Mission: Eine neue Generation braucht neue Methoden

Heute Morgen in der Stillen Zeit habe ich folgenden Abschnitt gelesen:

Lukas 5,36-39: Er sagte aber auch ein Gleichnis zu ihnen: Niemand setzt einen Lappen von einem neuen Kleid auf ein altes Kleid; denn sonst zerreißt er auch das neue, und der Lappen vom neuen passt nicht zu dem alten. 37 Und niemand füllt neuen Wein in alte Schläuche; denn sonst wird der neue Wein die Schläuche zerreißen, und er wird verschüttet, und die Schläuche verderben; 38 sondern neuer Wein soll in neue Schläuche gefüllt werden, so bleiben beide miteinander erhalten. 39 Und niemand, der alten trinkt, will sogleich neuen; denn er spricht: Der alte ist besser!

Dieses Gleichnis hat mich sehr angesprochen und zwei Gedanken wurden mir aus diesem Abschnitt besonders wichtig.

1. Neue Generationen brauchen neue Methoden

Durch das Auftreten Jesus als Messias, seinem Opfertod am Kreuz und Himmelfahrt wurde eine neue Ära in der Weltgeschichte eingeläutet. Eine neue, herrliche Möglichkeit wurde der Menschheit geschaffen, mit Gott in Verbindung zu kommen: durch Glauben an Jesus Christus von seinen Sünden befreit zu werden und ewiges Leben zu erlangen. barrel-52934_1280

Dafür musste aber auch etwas ganz neues in die Herzen der Menschen gelegt werden, etwas, das mit den alten Dingen zwar etwas zu tun hat, aber trotzdem Neues an sich hat. Während in dem damaligen Israel penible Gesetzestreue erwartet wurde, predigte Jesus, dass Recht, Barmherzigkeit und Gehorsam wichtiger sind als Opfergaben. Das war neuer Wein für die alten Schläuche der Schriftgelehrten und gefiel ihnen überhaupt nicht.

Auch der neue Missionsgeist, der in den Jüngern Jesu war, war etwas ganz neues: jeder Jünger bekam den Auftrag das Reich Gottes auf der Erde zu verkündigen, was aber in der damaligen Zeit eher nur von den Pharisäer und Schriftgelehrten praktiziert wurde. Das war wieder ein neuer Lappen, der auf das Kleid des alten Pharisäertums nicht gut passen wollte.

Für mich bedeutet es, dass besonders in der Mission und Evangelisation neuer Wein und neuer Stoff auch in neue Konzepte integriert werden soll. Ich sehe uns, als Christen der jetzigen Zeit, als ein Sinnbild für den Wein und den Stoff, von dem Jesus hier spricht. Und damit das Christentum bewahrt bleibt, muss es auch richtig in das Neue Konzept eingefüllt werden. Damit das Christentum nicht von seinem Glanz und Schönheit verliert, muss es auf richtige Weise in die Gesellschaft eingefügt werden. Neue Methoden und Konzepte sollen in der Christenheit ausprobiert werden: Medien und Technische Fortschritte in Internet und Sozialen Medien sollen verwendet werden, dass das Christentum im Herzen jedes Menschen ankommt.

Jetzt stellt sich aber die Frage: Wie weit sollen wir Christen uns verändern, damit wir das erreichen können? Wieviel bleibt vom Christentum übrig, wenn wir immer wieder etwas neues ausprobieren?

 

2. Das Christentum bleibt dasselbe

jesus-1015410_1920In dem Gleichnis wird von dem Lappen und dem Wein geredet, der auf das neue Kleid bzw. in neue Schläuche gefüllt werden soll.

Für mich bedeutet es, dass die Substanz gleich bleibt, auch wenn das Konzept sich verändert. Dasselbe Christentum, das schon die Apostel verkündigten, woran die Märtyrer der ersten Jahrhunderte glaubten und über Jahrhunderte in
der Bibel uns überliefert worden ist, das soll verkündet werden. Jesus will nicht Most oder Saft in neue Schläuche füllen, so sollen wir auch nicht Irrlehren, Irrtümer und Bibelferne unserer Gesellschaft verkündigen. Was wir zu vermitteln haben, ist der reine Wein des Evangeliums, das die Kraft hat, Menschen zu erretten.

Wollen wir dasselbe Christentum, das schon seit Jahrhunderten in der Welt Erweckungen und Veränderungen bewirkt hat, verkündigen, müssen wir neue Konzepte und neue Methoden haben, wie wir es in der Gesellschaft beliebt machen. Die Substanz aber darf nicht verändert werden. Jesus Christus, derselbe gestern, heute und auch in Ewigkeit!

3. Altes funktioniert noch immer

Und niemand, der alten trinkt, will sogleich neuen; denn er spricht: Der alte ist besser!

In diesem Streben nach neuem und immer besseren dürfen wir aber alte Konzepte und Methoden nicht vergessen. Die Methoden der Predigt, des persönlichen Gesprächs und der Druckerzeugnisse hat schon seit Jahrhunderten funktioniert und hat noch bis heute großen Erfolg. Deswegen sollten heute bewährte Konzepte neben neuen Ideen praktiziert werden. Wie wichtig auch das Internet mit Blogs und Sozialen Medien auch ist, es ersetzt nicht die Wirkung einer Predigt von der Kanzel oder ein persönliches Gespräch mit einem Mitmenschen oder ein gutes, gedrucktes Buch.adult-1869621_1280

Ich wünsche dir, dass dir Gott im Gebet Ideen gibt, auf welchen Wegen du deinen Mitmenschen den Glauben an Gott nahe bringen kannst. Falls dir keine neuen Konzepte einfallen, nutze das altbewährte: Ein Gespräch oder das gedrucktes Wort.

2 Kommentare zu „Mission: Eine neue Generation braucht neue Methoden

  1. Du hast vollkommen recht. Was ich gelernt habe ist, dass wir uns auf unser gegenüber einstellen müssen: was versteht er? spreche ich seine Sprache? Kann er sich identifizieren mit dem was ich ihm sage? Wir müssen es schaffen die Begeisterung, die in uns ist, so umzuschreiben, dass sie überschwappen kann. Das ist eine Lebensaufgabe… Der Herr gebe uns Weisheit dabei. LG

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