Worauf ich als Christ verzichten muss…

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Als Christ hängt einem oft das Klischee an, vieles nicht zu dürfen. Gerade weil die zehn Gebote wiederholt die Worte „Du sollst nicht…“ oder „Du sollst kein…“ verwendet, wirft man Gott vor, dass gerade das, was Gut ist und Spaß macht, verboten ist.

Seit Wochen denke ich nun darüber nach, worauf ich als Christ verzichten muss und wirklich, es hat sich einiges angesammelt:

Ich muss nicht…

  • … unstet und flüchtig nach dem Sinn des Lebens suchen.
  • … durch trial and error herausfinden, was Wahrheit ist.
  • … einen allmächtigen Gott hassen.
  • … meinen Freunden das Leben schwer machen.
  • … über meine Mitmenschen lästern.
  • … mich mit meiner Familie streiten.
  • … ein Triebgesteuerter Mensch sein.
  • … meine freie Zeit bis zur Erschöpfung mit sinnlosen Aktivitäten  füllen.
  • … jeder Frau das Herz brechen, die mir über den Weg läuft.
  • … mein Glück in berauschenden Aktivitäten und Mitteln suchen.
  • … über Leichen gehen um Erfolg zu haben.

Darauf muss ich als Christ verzichten- und das tue ich gerne! Was liegt mir daran, alles Auszuprobieren und nie Nägel mit Köpfen zu machen? Was habe ich davon, meinen Mitmenschen das Leben schwer zu machen, nur weil meine Triebe es von mir fordern? Wer belohnt mich dafür, wenn ich Tage und Nächte mit sinnlosem Feiern, Alkohol und Serienschauen vergeude? Wenn es irgendetwas vorbehaltslos Gutes gibt, worauf ich als Christ verzichten muss, dann würde ich es gerne sehen- zeigt es mir!

Bis dahin möchte ich gerne darauf verzichten:

  • Haltlos nach dem Sinn des Lebens zu suchen,
  • meinen Nächsten das Leben mit einem bösen Charakter schwer zu machen,
  • und nach durchgemachten Nächten ein Gefühl der Sinnlosigkeit zu haben.

Johannes 8,36 Wenn euch nun der Sohn frei machen wird, so seid ihr wirklich frei.

 

Zeigt Golgatha unseren Wert oder unsere Schuld?

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Immer wieder höre ich den Gedanken, dass der Wert eines Menschen doch überaus groß sein muss, wenn Gott seinen einzigen Sohn, Jesus Christus für unsere Befreiung hat sterben lassen. Diese Theologie kann ich aber auf keinen Fall befürworten, vielmehr möchte ich in diesem Artikel aufzeigen, das nicht unser Wert, sondern unsere Schuld so unglaublich hoch ist, das Gott seinen Sohn geben musste, um der Gerechtigkeit Gottes Genugtuung zu leisten.

 

Das Dienstverhältnis

Wenn der Mensch wie ein Fußballer auf den Transfermarkt auch im geistlichen von einem Besitzer zum anderen wechseln könnte, dann würde die These von dem Wert eines Menschen stimmen. Doch ist der Mensch nicht wie ein Fußballer, der aufgrund seiner Qualitäten für einige Millionen den Besitzer wechselt, sondern ein Sklave der Sünde, von dessen Knechtschaft er befreit werden muss. Gott kauft mit uns nicht einen neuen Angestellten, nein, er befreit einen Sklaven!

2.Petrus 2,19:  „…denn wovon jemand überwunden ist, dessen Sklave ist er auch geworden.“

Römer 6,16:  „Wisst ihr nicht: Wem ihr euch als Sklaven hingebt, um ihm zu gehorchen, dessen Sklaven seid ihr und müsst ihm gehorchen, es sei der Sünde zum Tode…“

Bei dem Wert eines Sklaven geht es nie um den wirklichen Wert an sich- der Preis ist zweckgebunden an der Dienstleistung oder der Arbeitsfähigkeit, nie aber ist er zu vergleichen mit dem wirklichen Wert eines menschlichen Lebens. Ferne sei es deswegen, als Mensch die Befreiung aus der Sklaverei der Sünde als „Transfer eines wertvollen Spielers“ zu glorifizieren.

Jetzt würdest du vielleicht einwenden: „Egal ob Sklave oder nicht- die Bezahlung für unsere Befreiung zeigt aufgrund ihrer Höhe trotzdem unseren Wert an“. Deswegen müssen wir die folgenden zwei Worte betrachten:

Abgekauft oder losgekauft?

Nirgendwo in der Bibel steht geschrieben, das Gott uns von dem Herrscher der Sünde abgekauft hat. Vielmehr finden wir zahlreiche Stellen, die sagen, dass wir losgekauft sind. Es geht mit uns Sklaven der Sünde nicht um eine Ware, die Gott bei dem Teufel abkauft, sondern um eine grauenvolle Gefangenschaft, aus der wir losgekauft werden.

1.Petrus 1,18: „Denn ihr wisst ja, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, losgekauft worden seid…“

Galater 3,13: Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch wurde um unsertwillen

Loskaufen ist ein Begriff, den man verwendet, wenn jemand aus der Gefangenschaft erlöst werden soll. Das Lösegeld, das für den Menschen bezahlt worden ist, hat wahrlich einen hohen Wert- nichts ist mehr Wert als das Leben eines Menschen, erst recht dann, wenn der Sohn Gottes seines für uns gibt. Doch das zeigt nicht die Größe unseres Lebens, sondern die Tiefe unserer Knechtschaft auf, für die kein anderes Lösegeld zureicht, als das Werk Jesu Christi am Kreuz.

Nun könnte man einwenden, dass doch niemals für etwas minderwertiges viel Geld ausgegeben wird. Demzufolge müsste alles, wofür viel bezahlt worden ist, auch einen hohen Wert haben, wenn auch nur eine Person diesen Wert sieht. Und für Gott sind wir wertvoll, weil er so viel für uns „bezahlt“.

Doch was genau wird mit dem Opfertod Jesu bezahlt?

Bezahlt für den Wert oder die Schulden?

Klosser 2,14: „…und er hat die gegen uns gerichtete Schuldschrift ausgelöscht, die durch Satzungen uns entgegenstand, und hat sie aus dem Weg geschafft, indem er sie ans Kreuz heftete.“

Jesus hat mit seinem Tod am Kreuz nicht den Preis für eine Ware gezahlt, die er unbedingt besitzen wollte, koste es was es wolle. Nein er hat eine Schuldschrift ausgelöscht, die gegen jeden Menschen steht, eine Schuldschrift, die alle Sünden und jedes Vergehen auflistet, die wir in unserem Leben getan haben. Ich konnte mich nicht von diesen Schulden erlösen, du kannst es auch nicht- trotzdem ist die Schuldlosigkeit die Eintrittskarte in den Himmel. Und diese Eintrittskarte hat Jesus für uns eingelöst- aus Gnade und nicht wegen uns.

Epheser 2,8: „Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch — Gottes Gabe ist es;“

6 Merkmale einer geistlich reifen Persönlichkeit

Geistliche reife PersonWann ist man geistlich reif? Was fehlt mir noch, um ein heiligeres Leben zu führen? In der Doktorarbeit unseres Bibelschulleiters habe ich folgende sechs Punkte gefunden, an denen sich jeder selber prüfen und  in Zukunft wachsen kann.

  1. Wahrnehmung der eigenen Persönlichkeitsstruktur und gezieltes Arbeiten an Charakterschwächen
  2. Fortwährendes geistliches Wachstum (Heb. 5,11-12)
  3. In den Erkenntnissen in der Bibel gegründet und nicht von „jedem Wind der Lehre umhergetrieben“ (Eph. 4,14)
  4. Einheit des Glaubens und Erkenntnis Jesu Christi mit einem Auge für seinen Sinn und Willen (Eph. 4,13)
  5. Das Vermögen, Gutes von Bösem zu unterscheiden. (Heb.5,14)#
  6. Liebe zu Gott und den Mitmenschen. (Mt. 22,37-40)

Was fehlt dir noch zu einer geistliche reifen Persönlichkeit?

 

Wer nur den lieben Gott lässt walten

Der 30 jährige Krieg tobt in Deutschland, der junge Georg Neumarkt hat vor, fern der Heimat in Königsberg zu studieren. Auf dem Wag dahin wird die Postkutsche in der er fuhr überfallen und das Vorhaben fällt ins Wasser. Doch zurück führt auch kein Weg, der grauenvolle Krieg hindert ihn an der Rückkehr in seine Heimatstadt Mühlhausen in Thüringen. Georg Neumarkt versucht daraufhin als Hauslehrer über die Runden zu kommen, was ihm mäßig gelingt. In dieser Not schrieb er das Lied „Wer nur den lieben Gott lässt walten„- ein Lied, das von größtem Gottvertrauen spricht und mich schon seit meiner Kindheit geprägt hat.

Grundlegend für dieses Lied ist der Vers aus Psalm 55,23

Psalm 55,23: Wirf dein Anliegen auf den Herrn, und er wird für dich sorgen; er wird den Gerechten in Ewigkeit nicht wanken lassen!

Wer nur den lieben Gott lässt walten
und hoffet auf ihn allezeit,
den wird er wunderbar erhalten
in aller Not und Traurigkeit.
Wer Gott, dem Allerhöchsten, traut,
der hat auf keinen Sand gebaut.

Was helfen uns die schweren Sorgen,
was hilft uns unser Weh und Ach?
Was hilft es, dass wir alle Morgen
beseufzen unser Ungemach?
Wir machen unser Kreuz und Leid
nur größer durch die Traurigkeit.

Man halte nur ein wenig stille
und sei doch in sich selbst vergnügt,
wie unser’s Gottes Gnadenwille,
wie sein Allwissenheit es fügt;
Gott, der uns sich hat auserwählt,
der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt.

Er kennt die rechten Freudenstunden,
er weiß wohl, wann es nützlich sei;
wenn er uns nur hat treu erfunden
und merket keine Heuchelei,
so kommt Gott, eh wir’s uns versehn,
und lässet uns viel Guts geschehn.

Denk nicht in deiner Drangsalshitze,
dass du von Gott verlassen seist
und dass ihm der im Schoße sitze,
der sich mit stetem Glücke speist.
Die Folgezeit verändert viel
und setzet jeglichem sein Ziel.

Es sind ja Gott sehr leichte Sachen
und ist dem Höchsten alles gleich:
Den Reichen klein und arm zu machen,
den Armen aber groß und reich.
Gott ist der rechte Wundermann,
der bald erhöhn, bald stürzen kann.

Sing, bet und geh auf Gottes Wegen,
verricht das Deine nur getreu
und trau des Himmels reichem Segen,
so wird er bei dir werden neu;
denn welcher seine Zuversicht
auf Gott setzt, den verlässt er nicht.

Wer ist ein Gott wie du?

Wer ist ein Gott wie du

Eine Eigenschaft von Gott erfüllt mich immer wieder mit Bewunderung und Ehrfurcht- sein Erbarmen, mit dem er sich den Geringsten und Schwächsten zuwendet und sich gerade als ihr Gott ausgibt.

Psalm 68,6 Ein Vater der Waisen, ein Anwalt der Witwen ist Gott, der in seinem Heiligtum wohnt;

Der Größte, Stärkste und Erhabenste, der Gott des Himmel und der Erde ist sich nicht zu gering, als ein Vater der Waisen und Anwalt der Witwen genannt zu werden. Wo gibt es einen Gott der ähnliches tut? Zeigt ihn mir! Wo ist ein Herrscher oder Prophet, der als Vater der Waisen und Anwalt der Witwen bekannt ist? Ich möchte von ihm hören. Nie ist jemand vergleichbar mit diesem einen Gott, der so voller Erbarmen ist.

Davon leitet sich auch das Verhalten der Kinder Gottes ab: sie sind es, die sich um Waisen und Witwen kümmern, weil ihr Vater im Himmel ein Vorbild dafür ist.

Jesaja 1,17 Lernt Gutes tun, trachtet nach dem Recht, helft dem Bedrückten, schafft der Waise Recht, führt den Rechtsstreit für die Witwe!

Mich freut es, dass Gott in seiner Größe sich der Menschheit zuwendet- und dann nicht nur zu den stärksten und besten, sondern zu denen, die gering sind, die arm sind, die zerschlagen und bedrückten Geistes sind. Um solche kümmer sich mein Gott, der ewige und erhabene allmächtige Vater und ich bin mir auch sicher, auch um dich, der du das gelesen hast.

Micha 7,18Wer ist ein Gott wie du, der die Sünde vergibt und dem Überrest seines Erbteils die Übertretung erlässt, der seinen Zorn nicht allezeit festhält, sondern Lust an der Gnade hat?

 

Meine Wunschliste

In der Bibel haben wir eine Menge an Vorbildern mit exzellenten Charakterzügen, die mir ein großer Anreiz sind, genauso zu werden.

Jesus setzt die Maßstäbe für uns in Matthäus 5,48 nicht gerade tief:

Matthäus 5,48:  Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist!

Wie sollen wir nun werden? Vollkommen wie unser Vater im Himmel. Dieser Weg wurde uns von den Gerechten der alten Zeiten in der Bibel aufgezeichnet. Mein wunsch ist es, dem nachzukommen und wie:

  • Abraham glauben (1.Mose 15,6)
  • Isaak vertrauen (1.Mose 22,6-8)
  • Jakob kämpfen (1.Mose 32,29)
  • Joseph der Sünde fliehen (1.Mose 39,13)
  • Mose sanftmütig sein (4.Mose 12,3)
  • Kaleb gegen den Strom schwimmen (4.Mose 13,30)
  • Josua vorangehen (5.Mose 31,23)
  • Samuel Gottesoffenbarungen in der Heiligen Schrift haben (1.Samuel 3,21)
  • David ein Mann nach Gottes Herzen sein (Apostelgeschichte 13,22)
  • Salomo weise sein (1.Könige 3,12)
  • Elia beten (Jak. 5,17)
  • Elisa voll Geistes sein (2.Könige 2,9)
  • Jesaja Gottes stimme Hören (Jesaja 6)
  • Jeremia Gottes Wort verkündigen (Jeremia 20,9)
  • Daniel sich nicht verunreinigen (Daniel 1,8)
  • Petrus voll Missionsdrang sein (Apostelgschichte 2,14)
  • Paulus die Geheimnisse der Schrift erkennen (Epheser 3,4)
  • Lukas schreiben können (Lukas 1,3-4)
  • Jesus predigen können (Matthäus 7,29)
  • Jesus sanftmütig und demütig sein (Matthäus 11,29)

Vollkommen sein, wie mein Vater im Himmel vollkommen ist (Matthäus 5,48)

Wunschliste

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Wie erzieht man zur Treue im Glauben?

TreuDas im deutschen Sprachgebrauch benutzte Wort „Treue“ entlehnt sich aus dem Mittelhochdeutschen Wort triūwe, was so viel wie „fest werden, stark, fest wie ein Baum“ bedeutetet. Im deutschen Alten Testament wird es verwendet um die hebräischen Worte ‚emeth (אמת) ‚âman (אמן) und ‚ĕmûnâh ‚ĕmûnâh (אמנה אמוּנה)[1] zu übersetzen. Diese hebräischen Worte werden auch mit glauben, vertrauen, als wahr erweisen, zuverlässig und Wahrheit übersetzt[2]. Im Griechischen liegt das Wort pistos (πιστός)[3] der Übersetzung des Wortes Treu zugrunde und wird alternativ mit gewiss, gläubig, Gläubige, glauben oder zuverlässig übersetzt[4].

Fasst man diese Begrifflichkeiten zusammen, ist Treue eine Eigenschaft, die sich durch Vertrauen und Zuverlässigkeit, Wahrhaftigkeit, Glauben und Glaubhaftigkeit auszeichnet. In unserem Sprachgebrauch schlägt sich das in der Bezeichnung „treue Seele“ nieder.

Breiter gefasst ist Treue mehr als nur ein Charkterzug sondern auch die Pflicht ein Versprechen oder einen Bund einzuhalten. Als größtes Beispiel ist hier der Bund zwischen Gott und seinem außerwählten Volk (Israel und später die Gemeinde) zu nennen. Ein Schatten davon in unserer Welt ist die Treue in der Ehe. In beidem gilt es, die Bedingungen und Befugnisse des Bundes treu und zuverlässig einzuhalten.

Übt man sich in dieser Pflicht, wird sie zur Tugend, die fest in unserem Charakter eingefügt wird und uns selbst in Bereichen, in denen wir keine vertragliche Verpflichtung eingegangen sind, treu handeln lässt. Ein Bereich ist die Beziehung zu unserem Nächsten, mit denen wir gewöhnlich keinen Vertrag abgeschlossen haben, aber trotzdem treu handeln und sie treu behandeln. Wenn man von dem Vertrag mit einem Arbeitgeber absieht, sind alle Verhältnisse zu unserem Nächsten lediglich in der Bibel für uns verbindlich festgelegt.

Das Ziel der Erziehung zur Treue soll sein, diese Tugend als feste Charaktereigenschaft im Herzen des zu Erziehenden zu bilden und basierend auf der Heiligen Schrift alle Bereiche des Lebens zu prägen.

Im folgenden soll betrachtet werden, wie die biblischen Prinzipen der Erziehung einen Menschen zuallererst in der Treue im Glauben wachsen und diese dann zur beständigen Charaktereigenschaft im Verhalten zum Nächsten werden lässt.

Weiterlesen „Wie erzieht man zur Treue im Glauben?“

Ich weiß, also glaube ich

„Glauben ist nicht wissen“ heißt es oft verächtlich im Volksmund, weil die Definition von „Glaube“ mit der Zeit eine negative Wandlung durchgemacht hat. Es können zwei Menschen miteinander über den Glauben sprechen, aber vollkommen aneinander vorbeireden, weil beide von anderen Definitionen von Glaube ausgehen. Die ursprüngliche Definition von Glaube finden wir in Hebräer 11,1

Hebräer 11,1: Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.

Welche Tatsachen sind es, von denen ich überzeugt bin?

  1. Tatsache: Jesus, der Christus genannt wird, wurde nachweislich vor 2000 Jahren in Bethlehem, Judäa geboren.
  2. Tatsache: Dieser Jesus hat einige Jahre im Gebiet von Galiläa, Samarien und Judäa gepredigt.
  3. Tatsache: Dieser Jesus hat Taten vollbracht, die bis heute unerklärbar sind und deshalb als Wunder bezeichnet werden.
  4. Tatsache: Dieser Jesus wurde, obwohl von ihm nichts schlechtes bekannt war, an ein Kreuz genagelt und verstarb.
  5. Tatsache: Das Grab, in das Jesus gelegt wurde, war am dritten Tag leer.
  6. Tatsache: Dieser Jesus, der am Kreuz verstarb, wurde nach seinem Tod von über 500 Personen gesehen, wovon wir heute einige hundert Handschriftliche Berichte haben.
  7. Tatsache: Wir haben Originalmanuskripte, die aus der Zeit vor der Geburt Jesu stammen und von einem Menschen prophezeien, dem genau das geschehen sollte, was sich in Jesu Leben erfüllt hat.

Auf diesen und noch viel mehr Tatsachen ruht mein Glaube- wer kann da also sagen: „Glauben heißt nicht wissen“? Mein Glaube, der der Glaube aller Christen ist, beruht auf festen unumstößlichen Tatsachen. Ich weiß, also Glaube ich!

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An Menschen, die ihren Gott suchen

Einige Menschen sind der Meinung, dass sie sich ihren Glauben selbst zusammenzimmern können. Wie aus einem Baukasten nehmen sie ein bisschen von der Lehre des Hinduismus, ein Wenig vom Islam, etwas vom Christentum und eine Priese aus dem Fetischismus. Und so meinen sie, ihren Glauben und ihren Gott „gefunden“ oder „erkannt“ zu haben. In Wirklichkeit aber haben sie sich ein Gebilde zusammengezimmert, das nie existierte, nie existieren wird, aber trotzdem als Gott bezeichnet wird – „so, wie ich ihn erfahren habe“.

Wieder andere Menschen sind der Meinung, dass sie ihren Glauben nach ihren Bedürfnissen „modifizieren“ können. Der Gott der Bibel ist ein guter Gott. Aber er passt einigen nicht in ihr Weltbild hinein. Da wird von Gott nur die Liebe genommen und die Liebe als die Eigenschaft Gottes verehrt, aber der Rest wird unbeachtet gelassen. Oder ein anderer stutzt sich Gott so zurecht, dass er ihm passt; das Gericht lässt man unter den Tisch fallen, oder die Worte Gottes über Ehe und Sexualität schiebt man in eine verstaubte Schublade- es ist nicht mehr modern, daran zu glauben. Und so laufen viele Menschen, auch viele Christen, mit einem Gott in ihrem Verstand herum, den es gar nicht gibt. Ja, viele sind sogar bereit für diesen Gott zu kämpfen und zu missionieren- aber leider ist das nichts als tote Lehre.

Das zweite Gebot verbietet uns gerade das, indem es unter Strafe stellt, ein Bild von Gott zu machen und es anzubeten.

2.Mose 20, 4-6: Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was in den Wassern, unter der Erde ist. 5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen, 6 der aber Gnade erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.

Wie das Gebot für von Hand gemachten Götzenstatuen gilt, so gilt das Gebot auch für Kopfgemachte, in der Fantasie gebildete Gottesbilder. Ich möchte das an folgendem Beispiel erklären:

Ich bin auf der Suche nach der perfekten Frau und habe meine besonderen Ansprüche- sie soll den Charakter von A. haben, die Nase von B. die Augen von C. die Figur von D. und die Intelligenz von E. Also flicke ich mir eine solche Frau mit diesen Eigenschaften zusammen. Von hier die Nase, von dort die Augen und von wo anders die Arme. Wie wird diese Frau aussehen? Nicht besser als Frankenstein. Wird sie überhaupt Leben? Niemals. 

So ist auch der Glaube, sich einen für sich modifizierten Gott zusammenstellen zu können, ein großer Unsinn. Es wird nicht funktionieren, und das, wofür diese Menschen dann ihr Leben aufopfern ist nichts als eine tote Fantasie.

Wie steht es aber um die, die nur einen Teil von Gott haben wollen und die Liebe, Gnade und Barmherzigkeit der Gerechtigkeit, Gericht und Gesetz vorziehen? Auch das kann man schön an einem weiteren Beispiel zeigen:

Ich habe nun die perfekte Frau gefunden, aber nicht alles an ihr gefällt mir. Ich ziehe vor nur eines an ihr zu lieben und das sind die Hände. Also zeige ich ihr, wie sehr ich ihre Hände liebe. Ich betrachte sie, bewundere sie, kurzum, ich bringe meine ganze Liebe ihren Händen entgegen. Der Rest von ihr lasse ich aber unbeachtet, ich finde das eine nicht schön, das andere nicht modern und das andere nicht Gesellschaftskonform. Und so gebe ich mich allein mit der Verehrung der Hände zufrieden. Wird diese Frau mich lieben? Auf keine Weise! Werde ich mit dieser Frau glücklich? Niemals!  Warum meinen dann manche, Gott wird sie lieben, weil sie seine Gnade und seine Liebe so sehr lieben und verherrlichen, den Rest aber unbeachtet lassen? Warum meinen manche, sie werden mit „ihrem“ Gott glücklich?

Personen, die nur einen Körperteil lieben, werden Fetischisten genannt. Und genau das ist die moderne Bezeichnung für das alte Wort „Götzendienst„. Menschen, die sich in ihrem Verstand ein Gottesbild zusammenzimmern, wie er ihnen passt, sind Fetischisten, oder auch Götzendiener und fallen unter das Gericht des zweiten Gebotes.

Um dem zu entgehen, ist es nötig, ein ganzheitliches Verständnis von Gott zu haben- folglich in der Gotteserkenntnis zu wachsen. An alle Dinge, die Gott von sich in der Bibel offenbart gilt es zu glauben- auch wenn es in manchen Bereichen unpopulär aussieht. Ob in Fragen der Gesellschaft, Politik, Arbeit, Gesetz, Familie und Ehe- überall hat Gott sich geoffenbart, und das gilt es auch im Glauben anzunehmen. Ich warte auf den Tag, da wir sagen können:

Jeremia 31,34: und es wird keiner mehr seinen Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: »Erkenne den Herrn!« Denn sie werden mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen, spricht der Herr; denn ich werde ihre Missetat vergeben und an ihre Sünde nicht mehr gedenken!


Downloads:

An Menschen, die ihren Gott suchen A6.pdf

An Menschen, die ihren Gott suchen A5 Booklet quer.pdf

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Wohin mit den Sorgen?

1.Petrus 5,7: Alle eure Sorgen werft auf ihn; denn er sorgt für euch.

Wisst ihr was dumm ist? Einem Arzt, der unseren gebrochen Arm Operieren will, den Eingriff nicht zu erlauben, weil wir eine bessere Behandlung zu kennen meinen.

Wisst ihr was noch dümmer ist? Dem allmächtigen und allwissenden Gott den Eingriff in unser Leben zu verbieten, weil wir den besten Weg zu kennen scheinen. Lieber riskieren wir es, hundertmal auf falschen Wegen unterwegs zu sein und sich 99 Mal jeden möglichen Schaden zuzufügen um dann im Ausschlussverfahren den richtigen Weg zu finden. Und darauf geht viel Zeit verloren, viel kostbare Zeit, die Gott mit dem Satz quittiert: „Hätte ich dir auch sagen können, bevor du losgerrant bist.“

Warum sollen wir Menschen uns nicht dem anvertrauen, der alles weiß, alles kann und in die Zukunft blicken kann? Wir brauchen nicht mehr alles ausprobieren um den richtigen Weg zu finden. Ein einfaches Gebet reicht dazu, nicht viel mehr als Worte wie: „Gott, ich weiß nicht wie ich das Beste aus meinem Leben machen kann, zeige du mir in deiner Allwissenheit was der beste Weg für mich ist.“

Gott spricht und sagt: Du bist nicht mehr verantwortlich für den Erfolg, nur für den Gehorsam. 

Klaus Bockmühl