Worauf sonst – wenn nicht auf dich

Auf wen soll ich vertrauen
Wenn nicht auf dich , mein Herr?
Worauf denn sonst mein Leben bauen?
Mit dir ist es doch gar nicht schwer

Worauf  kann ich, der Sünder hoffen
Wenn nicht auf dich und auf dein Blut
Schwer haben meine Sünden dich getroffen
Doch für mein Leben gabst du dich auf: voll Mut

Unbegreiflich wunderbar
Ist dein Werk auf Golgatha
Nur weil ich arm, in Sünd‘ geboren
Kamst du herab von deinen Himmelstoren
Warst bereit für mich am Kreuz zu sterben

Mich zu retten vom verderben
Ich als schmutz’ger Sünder wars dir wert
Ich lobe dich, der mich bekehrt!

 

Es ist vollbracht

Viele Sätze wurden im Laufe der Jahrtausende über die Höhen Jerusalems gerufen. In Uralten Zeiten sprach der Priester Melchisedek als Priester von Salem seine Gebete auf den Bergen Jerusalems. Auch Isaak als Junge fragte seinen Vater „Wo ist das Opfertier?“ Auch das mächtige Rufen des Engel des Herrn schallte über den Berg Morija, als er Abram bezeugte: „Nun weiß ich, dass du den Herrn fürchtest“
Jahrhunderte lang schallten die gemischten Laute hebräischer und Jebusitischer Kehlen durch die Stadt Jebus- die Benjaminiter haben sie damals nicht vertrieben.  Erst zur Zeit Davids, nachdem das: „Selbst Lahme und Blinde können die Stadt verteidigen“ von den Mauern scholl, wurde die Stadt jüdisches Eigentum.
Herrliche Lieder Davids und weise Sprüche Salomos hallten über die Höhen des Berges Zion. Auch als der Tempel eingeweiht wurde und der Priesterchor „wie ein Mann sang“ war das herrlich anzuhören. Noch vieles Mehr hörte man auf den Bergen Jerusalems: Angefangen vom den Sünde Rehabeams und seiner Nachfahren. Gute und schöne Worte der gottesfürchtigen Könige, abwechselnd mit den Prophezeiungen von Männern in härenen Kleidern.
Mord und Totschlag brüllte nicht nur einmal durch die Gassen Jerusalems: Im Bruderkrieg zwischen Joas und Amazja und bei der Eroberung durch den König Nebukadnezar aus Babel schrieen schreckliche Worte über die Berge Zions.
Auch das gemischte Weinen und Jubeln bei der Grundsteinlegung des zweiten Tempels klang laut und verwunderlich, wie auch die Worte der Propheten Haggai, Sacharja und Maleachi, die zum weiterbauen aufforderten.
Das herrlichste Wort aber, das über die Stadt schallte, wurde vor den Toren mit Macht gerufen:

Es ist vollbracht!

Es gibt nichts herrlicheres auf der Erde, als wenn ein Kind Gottes die Reichweite und Tiefe dieses Wortes begreift! Vollbracht! Fertig! Alles!
Es ist einfach schön zu sehen, wie vielen Christen der Heilige Geist das offenbart. Es ist nicht eine Erkenntnis, die man durch Denken und Philosophieren erringen kann- der Geist offenbart es. Die tiefe Wahrheit, dass Jesus schon alles vollbracht hat. Dass er die Welt, die Sünde, mein Fleisch, meine Sünde überwunden hat. Das ist herrlich zu wissen.
Deswegen lobe ich meinen Herrn dafür, dass er alles vollbracht hat!

Verheißung des Tages

Ein Herrlicher Vers aus dem Buch Haggai:

…und alles Volk des Landes, seid stark, spricht der HERR, und arbeitet! Denn ich bin mit euch, spricht der HERR der Heerscharen. Das Wort, gemäß welchem ich mit euch einen Bund gemacht habe, als ihr aus Ägypten zoget, soll bestehen, und mein Geist bleibt in eurer Mitte; fürchtet euch nicht

Haggai 2,4-5

Dieser Vers trägt uns zurück in die Zeit nach der Rückkehr aus der babylonischen Gefangenschaft, von Theologen auch „postexilisch“ genannt. Voller Freude sind 49 897 Juden mit Serubabel aus Babel zurückgekehrt, zusammen mit dem Tempelgeräten und Schätzen aus den Schatzkammern des damaligen König Kyrus.
Doch seitdem sind schon Jahre vergangen. Unruhen im Land und unter den Juden haben die Lust am Bauen gedämpft, bis es ganz aufgehört hat. Der angefangene Tempel stand als Bauruine, hilflos den Witterungen ausgeliefert,  auf dem Berg Morija. Doch nicht nur dem Tempel ging es schlecht, auch das Volk musste Leiden. Eine Missernte löste die nächste ab, und egal wie man sich mühte, die Erträge wurden nicht besser. Dass dann noch weniger Zeit für den Tempel blieb, war leider die Folge davon.
Aber dann trat der Prophet Haggai auf, und kurz darauf der Prophet Sacharja: Beide hatten ein Ziel: Das Volk zum weiterbauen zu bewegen. Das Werk war zwar begonnen, doch ungläubige Hände haben das Werk unterbrochen. Jetzt werden sie ermutigt weiterzubauen, „denn ich bin mit euch, spricht der Herr“

Nach unserer Wiedergeburt, wurde auch ein Grundstein für das neue Leben gelegt. Fröhlich haben einige angefangen zu bauen, bis dann bei machen der Tag kam, an dem die geistliche Baustelle still stand und keine Fortschritte machte. Wodurch kann solch eine Lebensflaute mit neuer Kraft erfüllt werden?
Reicht es, wenn man sagt: „Mach! Tu! Raff dich auf!“? Leider nicht. Worte allein haben noch keinen gerettet, es muss der heilige Geist dahinter stecken- Gott in seiner Allmacht persönlich. Dieser offenbart dann den Menschen, dass sie in ihrer Kraft die geistliche Baustelle niemals hätten weiterbauen können. Die Fähigkeit, weiterzubauen liegt nicht in der Motivation des Menschen, sondern in seinem Vertrauen an Gott und die Gegenwart des Heiligen Geistes. Wenn der Mensch erkennt, dass nicht er sondern Gott der Baumeister seines Lebens ist. Wenn er erkennt, dass der, der die Aufträge gibt, dazu auch das Vollbringen schenkt, wird das Leben gelingen. Nicht mein Wollen und meine Motivation erreichen das, sondern das von Gott gewirkte  geistliches Wollen und vollbringen.

Das Schwert des Geistes

Et gladium spiritus- Das Schwert des Geistes. Ein großer Name für nur eine kleine Seite im Meer des Internets.
Groß deshalb, weil das Metall aus dem das  gladium spiritus geschmiedet ist, nichts Geringeres ist, als das heilige Wort Gottes.
Gering deshalb, weil sich der Autor in seiner Fehlbarkeit bewusst ist, dass er nicht alle Kunstgriffe mit dem gladium spiritus ausführen kann. Vielmehr noch damit beschäftigt ist, staunend seinem Gott zuzuschauen, wie er kunstvoll sein Fleisch gewordenes gladium spiritus durch die Lüfte und Welt schwirren und wirken lässt. Von ihm wollen wir lernen. Von ihm wollen wir hören. Ihn wollen wir loben.