Anspiel zu Ostern: Tatort Grabstein

Tatort Grabstein

Bild von LumoPriojekt.com 

Ostern steht vor der Tür und in der einen und anderen Gemeinde wird dieser Gottesdienst mit vielen Beiträgen gefüllt sein. Auf der Seite Arbeitskreis „Zeit für Kids“  habe ich ein gutes Anspiel gefunden: Tatort Grabstein.pdf.

Für die Gemeinden, die den Aufwand für ein Theaterstück nicht aufbringen können oder wollen habe ich es so umformuliert, dass es auch gelesen Vorgetragen werden kann.

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Sprecher:  Einige Frauen gehen durch das stille Jerusalem. Es ist noch sehr früh am Morgen, hier und da krähen die ersten Hähne. Tauben gurren in den Bäumen am Wegesrand und immer wieder mal bellt ein Hund. Aber zwischen den Frauen herrscht drückende Stille. Sie trauern, denn sie sind schon so früh am Morgen auf dem Weg zu einem Grab. Maria aus Magdala und Maria, die Mutter des Jakobus, zusammen mit Salome und einigen anderen.

Maria M: Wie schön dieser Morgen doch ist. Die aufgehende Sonne taucht alles in gleißendes Licht.

Maria: Und in unseren Herzen ist die Sonne erloschen. Seit unser Meister Jesus tot ist, habe ich das Gefühl, dass auch in mir ein Teil gestorben ist.

Salome: Wie oft haben wir seinen Reden gelauscht und wunderbare Heilungen hautnah miterlebt.

Maria M: Ja, man konnte nicht anders, als ihn liebhaben und ihm dienen.

Frau 1: Doch das ist jetzt vorbei. Unsere zubereiteten Salben sind das Einzige, womit wir Jesus noch einen Dienst erweisen können. Ich habe nicht ans Geld gedacht, als ich die wohlriechenden Öle kaufte, die man dazu braucht. Sein toter Körper soll mit dem Besten gesalbt werden, was wir bekommen konnten.

Salome: Ein Problem gibt es aber noch. Habt ihr gesehen, wie schwer der Stein war, den die Männer vor das Grab gerollt haben? Den bekommen wir niemals alleine weg.

Frau 1: Vielleicht ist ein Gärtner da, oder andere Besucher des Gartens.

Maria: Ich hoffe sehr, dass uns jemand behilflich ist, sonst war unser Weg umsonst.

Frau 1: Gleich sind wir da. Nur noch wenige Meter.

Maria M: Was ist denn das? Der Stein ist auf die Seite gerollt? Wer wird das gewesen sein?

Salome: Lasst uns ins Grab hineingehen. – Aber hier liegt niemand mehr. Der Leib unseres Herrn ist nicht mehr da!

Maria M: Das müssen Petrus und Johannes wissen. Ich laufe in die Stadt zurück!

Sprecher: So standen die Frauen ratlos in dem leeren Grab. Wohin ist denn ihr Meister verschwunden? Plötzlich erschrecken sie, zwei Männer in strahlenden Kleidern stehen neben ihnen. Sie haben sie gar nicht bemerkt! Zwei Engel stehen bei ihnen!

Engel 1 Ihr braucht euch nicht zu fürchten. Wir wissen, ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Aber was sucht ihr den Lebenden unter den Toten? Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er es vorausgesagt hat. Kommt her und seht euch die Stelle an, wo er gelegen hat!

Engel 2 Geht nun schnell zu seinen Jüngern und sagt zu ihnen, dass er von den Toten auferstanden ist. Sagt zu ihnen: Er geht euch nach Galiläa voraus. Dort werdet ihr ihn sehen. Ihr könnt euch auf unsere Worte verlassen.

Gedicht Der Herr soll leben, ist nicht tot?

Wir sahen ihn doch sterben.

Auf ihn gebaut, ihm fest vertraut,

was bleibt sind nur noch Scherben.

Der Herr, er lebt? Ist`s wirklich wahr?

Was sagten Gottes Boten:

„Er auferstand durch Gottes Hand.

Sucht ihn nicht bei den Toten.“

Sprecher:  Zitternd vor Furcht und Entsetzen verlassen die Frauen das Grab und laufen davon. Und doch sind sie voller Freude. So schnell sie können, eilen sie in die Stadt und berichten den elf Aposteln und allen anderen Jüngern, was sie erlebt haben. Aber diese halten das alles für leeres Gerede und glauben ihnen nicht. Nur Petrus und Johannes machen sich sofort auf den Weg und laufen zum Grab hinaus.

Petrus: Das muss ich sehen. Vielleicht ist doch etwas dran an dem Gerede.

Johannes Aber wie soll das gehen? Wir haben unseren Herrn ja selbst sterben sehen, und Nikodemus sagte, sie hätten das Grab mit einem schweren Stein verschlossen. Und jetzt soll es leer sein?

Petrus Die Frauen haben was von Engeln gesagt, Boten Gottes. – Lauf ruhig schon voraus.

Sprecher: Johannes ist schneller als Petrus und erreicht das Grab zuerst. Unsicher bleibt er davor stehen. Er traut sich nicht einzutreten. Vorsichtig lehnt er sich an den Eingang und beugt sich langsam hinein. Er sieht nichts. Dann kommt schon Petrus an das Grab geeilt. Er wartet nicht wie Johannes an dem Eingang. Ohne jegliche Angst geht er an Johannes vorbei und geht schnell in das Grab hinein.

Petrus Es ist tatsächlich wahr, was die Frauen uns berichtet haben. Johannes, sieh nur! Sogar die Binden und das Tuch, womit man den Kopf Jesu eingewickelt hatte, liegen sauber zusammengefaltet hier. Das ist ja kaum zu fassen.

Johannes Gestohlen worden kann er nicht sein, sonst lägen die Binden nicht hier. Und wer nimmt sich schon Zeit, die Tücher so ordentlich zusammen zu legen? Ich glaube, es ist tatsächlich wahr: Jesus ist von den Toten auferstanden!

Petrus Komm, wir gehen nach Jerusalem zurück. Hier zu bleiben, hat keinen Zweck. Ach, da ist ja auch Maria wieder.

Sprecher: Maria ist tatsächlich wieder zum Grab zurückgekehrt. Ihr Gesicht spiegelt ihre tiefe Traurigkeit wieder. Tränen rinnen ihr über die Wangen. Sie geht langsam zum Grab und schaut hinein.

Maria M. Ich kann es noch immer nicht fassen. Wenn das Grab leer ist, wo ist dann mein Herr?

Engel 1 Warum weinst du, liebe Frau?

Maria M. (zögernd) Ich bin so traurig, weil man meinen Herrn aus dem Grab weggenommen hat und ich nicht weiß, wo er jetzt ist.

Jesus Warum weinst du, liebe Frau? Suchst du jemand?

Maria M. Herr, hast du den, der in diesem Grab lag, weggebracht? Dann sag doch bitte, wo du ihn hingelegt hast, damit ich ihn wiederholen kann.

Jesus Maria!

Maria M. Mein Meister!

Jesus Berühre mich nicht! Ich bin noch nicht zum Vater in den Himmel zurückgekehrt. Geh zu meinen Brüdern und sag ihnen, dass ich zu ihm zurückkehre – zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott.

Maria M Ja, Jesus lebt! Ich weiß es jetzt.

Ich hab` ihn selbst gesehen.

Als ich so stand und ihn nicht fand,

sah ich ihn plötzlich stehen.

Mein Jesus lebt! Ich glaub es jetzt.

Das will ich allen sagen.

Er liebt uns sehr, will, dass noch mehr,

das Leben mit ihm wagen

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