mensch, der Gottes Willen tut!