Gott und der Verstand

Atheisten sagen: Wenn ich meinen Verstand habe, brauche ich Gott nicht. Hat jemand aber Gott, braucht er seinen Verstand nicht.

Was sagen Christen? Stimmt es, dass Christen den Verstand als unnötig bezeichnen?

Christen sagen: Hast du deinen Verstand, dann wirst du Gott erkennen. Hast du Gott erkannt, wirst du verständig (Weise) werden.

Was wäre es denn für ein Gott, der das verurteilt, was er selber geschaffen hat, ja womit sogar Gott gefunden werden kann:

Römer 1:20:denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen

In dem wichtigsten Gebot der Bibel betont Jesus auch, wie wichtig es ist, Gott mit dem Verstand zu lieben:

Matthäus 22;37:Liebe den Herrn, deinen Gott, von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit deinem ganzen Verstand!

Doch das ist noch nicht alles, das Forschen, das bekanntlich mit dem Verstand durchgeführt wird, wird in der Bibel besonders Hoch geschätzt:

Sprüche 25,2:Es ist Gottes Ehre, eine Sache zu verbergen, aber die Ehre der Könige, eine Sache zu erforschen

Der Verstand wird von Gott auf keinen Fall verachtet und als unnötig betrachtet. Er warnt aber, sich auf seinen Verstand zu verlassen:

Sprüche 3,5:Vertraue auf den Herrn von ganzem Herzen und verlaß dich nicht auf deinen Verstand

Es ist ja auch leicht verständlich, dass wir eher dem großen und allwissenden Gott vertrauen, bevor wir uns allein auf unseren Verstand verlassen. Aber Gott lässt seine Weisheit und unseren Verstand nicht zwei getrennte Welten sein. Er selber will uns von seiner Weisheit geben:

Jakobus 1,5:Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden

Ist das nicht ein wunderbarer Gott, der selbst sein Wissen mit uns teilen will. Lasst uns ihn doch bitten, dass er uns die Weisheit gibt.

3 Kommentare zu „Gott und der Verstand

  1. „Atheisten sagen: Wenn ich meinen Verstand habe, brauche ich Gott nicht. Hat jemand aber Gott, braucht er seinen Verstand nicht.“
    Naja. Also, es mag Atheisten geben, die das sagen. Aber ich persönlich kenne zum Beispiel keinen, und halte den Spruch auch für einen eher nicht so guten.

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    1. Ja klar, du hast Recht- pauschalisieren ist nicht einfach. Genauso wie es Christen gibt, die meine Meinung nicht teilen gibt es auch Atheisten, die die von mir aufgeführte Aussage nicht teilen. Diese Aussage ist aber keineswegs aus der Luft gegriffen: Michael Onfray schreibt (Wir brauchen keinen Gott S.32-34): „Gott liquidiert alles, was sich ihm widersetzt. Ganz besonders Vernunft, die Intelligenz und den kritischen Geist.“
      Richard Dawkins hat in seinem Buch „Der Gotteswahn“ eine Mensa-Studie angeführt, womit er beweisen wollte, dass Intelligenz und Glaube umgekehrt proportional zueinander stehen. Weil diese zwei Persönlichkeiten führend in (neu)atheistischen Bereichen sind, haben mich ihre Aussagen zu diesem Spruch bewogen.

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