Ich weiß, also glaube ich

„Glauben ist nicht wissen“ heißt es oft verächtlich im Volksmund, weil die Definition von „Glaube“ mit der Zeit eine negative Wandlung durchgemacht hat. Es können zwei Menschen miteinander über den Glauben sprechen, aber vollkommen aneinander vorbeireden, weil beide von anderen Definitionen von Glaube ausgehen. Die ursprüngliche Definition von Glaube finden wir in Hebräer 11,1

Hebräer 11,1: Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.

Welche Tatsachen sind es, von denen ich überzeugt bin?

  1. Tatsache: Jesus, der Christus genannt wird, wurde nachweislich vor 2000 Jahren in Bethlehem, Judäa geboren.
  2. Tatsache: Dieser Jesus hat einige Jahre im Gebiet von Galiläa, Samarien und Judäa gepredigt.
  3. Tatsache: Dieser Jesus hat Taten vollbracht, die bis heute unerklärbar sind und deshalb als Wunder bezeichnet werden.
  4. Tatsache: Dieser Jesus wurde, obwohl von ihm nichts schlechtes bekannt war, an ein Kreuz genagelt und verstarb.
  5. Tatsache: Das Grab, in das Jesus gelegt wurde, war am dritten Tag leer.
  6. Tatsache: Dieser Jesus, der am Kreuz verstarb, wurde nach seinem Tod von über 500 Personen gesehen, wovon wir heute einige hundert Handschriftliche Berichte haben.
  7. Tatsache: Wir haben Originalmanuskripte, die aus der Zeit vor der Geburt Jesu stammen und von einem Menschen prophezeien, dem genau das geschehen sollte, was sich in Jesu Leben erfüllt hat.

Auf diesen und noch viel mehr Tatsachen ruht mein Glaube- wer kann da also sagen: „Glauben heißt nicht wissen“? Mein Glaube, der der Glaube aller Christen ist, beruht auf festen unumstößlichen Tatsachen. Ich weiß, also Glaube ich!

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Wie aus Israel Palästina wurde

Palästina, das Gebiet am östlichen Mittelmeer hat eine große Geschichte zu erzählen: Viele Völker haben auf dem Boden Kanaans, Israel, Judäa, Samaria, Galiläa und letztendlich auch Palästina gelebt.

Lange Zeit war das Gebiet in jüdischer Hand und es trug den Namen Judäa, bis dann Simon bar Kochba im Jahre 132 einen Aufstand gegen die römische Herrschaft begann. Der Aufstand wurde niedergeschlagen und alle Israeliten wurden über die ganze Welt verstreut- die Diaspora begann. Unter Kaiser Hadrian wurde das ganze Nahostgebiet neu aufgeteilt und das ehemalige Judäa bekam einen neuen Namen: Syria Palaestina.

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Doch woher kommt der Name? Allgemein wird angenommen, dass der Name von den „Philistern“ stammt, die im 12 Jhd. v.Chr von Kreta in das Land Kanaan eingewandert sind. Doch schon fünf bis sechs Jahrhunderte vor dieser Umbenennung existierten die Philister als eigenständiges Volk nicht mehr. In den Eroberungszügen der Assyrer und Babylonier sind die Philister genauso wie die Königreiche Israel und Juda zerstört worden. Dass der Name Palästina auf das schon 500 Jahre Ausgestorbene Volk der Philister beruht ist deswegen schwer nachzuvollziehen.

Wahrscheinlicher scheint mir, dass das Wort Palästina eine einfache Griechische Übersetzung des Wortes „Israel“ ist. Warum aber? Lasst uns dafür den Ursprung des Namens Israel erforschen, und welche Bedeutung dieser hat. In 1.Mose 32,25-29

1.Mose 23,25-29: Jakob aber blieb allein zurück. Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenröte anbrach. Und als dieser sah, dass er ihn nicht bezwingen konnte, da rührte er sein Hüftgelenk an, so dass Jakobs Hüftgelenk verrenkt wurde beim Ringen mit ihm.  Und der Mann sprach: Lass mich gehen; denn die Morgenröte bricht an! Jakob aber sprach: Ich lasse dich nicht, es sei denn, du segnest mich!

Da fragte er ihn: Was ist dein Name? Er antwortete: Jakob! Da sprach er: Dein Name soll nicht mehr Jakob sein, sondern Israel; denn du hast mit Gott und Menschen gekämpft und hast gewonnen!

Den Namen „Israel“ bekam Jakob, nachdem er eine ganze Nacht mit dem Engel des HERRN gerungen hat. Als Ergebnis dieses Ringkampfes bekommt der den Namen „Israel“.

Übersetzt man nun Ringkämpfer ins griechische, wird hierfür das Wort  παλαιστής (ausgesprochen: palaistís) verwendet. Vermutlich bezogen sich die Historiker der damaligen Zeit auf dieses Ereignis und diese Übersetzung, als sie über Israel schrieben, denn in historischen Berichten von Herdeot, Philo von Alexandria und Aristoteles beschreibt Palästina immer hauptsächlich das ganze Gebiet von Israel.

In der Septuaginta das Volk der Philister mit einem anderen Wort beschrieben: Γη των Φιλισταίων (Gi̱ to̱n Filistaío̱n) nicht palaistís, obwohl dieses Wort schon vor der Zeit unter Heredot in Verwendung war- nur eben für das ganze Gebiet Israels und Judäa.

Wortbedeutung

Dass das Wort „Palästina“ gar nichts mit dem Volk Israel zu tun hat, wage ich zu bezweifeln, zu sehr sprechen die Indizien dafür, dass das Land Israel und Judäa schon vor der Umbenennung durch Hadrian den Namen Palästina trug und nicht eine Strafe für den Bar-Kochba Aufstand war. Und dass die Philister verschwindend wenig zu dem Namen beigetragen haben, sprechen folgende Punkte:

  1. Historisch: Die Philister wurden unter dem König Nebukadnezar von Babylon aus ihrem Land vertrieben, wie das Südreich Juda- aber es kehrte nie zurück um als Nation weiterzuexistieren.
  2. Philologisch: Das für das Volk der Philister verwendete griechische Wort ist Γη των Φιλισταίων (Gi̱ to̱n Filistaío̱n), was nicht übereinstimmt mit dem Namen für Palästina: Παλαιστίνη
  3. Zeitzeugen: Als Aristoteles über Palästina schrieb, meinte er nicht die fünf Königsstädte am Mittelmeer, sondern das Palästina, das am Toten Meer lag, wo aber nachweislich keine Philisterkönige herrschten.

Die Menschen, die also meinen mit Palästinenser ein Volk zu bezeichnen, das auf die Philister zurückgeht, würde ich zur Vorsicht raten- es ist zu wahrscheinlich, dass diese Bezeichnung lediglich „Israel“ bedeutet nur ins griechische übersetzt.


Dieser Artikel beansprucht nicht die Vollständigkeit eines wissenschaftlichen Artikels, es soll nur zur Diskussion und zum Nachdenken anregen. Für weitere Informationen empfehle ich folgendes Werk:

David M. Jacobson, Palestine and Israel. Erschienen in Bulletin of the American Schools of Oriental Research, No. 313 (Feb., 1999), pp. 65-74

Oder eine Zusammenfassung dazu auf COJS


Willst du was großes werden?

Willst du was großes werden II

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1.Petrus 1,15-16: sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel. Denn es steht geschrieben: »Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!«

Willst du was Großes werden,
geht es nur, wenn du wirst sterben,
für die Sünde, für die Welt.
Groß wird der, der rein sich hält

Die Würfelparabel und das Wort Gottes

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Psalm 25,14: Das Geheimnis des HERRN ist für die, welche ihn fürchten, und seinen Bund lässt er sie erkennen.

Leicht wiegt dieser durchsichtige Würfel nicht in meiner Hand, schwer ist er und hat eine interessante Gravur. Mittels Laser wurden, wie auch immer, kleine Punkte in den Würfel gebrannt und ergeben ein schönes Bild- hier vom Big Ben, dort von der Freiheitsstatue, woanders von jeder anderen beliebigen Figur.

Drehe ich den Würfel auf die Seite, ist das schöne Bild erloschen, ich sehe lediglich viele Punkte, die scheinbar sinnlos im Würfel verteilt sind. Doch mir fällt auf: wenn ich ihn leicht neige und drehe, sortieren sich diese vielen Punkte neu und ich erkenne Muster, Linien, sogar Formen! Faszinierend, wie sich je nach Blickwinkel, diese Punkte zu einem reichen Meer an unterschiedlichen Figuren und Mustern zusammenschließen.

Doch der Würfel hat noch mehr Geheimnisse. Blicke ich auf ihn von oben, zeigt sich mir zuerst auch dasselbe Bild: Punkte scheinbar wahllos im Würfel verstreut. Doch auch hier muss ich staunen: je nachdem wie ich den Würfel drehe und wende, erkenne ich wieder Formen und Figuren, ja noch viel mehr, ich erkenne sogar wirkliche Bilder darin! Die Punkte, die scheinbar sinnlos im Raum verstreut liegen, haben auch von oben gesehen bei bestimmten Blickwinkeln eine ganz neue Bedeutung: Bilder, ja ganze Gemälde ergeben sie!

Drehe ich den Würfel auf die Rückseite zeigt sich mir, wie erwartet, dasselbe Bild wie von Vorderseite, nur- es ist Spiegelverkehrt. Doch plötzlich erkenne ich neue Dinge, eine Fassade, die von vorne ganz unbedeutend und langweilig aussah, zeigt im gespiegelten Bild ein ganz neues Gesicht.

Dieser Würfel ist ein schönes Bild um die Wahrheiten der Bibel zu verdeutlichen. Auch die Bibel ist ein schwerer Würfel, der, wenn man ihn denn öffne und lese, ein deutliches Bild von uns Menschen und von Gott zeigt. Es zeigt, dass wir alle sündige Menschen sind, die Gott brauchen und ihn in Jesus Christus finden. Aber das ist noch nicht alles; drehen wir die Bibel weiter, finden wir scheinbar wahllos in der Bibel verstreute Verse, die auf den ersten Blick keinen Sinn ergeben. Suchen wir weiter und sammeln wir Verse zu einem Thema, schaffen wir es, dies Verse in einer Linie aufzureihen und plötzlich ergeben diese vielen Verse einen Sinn! Suchen wir noch weiter, bilden diese Linien Formen und Figuren und nehmen Gestalt an.

Desweiteren zeigt die Bibel auch die Sicht Gottes auf uns: wenn wir in die Sicht von oben eintauchen, erscheint uns vieles rätselhaft und unverständlich, aber wenn wir wissen, wo wir stehen sollen und welche Verse der Bibel zusammengestellt werden müssen, ergibt sich aus dieser Sicht ein ganz neues Bild- eines, das uns beim ersten Blick nicht aufgefallen wäre. Und wenn wir dann erkannt haben, wie Gott auf eine bestimmte Thematik schaut, erfüllt es uns mit Freude, weil wir in die Geheimnisse Gottes eingetaucht sind.

Und dann gibt es noch die Rückseite- das ist das ganze Alte Testament. Es ist ein Spiegelbild von dem, was wir im neuen Testament lesen. Viele Wahrheiten verstehen wir im Neuen Testament nicht, wenn wir es als isoliertes Werk betrachten. Sobald wir uns aber der Rückseite, dem Alten Testament zuwenden, bekommt das Neue Testament eine viel breitere Bedeutung.

Das ist das herrliche an dem Wort Gottes- auf den ersten Blick ergibt es ein schönes Bild, das schon viel aussagt, aber es beinhaltet noch mehr: zu jeder Frage meines Lebens kann ich in der Bibel eine Antwort finden, nur muss ich wissen, von welchem Blickwinkel ich schauen soll und wie ich die Verse miteinander Verbinde: schon habe ich ein neues Bild in der Bibel gefunden.

Matthäus 13,52: Da sagte er zu ihnen: Darum gleicht jeder Schriftgelehrte, der für das Reich der Himmel unterrichtet ist, einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt.

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Predigt: Glauben wir, dass Gott heute Wunder tun kann?

Eine Predigt zu dem Text der wunderbaren Rettung des Petrus aus dem Gefängnis in Apostelgeschichte 12,1-17

Apostelgeschichte 12,1-17: Um jene Zeit aber legte der König Herodes Hand an etliche von der Gemeinde, um sie zu misshandeln. 2 Und er tötete Jakobus, den Bruder des Johannes, mit dem Schwert. 3 Und als er sah, dass das den Juden gefiel, fuhr er fort und nahm auch Petrus gefangen. Es waren aber die Tage der ungesäuerten Brote. 4 Und als er ihn festgenommen hatte, warf er ihn ins Gefängnis und übergab ihn vier Abteilungen von je vier Kriegsknechten zur Bewachung, in der Absicht, ihn nach dem Passah dem Volk vorzuführen.5 So wurde Petrus nun im Gefängnis bewacht; von der Gemeinde aber wurde unablässig für ihn zu Gott gebetet.
6 Als nun Herodes ihn vorführen wollte, schlief Petrus in jener Nacht zwischen zwei Kriegsknechten, mit zwei Ketten gebunden; und Wächter vor der Tür bewachten das Gefängnis.
7 Und siehe, ein Engel des Herrn trat hinzu, und ein Licht erglänzte in dem Raum. Er weckte aber Petrus durch einen Schlag an die Seite und sprach: Steh schnell auf! Und die Ketten fielen ihm von den Händen. 8 Und der Engel sprach zu ihm: Umgürte dich und zieh deine Schuhe an! Und er tat es. Und [jener] spricht zu ihm: Wirf deinen Mantel um und folge mir!
9 Und er ging hinaus und folgte ihm und wußte nicht, daß es Wirklichkeit war, was durch den Engel geschah, sondern er meinte ein Gesicht zu sehen. 10 Als sie aber durch die erste und die zweite Wache hindurchgegangen waren, kamen sie zu dem eisernen Tor, das zur Stadt führt, und dieses öffnete sich ihnen von selbst. Und sie traten hinaus und gingen eine Gasse weit, und mit einem Mal verließ ihn der Engel.
11 Da kam Petrus zu sich und sprach: Nun weiß ich wahrhaftig, daß der Herr seinen Engel gesandt und mich errettet hat aus der Hand des Herodes und von allem, was das jüdische Volk erhoffte! 12 Und er besann sich und ging zum Haus der Maria, der Mutter des Johannes mit dem Beinamen Markus, wo viele versammelt waren und beteten.
13 Als nun Petrus an die Haustür klopfte, kam eine Magd namens Rhode herbei, um zu horchen. 14 Und als sie die Stimme des Petrus erkannte, machte sie vor Freude die Türe nicht auf, sondern lief hinein und meldete, Petrus stehe vor der Tür. 15 Sie aber sprachen zu ihr: Du bist nicht bei Sinnen! Aber sie bestand darauf, daß es so sei. Da sprachen sie: Es ist sein Engel!
16 Petrus aber fuhr fort zu klopfen; und als sie öffneten, sahen sie ihn und erstaunten sehr. 17 Er gab ihnen aber mit der Hand ein Zeichen, daß sie schweigen sollten, und erzählte ihnen, wie der Herr ihn aus dem Gefängnis geführt hatte. Er sprach aber: Meldet dies dem Jakobus und den Brüdern! Und er ging hinaus und zog an einen anderen Ort.

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Die 10 Plagen in Ägypten unter Mose

Als Kindergruppenleiter oder Verantwortlicher für die Kinderkirche ist man andauernd auf der Suche nach Materialien. Da ich leider keine gute deutschsprachige Auflistung der 10 Plagen gefunden habe, habe ich eine selber erstellt. Das folgende Bild ist Crative Common, es darf frei, unter Angabe der Quelle, weiterverwendet, kopiert und veröffentlicht werden.

10 Plagen IIIDownload

 


Weitere Materialien

Zeitstrahl: Leben Joseph

Zeitstrahl: Leben Paulus

Zeitstrahl: Propheten der Bibel


An Menschen, die ihren Gott suchen

Einige Menschen sind der Meinung, dass sie sich ihren Glauben selbst zusammenzimmern können. Wie aus einem Baukasten nehmen sie ein bisschen von der Lehre des Hinduismus, ein Wenig vom Islam, etwas vom Christentum und eine Priese aus dem Fetischismus. Und so meinen sie, ihren Glauben und ihren Gott „gefunden“ oder „erkannt“ zu haben. In Wirklichkeit aber haben sie sich ein Gebilde zusammengezimmert, das nie existierte, nie existieren wird, aber trotzdem als Gott bezeichnet wird – „so, wie ich ihn erfahren habe“.

Wieder andere Menschen sind der Meinung, dass sie ihren Glauben nach ihren Bedürfnissen „modifizieren“ können. Der Gott der Bibel ist ein guter Gott. Aber er passt einigen nicht in ihr Weltbild hinein. Da wird von Gott nur die Liebe genommen und die Liebe als die Eigenschaft Gottes verehrt, aber der Rest wird unbeachtet gelassen. Oder ein anderer stutzt sich Gott so zurecht, dass er ihm passt; das Gericht lässt man unter den Tisch fallen, oder die Worte Gottes über Ehe und Sexualität schiebt man in eine verstaubte Schublade- es ist nicht mehr modern, daran zu glauben. Und so laufen viele Menschen, auch viele Christen, mit einem Gott in ihrem Verstand herum, den es gar nicht gibt. Ja, viele sind sogar bereit für diesen Gott zu kämpfen und zu missionieren- aber leider ist das nichts als tote Lehre.

Das zweite Gebot verbietet uns gerade das, indem es unter Strafe stellt, ein Bild von Gott zu machen und es anzubeten.

2.Mose 20, 4-6: Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was in den Wassern, unter der Erde ist. 5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen, 6 der aber Gnade erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.

Wie das Gebot für von Hand gemachten Götzenstatuen gilt, so gilt das Gebot auch für Kopfgemachte, in der Fantasie gebildete Gottesbilder. Ich möchte das an folgendem Beispiel erklären:

Ich bin auf der Suche nach der perfekten Frau und habe meine besonderen Ansprüche- sie soll den Charakter von A. haben, die Nase von B. die Augen von C. die Figur von D. und die Intelligenz von E. Also flicke ich mir eine solche Frau mit diesen Eigenschaften zusammen. Von hier die Nase, von dort die Augen und von wo anders die Arme. Wie wird diese Frau aussehen? Nicht besser als Frankenstein. Wird sie überhaupt Leben? Niemals. 

So ist auch der Glaube, sich einen für sich modifizierten Gott zusammenstellen zu können, ein großer Unsinn. Es wird nicht funktionieren, und das, wofür diese Menschen dann ihr Leben aufopfern ist nichts als eine tote Fantasie.

Wie steht es aber um die, die nur einen Teil von Gott haben wollen und die Liebe, Gnade und Barmherzigkeit der Gerechtigkeit, Gericht und Gesetz vorziehen? Auch das kann man schön an einem weiteren Beispiel zeigen:

Ich habe nun die perfekte Frau gefunden, aber nicht alles an ihr gefällt mir. Ich ziehe vor nur eines an ihr zu lieben und das sind die Hände. Also zeige ich ihr, wie sehr ich ihre Hände liebe. Ich betrachte sie, bewundere sie, kurzum, ich bringe meine ganze Liebe ihren Händen entgegen. Der Rest von ihr lasse ich aber unbeachtet, ich finde das eine nicht schön, das andere nicht modern und das andere nicht Gesellschaftskonform. Und so gebe ich mich allein mit der Verehrung der Hände zufrieden. Wird diese Frau mich lieben? Auf keine Weise! Werde ich mit dieser Frau glücklich? Niemals!  Warum meinen dann manche, Gott wird sie lieben, weil sie seine Gnade und seine Liebe so sehr lieben und verherrlichen, den Rest aber unbeachtet lassen? Warum meinen manche, sie werden mit „ihrem“ Gott glücklich?

Personen, die nur einen Körperteil lieben, werden Fetischisten genannt. Und genau das ist die moderne Bezeichnung für das alte Wort „Götzendienst„. Menschen, die sich in ihrem Verstand ein Gottesbild zusammenzimmern, wie er ihnen passt, sind Fetischisten, oder auch Götzendiener und fallen unter das Gericht des zweiten Gebotes.

Um dem zu entgehen, ist es nötig, ein ganzheitliches Verständnis von Gott zu haben- folglich in der Gotteserkenntnis zu wachsen. An alle Dinge, die Gott von sich in der Bibel offenbart gilt es zu glauben- auch wenn es in manchen Bereichen unpopulär aussieht. Ob in Fragen der Gesellschaft, Politik, Arbeit, Gesetz, Familie und Ehe- überall hat Gott sich geoffenbart, und das gilt es auch im Glauben anzunehmen. Ich warte auf den Tag, da wir sagen können:

Jeremia 31,34: und es wird keiner mehr seinen Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: »Erkenne den Herrn!« Denn sie werden mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen, spricht der Herr; denn ich werde ihre Missetat vergeben und an ihre Sünde nicht mehr gedenken!


Downloads:

An Menschen, die ihren Gott suchen A6.pdf

An Menschen, die ihren Gott suchen A5 Booklet quer.pdf

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Die beste Mutter

Math. 20,20: Da trat die Mutter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen zu ihm und warf sich vor ihm nieder, um etwas von ihm zu erbitten

Es gibt Mütter, die ihre Kinder
früh zur Musikschule bringen,
und das sind gute Mütter.

Es gibt Mütter, die ihre Kinder
jeden Tag zur Schule bringen,
und  das sind auch gute Mütter.

Es gibt Mütter, die ihre Kinder
in gute weiterführende Schulen bringen,
auch das sind gute Mütter.

Es gibt Mütter, die ihre Kinder
sogar auf Privatschulen bringen,
auch das sind gute Mütter.

Es gibt Mütter, die ihre Kinder
zu einem guten Abschluss bringen,
auch das sind gute Mütter.

Es gibt Mütter, die ihre Kinder
zu einer guten Ausbildung verhelfen,
auch das sind gute Mütter.

Es gibt Mütter, die ihre Kinder
zu einem guten Studium bringen,
auch das sind gute Mütter:

Es gibt Mütter, die ihre Kinder
zu einer guten Arbeitsstelle bringen,
auch das sind gute Mütter

Es gibt Mütter, die ihre Kinder
dazu gebracht haben, gute Vorgesetzte zu sein,
auch das sind gute Mütter

Es gibt Mütter, die ihre Kinder
zu einem erfolgreichen Leben bringen,
auch das sind gute Mütter

Dann gibt es auch die Mütter,
die ihre Kinder zu Jesus bringen,
und das sind die besten Mütter.

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Veronese: Le Christ rencontrant la femme et les fils de Zebedee                        Wiki CC