Weisheiten aus dem Talmud: Traktat Aboth

Ich lese gerne hin und wieder im Talmud und bin fasziniert von den Sprüchen die darin zu finden sind. Manchmal bin ich auch verwirrt von den Haarspaltereien und dann wieder glücklich über die Zuversicht und den Glauben an das Wort Gottes. Das Traktat Aboth- Sprüche der Väter ist gefüllt mit Weisen Sprüchen großer Lehrer des Volkes Israel. Einige Aussprüche sind mir so wichtig geworden, dass ich sie gerne mit euch Teilen möchte.

Sammaj: Mache dein Torastudium zur ständigen Beschäftigung. Versprich wenig und tue viel. Empfange jeden Menschen mit freundlichem Gesichte

Simon B. Gamaliel: Mein ganzes Leben verbrachte ich unter Weisen, und fand für den Körper nichts besseres als das Sachweigen.
Nicht die Erörterung ist die Hauptsache sondern die Handlung, und wer viel Worte macht, bringt Sünde zuwege.
Auf dreierlei hat die Welt Bestand, auf Recht, Wahrheit und Frieden.

Rabbi: Betrachte drei Dinge, und du wirst zu keiner Sünde kommen: Wisse was über dir ist, ein Auge sieht und ein Ohr hört, und all deine Taten werden in ein Buch eingeschrieben.

Rabbi Gamaliel: Vollführe seinen Willen wie deinen eigenen, auf dass er deinen Willen vollführe wie seinen Eigenen; lasse deinen Willen fallen wegen seines Willens, auf dass er den Willen anderer fallen lasse, wegen deines Willens

Hillel: Sprich nichts unverständliches [in der Annahme,] man werde es später verstehen.
Sage nicht, du werdest bei Muße lernen, vielleicht hast du nie Muße.
Der Unwissende kann nicht sündenscheu sein, der Unkundige kann nicht fromm sein; der Schüchterne lernt nicht; der Ungeduldige lehrt nicht; und wer viel Handel treibt, wird nicht weise.
Wo es an Männern fehlt, sei bestrebt, ein Mann zu sein.

Rabbi Johanan B. Zakaj: Hast du viel Tora gelernt, so rechne es dir nicht als besonderen Verdienst an, denn dazu bist du ja erschaffen worden.

Rabbi Hanina B. Teradjon: Wenn zwei beisammen sitzen und sich nicht mit Worten der Tora befassen, so ist dies ein Sitz von Spöttern, denn es heißt: und auf dem Sitze der Spötter sitzt er nicht. Wenn aber zwei beisammen sitzen und sich mit Worten der Tora befassen, so weilt die Göttlichkeit unter ihnen, denn es heißt: damals besprachen sich die Gottesfürchtigen miteinander, und der Herr merkte auf und hörte, und es wurde für sie, die den Herrn fürchten und seinen Namen achten, ein Gedenkbuch aufgezeichnet.

Rabbi Hanina B. Dosa: Wessen [gute] Werke mehr sind als sein Weisheit, dessen Weisheit hat Bestand, und wessen Weisheit mehr ist als seine [guten] Werke, dessen Weisheit hat keinen Bestand.

Rabbi Aqiba: Scherz und Ausgelassenheit verleiten den Menschen zur Unsittlichkeit.
Schweigen ist ein Zaun für die Weisheit

Rabbi Eliezer B. Azarja: Ohne Tora keine Lebensart, und ohne Lebensart keine Tora. Ohne Weisheit keine Gottesfurcht, und ohne Gottesfurcht keine Weisheit; ohne Einsicht kein Wissen, und ohne Wissen keine Einsicht, ohne Lebensunterhalt keine Tora und ohne Tora kein Lebensunterhalt.

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