Gedicht: Der Ruf der Ferne

Vor ihren Hütten, weit in der Ferne
Sitzen die Brüder und zählen die Sterne
Sie suchen drin etwas, was längst schon vergessen

Erzählend von Zeiten, als Gott sich noch zeigte
Von Vätern und Brüder, die damals ihn kannten
Doch heute sie trauen, und träumen vom Alten

Und ich sitz am Tische, vor meinen Büchern
Worin ist Verborgen, die Weisheit der vielen
Und leider vor denen, die von Jesus nichts hörten

In der Ferne die Brüder: sie suchten und forschten
Und vieles versuchten, und doch nicht den fanden
Von dem sie nichts hörten, weil wir nur geschwiegen.

Was steh ich denn müßig, und lebe vom Wasser
Das täglich mich speiset, und denen, die dursten
Nicht zeige die Quelle, die alles mir gab?

Drum auf an die Arbeit, die Diener sie fehlen
Die sicheren Schrittes, mit liebenden Händen
Die Ähren einholen, die der Meister erwählet.

Ein Kommentar zu „Gedicht: Der Ruf der Ferne

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