An Menschen, die ihren Gott suchen

Einige Menschen sind der Meinung, dass sie sich ihren Glauben selbst zusammenzimmern können. Wie aus einem Baukasten nehmen sie ein bisschen von der Lehre des Hinduismus, ein Wenig vom Islam, etwas vom Christentum und eine Priese aus dem Fetischismus. Und so meinen sie, ihren Glauben und ihren Gott „gefunden“ oder „erkannt“ zu haben. In Wirklichkeit aber haben sie sich ein Gebilde zusammengezimmert, das nie existierte, nie existieren wird, aber trotzdem als Gott bezeichnet wird – „so, wie ich ihn erfahren habe“.

Wieder andere Menschen sind der Meinung, dass sie ihren Glauben nach ihren Bedürfnissen „modifizieren“ können. Der Gott der Bibel ist ein guter Gott. Aber er passt einigen nicht in ihr Weltbild hinein. Da wird von Gott nur die Liebe genommen und die Liebe als die Eigenschaft Gottes verehrt, aber der Rest wird unbeachtet gelassen. Oder ein anderer stutzt sich Gott so zurecht, dass er ihm passt; das Gericht lässt man unter den Tisch fallen, oder die Worte Gottes über Ehe und Sexualität schiebt man in eine verstaubte Schublade- es ist nicht mehr modern, daran zu glauben. Und so laufen viele Menschen, auch viele Christen, mit einem Gott in ihrem Verstand herum, den es gar nicht gibt. Ja, viele sind sogar bereit für diesen Gott zu kämpfen und zu missionieren- aber leider ist das nichts als tote Lehre.

Das zweite Gebot verbietet uns gerade das, indem es unter Strafe stellt, ein Bild von Gott zu machen und es anzubeten.

2.Mose 20, 4-6: Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was in den Wassern, unter der Erde ist. 5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen, 6 der aber Gnade erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.

Wie das Gebot für von Hand gemachten Götzenstatuen gilt, so gilt das Gebot auch für Kopfgemachte, in der Fantasie gebildete Gottesbilder. Ich möchte das an folgendem Beispiel erklären:

Ich bin auf der Suche nach der perfekten Frau und habe meine besonderen Ansprüche- sie soll den Charakter von A. haben, die Nase von B. die Augen von C. die Figur von D. und die Intelligenz von E. Also flicke ich mir eine solche Frau mit diesen Eigenschaften zusammen. Von hier die Nase, von dort die Augen und von wo anders die Arme. Wie wird diese Frau aussehen? Nicht besser als Frankenstein. Wird sie überhaupt Leben? Niemals. 

So ist auch der Glaube, sich einen für sich modifizierten Gott zusammenstellen zu können, ein großer Unsinn. Es wird nicht funktionieren, und das, wofür diese Menschen dann ihr Leben aufopfern ist nichts als eine tote Fantasie.

Wie steht es aber um die, die nur einen Teil von Gott haben wollen und die Liebe, Gnade und Barmherzigkeit der Gerechtigkeit, Gericht und Gesetz vorziehen? Auch das kann man schön an einem weiteren Beispiel zeigen:

Ich habe nun die perfekte Frau gefunden, aber nicht alles an ihr gefällt mir. Ich ziehe vor nur eines an ihr zu lieben und das sind die Hände. Also zeige ich ihr, wie sehr ich ihre Hände liebe. Ich betrachte sie, bewundere sie, kurzum, ich bringe meine ganze Liebe ihren Händen entgegen. Der Rest von ihr lasse ich aber unbeachtet, ich finde das eine nicht schön, das andere nicht modern und das andere nicht Gesellschaftskonform. Und so gebe ich mich allein mit der Verehrung der Hände zufrieden. Wird diese Frau mich lieben? Auf keine Weise! Werde ich mit dieser Frau glücklich? Niemals!  Warum meinen dann manche, Gott wird sie lieben, weil sie seine Gnade und seine Liebe so sehr lieben und verherrlichen, den Rest aber unbeachtet lassen? Warum meinen manche, sie werden mit „ihrem“ Gott glücklich?

Personen, die nur einen Körperteil lieben, werden Fetischisten genannt. Und genau das ist die moderne Bezeichnung für das alte Wort „Götzendienst„. Menschen, die sich in ihrem Verstand ein Gottesbild zusammenzimmern, wie er ihnen passt, sind Fetischisten, oder auch Götzendiener und fallen unter das Gericht des zweiten Gebotes.

Um dem zu entgehen, ist es nötig, ein ganzheitliches Verständnis von Gott zu haben- folglich in der Gotteserkenntnis zu wachsen. An alle Dinge, die Gott von sich in der Bibel offenbart gilt es zu glauben- auch wenn es in manchen Bereichen unpopulär aussieht. Ob in Fragen der Gesellschaft, Politik, Arbeit, Gesetz, Familie und Ehe- überall hat Gott sich geoffenbart, und das gilt es auch im Glauben anzunehmen. Ich warte auf den Tag, da wir sagen können:

Jeremia 31,34: und es wird keiner mehr seinen Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: »Erkenne den Herrn!« Denn sie werden mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen, spricht der Herr; denn ich werde ihre Missetat vergeben und an ihre Sünde nicht mehr gedenken!


Downloads:

An Menschen, die ihren Gott suchen A6.pdf

An Menschen, die ihren Gott suchen A5 Booklet quer.pdf

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