Anspiel zum Erntedankfest: Das unmögliche Auto

Vor zwei Jahren wurde auf diesem Blog ein Anspiel mit dem Titel „Das unmögliche Hochhaus“ veröffentlicht . Laut Statistik hat dieses Anspiel gerade zum Erntedankfest eine große Beliebtheit und wird sehr oft heruntergeladen. Für das diesjährige Erntedankfest ist ein ähnliches Anspiel entstanden: es hat das gleiche Konzept, bezieht sich aber auf ein unmögliches Auto, das ein reicher Mann gebaut haben möchte….

Riedel: Guten Tag Herr Kurz, schön, sie hier anzutreffen!  
Sprecher: Verwundert blickte der Ingenieur Walter Kurz auf und sah einen elegant aber einfach gekleideten Mann in der Türe stehen. .
Kurz Ach, guten Tag Herr Riedel, schön sie mal wieder hier zu sehen. Es freut mich sehr, dass sie mich besuchen. Was führt den reichsten Mann des Landes zu mir in mein Büro?  
Sprecher: Ja es stimmte, Herbert Riedel war einer der reichsten Männer des Landes. Wieviel genau er besaß, war nicht bekannt. Grobe Berechnungen ließen andeuten, dass er wohl der reichste Mann des Landes sei- aber genau sagen konnte man es nicht. Vielleicht auch deswegen, weil er nie gerne über das viele Geld sprach.  
Riedel: Nun, die Frage kann ich ihnen gleich beantworten: Ich möchte, dass sie mir ein personalisiertes Auto bauen. Eines das es bisher noch nie gegeben hat- denn alle Autos die es auf dem Markt gibt, sind mangelhaft. Dem einen fehlt dies, dem anderes das. Aber mal ein Auto zu haben, das wirklich gut funktioniert- das hätte ich gern!  
Kurz Ja und dann haben sie an mich gedacht- ich habe schon viele Sonderanfertigungen in unserem Konzern begleitet. Bei mir sind sie auf jeden Fall an der richtigen Stelle, da kann ich ihnen gerne weiterhelfen.   Setzen sie sich- möchten sie einen Kaffee?  
Sprecher Als Ingenieur eines großen Autombilkonzernes, war Walter Kurz unter anderem dafür zuständig von besondere Kunden Aufträge anzunehmen und für die Umsetzung des individuellen Wunsches zu sorgen. Es war also für ihn nichts neues, wenn reiche Personen zu ihm kamen und besondere Wünsche äußerten- beinahe alles konnte er und sein Konzern verwirklichen. Zielsicher und Routiniert begann der sein Beratungsgespräch:  
Kurz Herr Riedel, an welches Antriebssystem haben sie denn gedacht? Möchten sie einen starken Verbrennungsmotor oder möchten sie auf unsere neusten umweltfreundlichen  E-Motoren setzen?  
Riedel Umweltfreundlich, ja da möchte ich- deswegen sollte es ein ganz besonderer Motor sein.  
Sprecher Und dann begann Herbert Riedel mit einer Auflistung, die der Ingenieur Kurz sein ganzes Leben noch nie gehört hatte.    
Riedel Also der Antrieb sollte schon elektrisch sein, aber auch chemisch. Wissen sie, das ärgert mich immer, dass ich mit meinem Auto keine 3 Stunden am Stück fahren kann. Einmal volltanken reicht gerade mal für 600 Kilometer. Und das kostet Zeit. Ich möchte ein Auto haben, dass ich mit Gras, Wasser, Schnitzel, Äpfeln und Brot antreiben kann. Einfach ein paar Kilo an Biomasse in den Tank und dann los auf die Autobahn.  
Sprecher Verwundert zog der Ingenieur seine Augenbrauen in die Höhe- konnte er diesem Mann glauben? Aber was erlebt man denn nicht alles, wenn man die reichsten Menschen des Landes beraten muss. Er fasste sich schnell und lenkte mit freundlicher Stimme ein:  
Kurz: Sie denken wohl an ein Erdgasauto mit integrierter Biogasanlage? Ja das wäre wirklich etwas Besonderes und etwas ganz Neues. Die Umsetzung wäre theoretisch schon möglich, nur würde man dann ein Platzproblem bekommen. Eine integrierte Biogasanlage verbraucht viel Platz.  
Riedel Nein, Nein, doch kein Methanantrieb. Das ist ja doch viel zu umständlich. Der Motor soll so beschaffen sein, dass er fähig ist, die Biomasse in die kleinsten molekularen Bestandteile zu teilen und diese dann zur Energiegewinnung zu verbrennen.  
Kurz Ich verstehe sie nicht- wie soll denn das realisierbar sein? Haben sie ein vergleichbares Beispiel für mich? Ich glaube nicht, dass es je auf der Welt einen Antrieb gegeben hat, der nach diesem Prinzip funktioniert. Verbrennungsmotoren, Dampfmaschinen, Elektromotoren- das alles gibt es, aber wovon reden sie?  
Riedel Na dieser Antrieb ist so alt wie die Menschheit selbst- ja sogar ein Tag älter. Es ist also nichts Neues.  
Kurz (kritisch) So, dann möchte ich mal wissen wer den erfunden hat  
Riedel Der Erfinder davon ist Gott. Als er das erste Tier erschuf, setzte er diesen Motor ein. Ein Pferd füttert man mit Heu, Hafer und Wasser und es galoppiert Stundenlang. Ein Mensch isst Schnitzel und Brot und trinkt sein Wasser dazu und kann ohne Probleme mehr als 14 Stunden durcharbeiten. Und das funktioniert schon seit Jahrtausenden- warum denn nicht auch heute?  
Sprecher Um einen wertvollen Kunden nicht zu verlieren, ließ sich Walter Kurz nichts anmerken und lenkte ein.  
Kurz Gut, das werde ich mir notieren, da müssen wir auf jeden Fall mit den Spezialisten von der Bionik zusammenarbeiten- aber versprechen kann ich ihnen leider nichts.  
Sprecher Um diesen peinlichen Einstieg so schnell wie möglich hinter sich zu lassen, ging der Ingenieur zu dem nächsten Punkt in der Beratung über.  
Kurz Die nächste Frage wäre die Autoform. Hätten sie lieber eine Limousine oder einen SUV?  
Riedel Die Form ist mir weniger wichtig, von mir aus eine Limousine. Viel wichtiger ist für mich das Material, aus dem es bestehen muss.  
Kurz Um bei dem Material zu bleiben- welche Eigenschafen sollte denn ihrer Meinung nach ein gutes Material haben?  
Riedel Was mich bisher immer gestört hat, waren die vielen Werkstattbesuche und die Kratzer im Lack. Mir würden selbstreparierender Lack und Scheiben sehr gefallen. Etwas, das von selbst ausheilt, wenn man ein Kratzer oder eine Delle in die Tür bekommt. Und bei einem Steinschlag sollten sich die Risse am besten in kürzester Zeit wieder schließen.  
Kurz Von wo haben sie denn diese Idee her?  
Riedel Vom Menschen! Sehen sie, wenn sich unsereiner verletzt oder schneidet, dann heilt unsere Haut von selbst wieder zu. Man muss da nicht große Reparaturen machen- alles geht von selbst!  
Sprecher Mit diesen Vorbildern hat der Ingenieur nicht gerechnet. Aber hier hellte sich sein Gesicht wieder auf:  
Kurz Ja Herr Riedel, da kann ich ihnen sogar was anbieten, neueste Forschungen beschäftigen sich schon mit diesem Thema.  
Sprecher Und dann zeigt er ihm Modelle vom selbstheilenden Lack, und verkaufte es als den neusten wissenschaftlichen Stand. Und dass, obwohl der Schöpfer diese Technologie schon vor langer Zeit in den Menschen gelegt hatte. Als dieser Punkt durchgearbeitet war, kam Herbert Riedel auf seinen nächsten Wunsch zu sprechen:  
Riedel Ich hätte aber noch eine Bitte, weil ich es gar nicht ausstehen kann, wenn mein Auto in die Werkstatt muss. Wäre es möglich, ein selbstreparierendes Auto zu bauen?  
Kurz Wie bitte? Ein Auto das sich selbst repariert? Wie haben sie es sich denn vorgestellt?  
Riedel Ach ganz einfach: Wenn etwas an meinem Auto kaputt geht, die Nockenwelle oder die Stoßdämpfer, dann stelle ich es für eine Nacht in die Garage und die Teile wachsen wieder zusammen oder bauen sich von selbst wieder ein. Von der Biomasse die ich in den Tank werfe, wird das Öl rausgefiltert und von selbst gewechselt. Und wenn eine Warnlampe leuchtet, dann werfe ich einfach ein Spezialmittel in den Tank und das Problem löst sich von selbst. Wäre das nicht ein großer Fortschritt?  
Sprecher Woher Herr Riedel die Ideen wohl hatte? Auch von dem menschlichen Körper! Wenn ein Knochen bricht oder eine Krankheit auftritt, dann ist der menschliche Körper fähig, sich selbst zu heilen. Stellt man einen Bruch für einige Wochen ruhig, wächst der Knochen von selbst wieder zusammen. Und bei Erkältungen oder Kopfschmerzen werfen wir auch eine Tablette ein- und das löst in den meisten Fällen das Problem.   Doch Herr Kurz antwortet resigniert:  
Kurz Ja das wäre bestimmt ein großer Forschritt, aber das ist viel zu weit bis dahin. Es ist nach unserem heutigen Stand nicht möglich, das zu bauen. Oder haben sie einen Vorschlag, wie das zu bewerkstelligen wäre?  
Riedel Nun, nicht direkt, aber die heutige Wissenschaft gibt Vorschläge, wie man das herstellen könnte.  
Sprecher Und schon beginnt der Mann mit einer Anleitung, dass der erfahrene Ingenieur die Augen weit aufreißt und ihm der Mund offenseht.  
Riedel Es könnte folgendermaßen ablaufen: Zuerst nehmen sie die ganzen Rohmaterialien: den Stahl, das Aluminium, den Sand für die Fenster, Gold, Silber und Platin für die Elektronik und dann kippen sie den ungefähren Anteil an Rohöl über diesen Haufen, der für den Kunststoff gebraucht wird. Wenn das so ungefähr beisammen ist, zünden sie den Haufen an und lassen ihn einige Zeit brennen. Wenn das geschehen ist, lassen sie das alles einige Zeit lang ruhen. In ein paar Jahren müssten sie schon Fortschritte sehen und irgendwann steht dann das Auto da, das ich mir gewünscht habe.  
Kurz Jetzt reicht es aber- sie können mir doch nicht solche unwissenschaftlichen Dinge verzählen und Forderungen an mich stellen, die kein Ingenieur je bauen kann. Ich habe was besseres zu tun, als mir unrealistische Forderungen anzuhören. Es tut mir leid- ich kann und werde ihr Auto nicht bauen. Und dann will ich mal den kennen lernen, der das schaffen kann, was sie von mir fordern.  
Sprecher Lächelnd antwortete der reiche Auftraggeber:  
Riedel: Mich würde es freuen, wenn sie den kennen lernen würden, der das schon vor über 6000 Jahren geschaffen hat. Der Gott des Himmels und der Erde hat noch viel größeres geschaffen als das, was ich ihnen gerade geschildert habe. Und zu der Anleitung: die war natürlich nicht ernst gemeint. Wer kann denn schon solch eine Theorie für ernst nehmen? Aber leider ist das die aktuelle wissenschaftliche Meinung zur Entstehung der wunderbaren Schöpfung Gottes. Sehen sie, wir müssen staunen, dass wir trotz unseres technischen Fortschrittes noch lange nicht das erreicht haben, was Gott schon vor Jahrtausenden erschaffen hat.  
Sprecher Betreten schwieg Herr Kurz und ihm fiel auf, dass er als erfahrener Ingenieur noch lange nicht das erreichen kann, was Gott schon vor Langem geschaffen hat. Lieber Zuhörer ich wünsche dir auch, dass du denselben Wunsch hast, wie der Ingenieur „Ich möchte mal den kennen lernen, der das schaffen kann“. Den Weg dahin zeigt dir die Bibel und am Ziel findest du Gott. Den Gott, der den Himmel, die Erde und alles was darin ist geschaffen hat – auch dich!  

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